Schokofahrt: 660km in und um Göttingen

Im April hat Slow Food Youth Göttingen zum vierten Mal an der Schokofahrt teilgenommen. Das Projekt hat ein ambitioniertes Ziel: Schokolade, die komplett klimaneutral ist – von der ersten Bohne bis zur Schokolade im Laden. Wie kann das bei einem exotischen Produkt wie Kakao gelingen? Den Anfang nimmt die Schokolade bei der Kooperative Conacado in der Dominikanischen Republik, die dort unter fairen Arbeitsbedingungen die Edel-Kakaosorte Trinitario anbaut. Die fertigen Kakaobohnen treten auf dem Segelschiff Tres Hombres ihre Reise nach Amsterdam an. Dort stellen die Chocolatemakers aus den Kakaobohnen köstliche Schokolade her. Hier kommen die Schokofahrer*innen ins Spiel: Von Amsterdam aus verteilen Freiwillige die Schokolade auf Fahrrädern in ganz Europa.


schokofahrt2_vignette_klein (c) Clara Schmitt.jpgSo ist es zumindest normalerweise – die Coronapandemie hat auch Auswirkungen auf die Schokofahrt. Dieses Mal wollten wir die Schokolade wie im Herbst 2020 mit dem Rad an der niederländischen Grenze abholen. Da unsere Fahrerinnen jedoch nicht in NRW übernachten durften, mussten wir kurzerhand umplanen. Statt einer mehrtägigen Radtour gab es eine eintägige Zugfahrt. Als "Ersatz" für die Radtour haben wir die 660 Kilometer in und um Göttingen abgeradelt. Das ließ sich praktischerweise mit den Schokoladenlieferungen an den Biokistenanbieter „Lotta Karotta“ und den Biobäcker „Das Backhaus“ verbinden. Abgerundet wurde die vierte Göttinger Schokofahrt mit einem Stand auf dem Göttinger Wochenmarkt. Hier konnten die Marktbesucher*innen die Schokofahrt kennenlernen und gegen Spende eine Schokolade erwerben. Zudem hat das Weltladencafé Göttingen noch seine Schokoladenration bekommen. Wir danken allen Mitwirkenden für die tolle Aktion und freuen uns schon auf die nächste Fahrt!

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Text: Leonie Barghorn, SFY Göttingen