Die Treffen

Terra Madre ist ein weltweites Netzwerk der Lebensmittelgemeinschaften und wurde 2004 in Turin gegründet. Es bringt die aktiven Teilnehmer an unserer Nahrungsproduktionskette zusammen. Das Netzwerk umfasst Kleinproduzenten, Fischer, Züchter, Lebensmittelhandwerker, Wissenschaftler, Köche, Konsumenten und Jugendgruppen aus über 160 Ländern.

Terra Madre - Die Treffen

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Das Terra Madre Programm umfasst ein alle zwei Jahre stattfindendes internationales Treffen, regionale und nationale Treffen und einen globalen Aktionstag, den Terra Madre Tag. Terra Madre bedeutet Globalisierung im positiven Sinne. Das Netzwerk gibt jenen eine Stimme, die eine Alternative zur industriellen Landwirtschaft und der Standardisierung unserer Esskultur suchen.

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Internationaler Kongress in Turin  

Seit 2012 finden die internationale Kongresse von Terra Madre gemeinsam mit dem Salone del Gusto alle zwei Jahre in Turin statt. Der Terra-Madre-Kongress 2014 versammelte 5.000 kleine Erzeuger aus 130 Ländern und lenkte die Aufmerksamkeit der Medien wie nie zuvor auf ihre Probleme. Beim darauffolgenden Kongress kamen rund 1.000 Köche und 400 Forscher und Wissenschaftler hinzu.

Auch deutsche handwerkliche Erzeuger und Erzeugerinnen, beispielsweise Kleinbauern, Züchter alter Tierrassen oder traditionelle Bäcker, sind in Turin als Terra-Madre-Delegierte anwesend und können sich mit den anderen Delegierten aus allen Kontinenten treffen und austauschen. Sie alle leisten vorbildliche Arbeit auf landwirtschaftlichen Betrieben, erzeugen handwerkliche Produkte, sind Ideengeber interessanter Projekte, sind innerhalb des Slow-Food-Netzwerkes engagiert, berichten über Best-Practice-Erzeuger oder setzen innovative, aber gleichzeitig ökologisch nachhaltige Praktiken um. Seit 2012 sind die Repräsentanten lokaler Erzeugergemeinschaften auch in den internationalen Verwaltungsorganen von Slow Food vertreten.

Mehr Informationen:
Deutsche Terra-Madre-Delegierte 2018 im Porträt
Zur internationalen Terra Madre Website (Englisch und Italienisch)

Regionale Treffen

Seit Anbeginn hat Slow Food sich für die Vielfalt lokaler Kulturen eingesetzt und diese gegen die negativen Folgen der Globalisierung, die von den industriellen Produktions- und Vertriebslogiken der Massenproduktion ausgehen, verteidigt. Im Geiste des Dialogs und Austauschs arbeitet das Terra Madre Netzwerk daher auch auf lokaler Ebene, um nachhaltige Ernährungsmodelle zu fördern. Im Jahr 2007 organisierten Lebensmittelgemeinschaften erstmals regionale Treffen von Erzeugern, Presidien, Wissenschaftlern, Nahrungsmittelexperten und jungen Aktivisten mit dem Ziel, lokale Netzwerke zu stärken. Regionale Treffen fanden seither auf der ganzen Welt statt, etwa in Irland, Tanzania, Brasilien, Argentinien, Südkorea, Russland und Japan.

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Indigenes Terra Madre

Das Indigene Terra Madre ist ein Netzwerktreffen der indigenen Gemeinschaften im Terra-Madre-Netzwerk von Slow Food, das vom dritten bis siebten November 2015 zum zweiten Mal stattgefunden hat. Nach dem ersten Treffen 2011 in Jokkmokk in Schweden fand es dieses Mal in Shillong (Meghalaya) in Nord-Ost-Indien statt (siehe Bild). 650 Delegierte aus 150 Terra-Madre-Lebensmittelgemeinschaften und 58 Ländern kamen dort eine Woche zusammen, um sich über ihr tradiertes Wissen und ihre Sichtweise auf Lebensmittel, Ernährung, Landwirtschaft und den Erhalt der Artenvielfalt auszutauschen.

Mehr Informationen: 
Metzgermeister Körber beim Indigenous Terra Madre Treffen
Indigene Völker: Slow Food Engagement