Schulprojekt Iss Fair-netzt!

Iss Fair-Netzt! ist ein außerschulisches Bildungsprojekt der Slow Food Deutschland gemeinnützigen UG, das Jugendliche der Jahrgangsstufen 7-13 an Prozesse und Zusammenhänge der Lebensmittelproduktion heranführt. Das Angebot richtet sich an Schüler und Schülerinnen der Sekundarstufe in Berlin.

Schulprojekt Iss Fair-Netzt!

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Das Slow-Food-Bildungsprojekt Iss Fair-Netzt! möchte der durch die Lebensmittelindustrie begünstigten zunehmenden Entfremdung der Verbraucher von Lebensmitteln und deren Herstellungsprozessen entgegenwirken. In unseren Supermärkten steht zwar zu jeder Jahreszeit eine unüberschaubare Auswahl an Lebensmitteln zur Verfügung, doch vor allem jungen Verbraucherinnen und Verbrauchern wird wenig Wissen zu einzelnen Lebensmitteln und ihrer Herkunft sowie zu den komplexen globalen Zusammenhängen moderner Nahrungsmittelproduktion vermittelt. Dass selbst in Deutschland viele Landwirte kaum kostendeckend wirtschaften können und Kleinbauern in den Ländern des globalen Südens unter Mangelernährung leiden, bleiben meist ebenso abstrakte und isolierte Informationen wie der Hinweis auf das Verschwinden traditioneller Lebensmittelhandwerker aus unseren Städten.

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Grundwissen über die Prozesse in der Lebensmittelwertschöpfungskette

Iss Fair-Netzt! bereitet Zusammenhänge und Prozesse des Lebensmittelmarktes erlebnispädagogisch und leicht verständlich für Jugendliche auf und bettet diese in den regionalen Kontext ein. Vor allem durch Besuche bei Lebensmittelakteuren entlang lokaler Wertschöpfungsketten soll eine greifbare Nähe zu Erzeugungsprozessen ermöglicht werden. Dazu begeben sich die Teilnehmer an Aktionstagen in die Backstube, ins Restaurant oder in die Markthalle, um zum Beispiel einen Einblick in die gesamte Wertschöpfungskette von Brot zu erhalten − vom Getreide bis hin zum handwerklich erzeugten Endprodukt. Dabei erfahren die Schüler unmittelbar, wie ihr Konsum die eigene Lebenswelt verändert und welche Konsequenzen sich daraus für die biokulturelle Vielfalt in ihrer Region ergeben. Zugleich lernen sie die Eingebundenheit lokaler Produktion in globale Zusammenhänge kennen und reflektieren, was eine effiziente und nachhaltige Wertschöpfungskette auszeichnet.

Hauptlernbereiche des Projektes Iss Fair-Netzt!:

  • Wir organisieren Besuche bei Lebensmittelakteuren einer Wertschöpfungskette (wie z.B. Brot oder Milch) und verbinden diese mit einer fundierten ernährungspädagogischen Vor- und Nachbereitung im Klassenzimmer
  • Wir erklären die Zusammenhänge zwischen einzelnen Akteuren und ermöglichen so eine direkte Erfahrung des globalen Nahrungsmittelsystems anhand von lokalen Beispielen
  • Wir zeigen konkrete Handlungsoptionen für einen verantwortungsbewussten und zukunftsfähigen Konsum in der Region auf
  • Wir befähigen die Schüler, Dynamiken des Weltmarktes für Lebensmittel nachzuvollziehen und mit mehrdimensionalen Betrachtungsweisen einer komplexen Ernährungswelt umzugehen
  • Wir vermitteln eine verloren gegangene Wertschätzung für Lebensmittel und für die handwerklichen Berufe entlang der Lebensmittelkette
  • Wir stärken analytische Kompetenzen, damit Jugendliche bestehende Probleme der gegenwärtigen Nahrungsmittelproduktion identifizieren können – und sich ausgehend von der lokalen Ebene mit globalen Konsequenzen des eigenen Handelns auseinandersetzen
  • Bei den Aktionstagen sollen die Schüler auch ganz hautnah an die praktischen Prozesse der Lebensmittelproduktion herangeführt werden, indem sie lernen, selbst Hand anzulegen und zum Beispiel Brot zu backen
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In der Pilotphase ab März 2017 stehen die Lebensmittelketten von Milch und Brot im Fokus.

Ansprechpartner:
Dr. Andreas Fischer
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Tel. (0 30) 2 00 04 75-14

Mehr Informationen:
Flyer als PDF herunterladen

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Titelbild: © Manuel Hilscher