Themen

Aquakultur und Teichwirtschaft

Da die Meeresbestände immer mehr unter Druck geraten, steigt die Anzahl an Aquakulturen in Salz- und Süßwasser stetig. Für Slow Food ist die Aquakultur, wie sie heute gängigerweise betrieben wird, keine nachhaltige Alternative zur Überfischung der Meere.

Bienen und andere Bestäuber

Bienen und andere Bestäuber sind unabdingbar für die Lebensmittelerzeugung, denn etwa 80 Prozent der Wildpflanzen sind abhängig von Insektenbestäubung. Auch die Biene ist nicht nur für unseren Honig unverzichtbar, sondern verantwortlich für die Erzeugung von rund einem Drittel unserer Nahrungsmittel.

Biokulturelle Vielfalt

Slow Food engagiert sich für den Schutz zukunftsfähig erzeugter Lebensmittel, für bäuerliche und handwerkliche Anbau- und Verarbeitungstechniken sowie für die Bewahrung von biologischer Vielfalt auf dem Acker, der Weide, im Garten und im Stall. Die Vielfalt an regionalen Tierrassen und Pflanzensorten schützt unsere Ökosysteme, unsere Ernährungskulturen und den Geschmacksreichtum auf unseren Tellern. An regionale klimatische Bedingungen und Bodenverhältnisse angepasste Sorten und Rassen ermöglichen außerdem eine Landwirtschaft, die ohne Kunstdünger, Herbizide und künstliche Bewässerung auskommt. Ein lebendiger Genpool ist nötig, um Nutzpflanzen und Tiere weiter züchten zu können, nicht zuletzt vor dem Hintergrund von Klimawandel und wachsender Weltbevölkerung.

Boden

Der Boden ist als Grundlage der Landwirtschaft unendlich wichtig, denn weit über 90 Prozent aller Nahrungsmittel entstehen im, auf oder durch den Boden unter unseren Füßen.

Ernährungssouveränität

Entwickelt wurde der Begriff der Ernährungssouveränität erstmalig von der internationalen Kleinbauern- und Landarbeiterbewegung Via Campesina im Rahmen des Welternährungsgipfels 1996 in Rom. Ausgangspunkt war die Forderung nach einer selbstbestimmten Produktion von Lebensmitteln und damit der Zugang zu Land.

Fischerei

Fisch ist als leichtes, gesundes und geschmackvolles Lebensmittel sehr beliebt. Und das zu Recht. Doch ist der Fischhunger der wohlhabenden Länder auf ein ungesundes Maß angestiegen. Gestillt wird er von einer intensiven Fischindustrie, die nicht im Einklang mit den maritimen Ökosystemen wirtschaftet, Meere leer fischt, Menschen im globalen Süden einer ihrer wichtigsten Quellen für tierisches Eiweiß beraubt und die Existenz handwerklich arbeitender Fischer bedroht. Zeit, das Ruder herumzureißen. Kleinfischer sind ein bedeutender Bestandteil fragiler Ökosysteme, die genauso geschützt werden müssen wie die Artenvielfalt an Meereslebewesen und Süßwasserfischen.

Genuss und Wertschätzung

Der Genuss von Lebensmitteln steht bei Slow Food mit im Vordergrund, denn Essen soll nicht nur satt machen, sondern auch gut schmecken und mit allen Sinnen Freude machen: Essen sollte nähren und nicht nur ernähren.

Gerechter Welthandel

Das Netzwerk gerechter Welthandel widmet sich handelspolitischen Themen und speziell geplanten Handelsabkommen der EU mit anderen Staaten. Dazu gehören CETA, TTIP, Mercosur und einige mehr. Hier geht es zur aktuellen Website des Bündnisses: www.gerechter-welthandel.org

Gesunde Ernährung

Gesunde Ernährung ist gesellschaftlich ein großes Thema. Wir sind umgeben von wechselnden Ernährungsempfehlungen und -trends. Das Interesse an gesunder Ernährung ist sowohl bei vielen Verbraucher*innen als auch bei Politik und Wirtschaft sehr groß. Entsprechend vielfältig und mitunter irreführend sind die Informationen über Zusammenhänge von Gesundheit und Ernährung. Die meisten Ratschläge und Gesundheitsstrategien sind dabei ganz auf individuelles Wohlergehen fixiert. Sie reduzieren den Blick auf einzelne Lebensmittel und ihre Inhaltsstoffe, also auf die Produktqualität. Wie es bei Erzeugung, Weiterverarbeitung und Handel um die Gesundheit des Planeten steht, wird ausgeblendet. Dabei ist die Gesundheit des Planeten eine der wesentlichsten Voraussetzungen für die Gesundheit aller. Deswegen schlägt Slow Food eine andere Beziehung von Gesundheit und Ernährung vor und ein radikales Neu-Denken des Gesundheitsbegriffs.

Klimawandel und Ernährung

Der Klimawandel wird zu einem immer drängenderen Problem für die Menschheit. Auch im Kontext von Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion sind Klimaveränderungen ein längst erkanntes, zentrales Problem.

Land Grabbing

Unter Land Grabbing versteht man die Aneignung von Agrarland im großen Stil aus spekulativen oder großindustriellen Interessen heraus. Der Erwerb des Landes kann sowohl staatlich als auch privat erfolgen und wird oft mit zweifelhaften Methoden durchgesetzt.

Lebensmittelerzeugung und -konsum

Die Art und Weise, wie heute weltweit Landwirtschaft betrieben wird, sowie unsere Lebensmittel produziert und konsumiert werden, wirkt sich auf Menschen und Tiere ebenso aus wie auf die biokulturelle Vielfalt und die Umwelt – im vorherrschenden industriellen, auf Standardisierung und auf Profit ausgelegten System zumeist leider negativ.

Lebensmittelqualität

Die Qualität unseres Essens ist ein zentrales Thema für Slow Food. Dreimal am Tag, bei jeder Mahlzeit, treffen wir Entscheidungen mit weitreichenden Konsequenzen.

Lebensmittelverschwendung

Das enorme Ausmaß an Lebensmittelverschwendung ist sowohl aus moralisch-ethischer als auch aus ökologischer Sicht nicht vertretbar. Ihren Ursprung nimmt sie in unserem industriellen Lebensmittelsystem, welches billig und auf Masse produziert und damit Verschwendung in Kauf nimmt. Daher engagieren wir uns schon seit mehreren Jahren, um gegen dieses Problem vorzugehen. Dies tun wir mit öffentlichen Aktionstagen, Bildungsveranstaltungen für Kinder und Erwachsene sowie Informationsmaterialien.

Milchvielfalt

Slow Food setzt sich dafür ein, die Geschmäcker und die Zusammensetzung verschiedener Milchen und Milcherzeugnisse zu erhalten. Deswegen nutzt der Verein bewusst den Plural für Milch. Sie sind so vielgestaltig wie die Tierarten (Rind, Schaf, Ziege, Pferd, Kamel, Rentier), Rassen, Herkunft, Haltung und Fütterung sowie Verarbeitungsweise. All das, d.h. Haltungsform, Futter sowie der Verarbeitungsgrad von Milch wirken sich massiv auf den Geschmack sowie auf Umwelt und Klima aus.

Saatgut

Die Industrialisierung unseres Lebensmittelsystems und die Privatisierung von Saatgut hat dazu geführt, dass es immer weniger samenfestes Saatgut gibt. Ein Blick in deutsche Supermarktregale spiegelt diese Einfalt wider. Selbst bei regionaltypischen Kulturpflanzen wie Kartoffeln und Äpfeln ist die Auswahl auf wenige, standardisierte Sorten des internationalen Handels beschränkt.

Solidarische Landwirtschaft

Essen ist ein landwirtschaftlicher und politischer Akt. Gut und gesund essen können wir nur, wenn die Menschen, die diese guten und echten Lebensmittel produzieren, von ihrer Arbeit leben können.

Tiere in der Landwirtschaft

Nach Daten der Welternährungsorganisation FAO sind Tiere für gut eine Milliarde Menschen die wichtigste Quelle für Einkommen, Essen, kulturelle Identität und sozialen Status.

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