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Gerechter Welthandel: 3 Fragen an Tobias Reichert von Germanwatch

24.5.2018 – Tobias Reichert engagiert sich als Teamleiter für Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch. Er war beim zweiten Slow-Food-Youth-Akademie-Wochenende in Minden zum Thema "Globaler Handel, globaler Süden" als Referent dabei. Elia Carceller, Koordinatorin der Slow Food Youth Akademie bei Slow Food Deutschland, sprach mit ihm über seine Motivation sowie die Probleme und Lösungen im aktuellen Welthandel.

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95 Thesen für Kopf und Bauch: Zukunftsfähige statt agrarindustrielle Systeme ernähren die Welt

16.5.2018 – Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „95 Thesen für Kopf und Bauch“, der kritischen Streitschrift für die "Reformation" unserer Ernährungswelt von Slow Food Deutschland e. V. und Misereor, fand am 10. Mai ein interkultureller Austausch in Münster statt. Von Sharon Sheets.

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Slow Food Youth Akademie: „Globaler Handel, globaler Süden“

16.5.2018 – Am zweiten Wochenende der Slow Food Youth Akademie vom 20. bis 22. April in Minden stand das Thema "Globaler Handel, globaler Süden" im Fokus. Die Changemaker setzten sich zwei Tage intensiv mit globalen Zusammenhängen, den Auswirkungen unseres Welthandels sowie unserer Ess- und Konsumgewohnheiten auseinander.

Tobias Reichert, Teamleiter der Abteilung für Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch e.V., führte die jungen Erwachsenen ins Thema sowie in die wichtigsten Fragestellungen ein. Dabei nahm er nicht nur Bezug auf die aktuell wirksamen Handelsstrukturen, sondern fasste für ein besseres Verständnis deren Entwicklung in den vergangenen Jahrzehnten zusammen. Germanwatch beobachtet und analysiert die Politik und Wirtschaft des globalen Nordens und ihre Auswirkungen auf Entwicklungs- und Schwellenländer seit vielen Jahren. Zusammen mit Mitgliedern und Förderern sowie verschiedenen Akteuren der Zivilgesellschaft wie Slow Food hat Germanwatch eine starke Lobby für eine nachhaltige Entwicklung mitbegründet.

Bild oben: Tobias Reichert, Teamleiter der Abteilung für Welternährung, Landnutzung und Handel bei Germanwatch e.V, führt die Gruppe ins Thema des Wochenendes ein.

Unternehmen müssen mehr Verantwortung übernehmen

Die Einflussnahme entwickelter Länder auf ärmere im globalen Süden stellte Reichert beispielhaft am Exportmeister Deutschland vor. Ein anderes politisches Klima im globalen Norden sei Voraussetzung, so Reichert, um im Süden für anhaltende und wirksame Verbesserungen zu sorgen – ökonomisch, ökologisch sowie sozial. Dafür müsse die Bildung für nachhaltige Entwicklung vorangetrieben und deutlich mehr Verantwortung von Unternehmen übernommen werden.

Politische Entscheidungsträger müssten endlich verbindliche Richtlinien für einen fairen Handel umsetzen. Wenn es um Welthandel geht, weiß Tobias Reichert natürlich um die Macht von Großhandel und -konzernen. So etwa liegen alleine in Deutschland rund 90 Prozent des Lebensmittelhandels in den Händen von Edeka/Lidl/Aldi/Rewe; auf internationaler Ebene sind die Big 4 ABCD (ADM, Bunge, Cargill, Louis Dreyfus) die für 60 Prozent der Grundnährstoffe verantwortlichen Händler. Sie üben eine enorme Marktmacht aus, nicht zuletzt bei Futtermitteln wie Sojaschrot.

Die Welthandelsorganisation muss umdenken

Doch es gibt sie, die Alternativen und Reformansätze, um den Schalter umzulegen. Es müsste „nur“ an den richten Stellen in die richtige Richtung gehandelt werden. Dazu gehört, dass Unternehmen für Transparenz entlang der gesamten Wertschöpfungskette ihrer Produkte sorgen und fair ablaufende Prozesse sicherstellen. Weltweit gilt es, die regionale Erzeugung von ökologisch arbeitenden Landwirten zu fördern und die Ernährungssouveränität eines jeden Menschen zu achten. Für einen tragfähigen und gerechten Handel muss nicht zuletzt die Welthandelsorganisation umdenken.


Veranstaltungsreihe: 95 Thesen zur Reformation unserer Ernährung

4.9.2017 – Wenn Politik und Lebensmittelindustrie nicht umsteuern, müssen es die Verbraucher tun: Slow Food Deutschland e.V. und Misereor starten im Jubiläumsjahr von Luthers Reformation ihre Veranstaltungsreihe „95 Thesen für Kopf und Bauch“. Bundesweit sind darin Experten und Verbraucher bei insgesamt zehn Veranstaltungen eingeladen, zukunftsfähige Alternativen für unser Ernährungssystem zu diskutieren.

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CETA: Slow Food kritisiert EU-Parlament für Zustimmung zum Freihandelsabkommen

15.2.2017 – Heute wurde das umfassende Wirtschafts- und Freihandelsabkommen (CETA) zwischen der EU und Kanada trotz massiver Proteste der Öffentlichkeit vom Europäischen Parlament genehmigt. Das Abstimmungsergebnis wird von einem breiten Bündnis der Zivilgesellschaft kritisiert, das sowohl in Europa als auch in Kanada gegen das Abkommen eingetreten war.

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Gegen TTIP und CETA: Protest-Demos am 17. September

13.9.2016 - Das Organisationsbündnis TTIP unfair handelbar, STOP TTIP und Ceta sowie Slow Food und viele weitere Organisationen rufen zur Demonstration in sieben Städten auf – gegen die geplanten Handelsabkommen der EU mit den USA (TTIP) und Kanada (CETA).

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TTIP-Report: „Schlechter Deal für EU-Bäuerinnen und Bauern"

19.7.2016 - Zum Start der 14. TTIP-Verhandlungsrunde in Brüssel veröffentlichte der Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland (BUND) vergangene Woche einen Bericht, der die Auswirkungen des geplanten Transatlantischen Freihandelsabkommens auf die europäische Land­wirtschaft untersucht. Das Ergebnis: TTIP ist ein schlechter Deal für die EU-Landwirt­schaft.

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Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de