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Demnächst neue Ausgabe 2019/20: Der Slow Food Genussführer Deutschland

 

Ab 1. Oktober 2018 im Buchhandel erhältlich:

Der Slow Food Genussführer Deutschland 2019/2020

Ab 01.10.2018 wird der neue Slow Food Genussführer Deutschland - diesmal mit den Jahreszahlen 2019/2020 - erhältlich sein. Die Vorsitzende von Slow Food Deutschland, Ursula Hudson schreibt dazu in ihrem Geleitwort:

"Kinder, wie die Zeit vergeht! Man muss nur hinschauen, dann erblickt man auf dem Buchcover unseres neuen prächtigen Genussführers die Zahl 2020. Bis 2020 wird Ihnen dieses Buch als kulinarischer Kompass den Weg zu den „Guten“ weisen, zu Restaurants, Wirtschaften und Weinstuben, die uns am Herzen liegen und die Ihnen hoffentlich gefallen werden. 2020 – eine magische Zahl! Viele politische und gesellschaftliche Zielvorgaben hatten genau dieses Jahr 2020 im Visier. Bis dahin sollte alles besser werden, nachhaltiger, sauberer, gesünder! Ersparen wir uns den Hinweis, dass die Zielvorgaben meist nicht eingehalten werden, egal ob beim Klima, bei der Elektromobilität oder Energiewende. Wir hinken immer ein wenig lustlos hinterher. Umso mehr freut es mich, dass wir mit dem Genussführer voll im Plan sind und ein Stück vorausgehen; dass wir mit dieser Ausgabe einen regelmäßigen Zwei-Jahres-Rhythmus etabliert und eingehalten haben. Mit der inzwischen vierten Ausgabe ist der Genussführer den Kinderschuhen entwachsen. Er hat sich einen festen Platz im kulinarischen Buchregal erobert. Womöglich hat er sich sogar auf den Weg gemacht, eine gastronomische Institution zu werden – als Restaurantführer von unten, mit den etwas anderen Beurteilungskriterien. Sie wissen ja: Uns interessiert im Zweifelsfall mehr, wie das verarbeitete Rindvieh gehalten wurde, als die Haselnuss-Note im vierten Glied beim raffinierten Zwischengang."

Weitere Einzelheiten zu Buchumfang, Preis ind ISBN unter:

https://www.oekom.de/nc/buecher/vorschau/buch/slow-food-genussfuehrer-201920.html


Slow Food Deutschland e.V. (Hrsg.)
Slow Food Genussführer Deutschland 2019/2020

Erscheint im Oekom-Verlag, München


Neu im Genussführer: ABC der regionalen Spezialitäten

Wissen Sie, liebe Leser, was Bauchstechala sind? Ein mittelalterliches Folterinstrument? Oder Geräisde? Oder ein Holsteiner Mehlbüddel? Oder haben Sie schon einmal von der Höri-Bülle gehört? Oder gar von Nonnafürzle? Falls nicht, finden Sie die Erklärung dieser seltsamen Ausdrücke im Anhang des letzten Genussführers 2017/2018. Dort haben wir ab S. 571 in einem „ABC der regionalen Spezialitäten“ alle aus den Speisekarten zitierten mundartlichen Spezialbegriffe zusammengetragen. So ist ein kleines Kompendium der regionalen Köstlichkeiten entstanden, das wir künftig weiter ausbauen wollen.

Rund 50 Appetitshäppchen aus dem ABC können Sie hier nachschmecken: Zur Kostprobe

Übrigens: Auch der neue Genussführer 2019/2020, der im Oktober 2018 erscheint, wird ein stark erweitertes "ABC" beinhalten.


Das Genussführer-Siegel

So sieht das Siegel aus, mit dem Slow Food jährlich auf´s Neue diejenigen Gastronomen auszeichnet, die nach Slow Food Kriterien arbeiten und deshalb eine Aufnahme in den Slow Food Genussführer geschafft haben. Hierbei überwachen unsere örtlichen Testgruppen, ob sich der Wirt auch im neuen Jahr das Slow Food-Siegel wieder verdient hat.

Achten Sie deshalb an der Gasthaustüre auf die rote Schnecke!


PS: Ihre Meinung ist uns wichtig!
Wie hat Ihnen das empfohlene Lokal gefallen? Wie hat es Ihnen dort geschmeckt? Was ist Ihnen aufgefallen? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke, Kritik oder Anregungen per E-Mail an genussfuehrer-kommission@slowfood.de


Die Genussführer-Kriterien

Wir werden immer wieder nach den Kriterien für die Aufnahme in den Genussführer gefragt.

Der Slow Food-Genussführer ist ein Projekt von Slow Food Deutschland. Im Genussführer werden ausschließlich Gastronomiebetriebe mit regionaler Küche empfohlen, die den Slow Food-Prinzipien entsprechen. Slow Food Deutschland testet deshalb bundesweit Lokale mit regionaler Küche nach einheitlichen Vorgaben.

Wir distanzieren uns mit dem Slow Food-Genussführer bewusst von herkömmlichen Gourmet-Konzepten. Wir betreiben keine Restaurantkritik im klassischen Sinne, sondern wir verfolgen mit dem Genussführer konkrete Ziele im Sinne der Slow Food-Bewegung. Es geht uns deshalb auch um etwas grundlegend anderes als der traditionellen Restaurantkritik: Mit dem Slow Food-Genussführer hat sich eine neue Form der Restaurantkritik etabliert. Geschmack, Textur und Komposition einzelner Speisen, woran sich herkömmliche Restaurantkritiker ausschließlich abarbeiten, sind nicht mehr allein entscheidend. Wichtiger ist vielmehr, ob die gesamte Richtung stimmt: gut, sauber, fair, regional, saisonal, frisch, authentisch und preiswert. Damit wird die Restaurant-Kritik jedoch auf ein neues Gleis gesetzt. Es geht bei der Beurteilung von Gasthäusern eben nicht allein um den reinen Gaumenkitzel, wie dies von der traditionellen Restaurantkritik leider noch immer häufig so gesehen wird. Wir versuchen vielmehr, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen. Wir wollen die Speise auf dem Tisch in ihrem Kontext sehen, inklusive aller ihrer Beziehungen zu Produzenten, zu kulinarischen Traditionen, zu Verarbeitungstechniken. Wenn sich Restaurantkritik allein darauf beschränkt, Geschmack und Zusammenspiel der Speisen zu beschreiben, dann ist sie aus unserer Sicht wertlos und nicht mehr zeitgemäß. Es geht uns somit um nicht weniger als um die Begründung und Förderung einer neuen Gastronomie.

Diese „neue Kultur des Essens“ verbindet auf innovative Art und Weise den Genuss von Speisen und Getränken

► mit der Sauberkeit und Nachhaltigkeit der Grundstoffe und Herstellungsweisen,

► mit Transparenz in den Beziehungen zwischen Erzeugern, Händlern und Köchen,

► mit dem fairen und schonenden Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt,

► mit dem Wissen um handwerkliche Traditionen in der Küche, auf der Weide und auf dem Acker,

► mit der Erhaltung der traditionellen Rezepturen und der Bewahrung der Artenvielfalt in der Natur,

► mit der innovativen Weiterentwicklung der regionalen Gerichte unter Beibehaltung ihres grundsätzlichen Geschmacksbildes auf der Grundlage einer ganzheitlichen Betrachtungsweise.

Aus all diesen Gründen wollen wir keinen weiteren Restaurantführer im üblichen Sinne verfassen, sondern wünschen uns, dass wir vor allem mit dem Genussführerbuch eine Bewegung anstoßen, die so manchem Wirt und Koch Mut macht, sich auf die Grundsätze einer Küche zu besinnen, die schmeckt, weil sie den Slow Food-Kriterien des „gut, sauber und fair“ folgt.

Mit Hilfe von örtlichen Testgruppen durchforstet Slow Food deshalb die Küchenlandschaft hierzulande und zeigt mit dem Genussführer: Es gibt sie, die gute und saubere Regionalküche! Dabei testen unsere Mitglieder vor Ort strikt ehrenamtlich und ohne Spesenbudget. Nur so bleiben Unparteilichkeit und der kritische Blick auf das Dargebotene garantiert. Die Arbeit der lokalen Testgruppen wird von der Genussführer-Kommission koordiniert. Diese ist der Herausgeber des Slow Food-Genussführers als Buch, der derzeit im oekom Verlag, München bereits in der 3. Ausgabe erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.


Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de