Genussführer

Neue Ausgabe 2019/20: Der Slow Food Genussführer Deutschland

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Seit 1. Oktober 2018 im Buchhandel erhältlich:

Der Slow Food Genussführer 2019/2020

Seit 01.10.2018 ist der neue Slow Food Genussführer Deutschland - diesmal mit den Jahreszahlen 2019/2020 - im Buchhandel erhältlich. Im Vorwort der neuen Ausgabe heißt es:

"Von Aachen bis Zossen, von Amrum bis Oberstdorf finden Sie in dieser vierten Ausgabe des Genussführers genau 548 Lokalitäten versammelt, in denen Gewähr für einen genussvollen Besuch geboten wird. Und dass sich Genuss nicht allein im Gaumenkitzel niederschlägt, sondern viele Dimensionen hat, von denen Regionalität, Frische, Saisonalität, Authentizität, Transparenz bei den Grundstoffen, Nachhaltigkeit, Tierwohl und Gastfreundschaft nur die wichtigsten sind, ist schon seit langem unser Credo. Ich hoffe, dass unser Buch diese Grundgedanken Seite für Seite wiederspiegelt und wünsche Ihnen möglichst viele schöne Stationen auf Ihrer Genussreise quer durch die deutschen Regionen."


Slow Food Genussführer 2019/2020

Erschienen im Oekom-Verlag, München

ISBN 978-3-96328-057-1,  28,00 €

Weitere Einzelheiten unter:

Ein Highlight im Genussführer: ABC der regionalen Spezialitäten

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Wissen Sie, liebe Leser, was Bauchstechala sind? Ein mittelalterliches Folterinstrument? Oder Geräisde? Oder ein Holsteiner Mehlbüddel? Oder haben Sie schon einmal von der Höri-Bülle gehört? Oder gar von Nonnafürzle? Falls nicht, finden Sie die Erklärung dieser seltsamen Ausdrücke im Vorspann des neuen Genussführers 2019/2020. Dort haben wir ab S. 60 in einem „ABC der regionalen Spezialitäten“ alle aus den Speisekarten zitierten mundartlichen Spezialbegriffe zusammengetragen. Auf diese Weise ist ein kleines Kompendium der regionalen Köstlichkeiten entstanden, das wir auch künftig weiter ausbauen wollen. Begonnen in der Vorausgabe 2017 des Slow Food-Genussführers wurde das ABC bereits um etliche neue Stichwörter ergänzt und einzelne Artikel mit zusätzlichen Informationen z.T. stark erweitert.

Rund 50 Appetitshäppchen aus dem ABC können Sie hier nachschmecken: Zur Kostprobe

Das Genussführer-Siegel

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So sieht das Siegel aus, mit dem Slow Food jährlich auf´s Neue diejenigen Gastronomen auszeichnet, die nach Slow Food Kriterien arbeiten und deshalb eine Aufnahme in den Slow Food Genussführer geschafft haben. Hierbei überwachen unsere 69 örtlichen Testgruppen, ob sich der Wirt auch im neuen Jahr das Slow Food-Siegel wieder verdient hat.

Achten Sie deshalb an der Gasthaustüre auf die rote Schnecke!


PS: Ihre Meinung ist uns wichtig!
Wie hat Ihnen das empfohlene Lokal gefallen? Wie hat es Ihnen dort geschmeckt? Was ist Ihnen aufgefallen? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke, Kritik oder Anregungen per E-Mail an Z2VudXNzZnVlaHJlci1rb21taXNzaW9uQHNsb3dmb29kLmRl

Die Genussführer-Kriterien

Wir werden immer wieder nach den Kriterien für die Aufnahme in den Genussführer gefragt.

Der Slow Food-Genussführer ist ein Projekt von Slow Food Deutschland. Im Genussführer werden ausschließlich Gastronomiebetriebe empfohlen, die den Slow Food-Prinzipien entsprechen. Slow Food Deutschland testet deshalb bundesweit Lokale mit regionaler Küche nach einheitlichen Vorgaben.

Wir distanzieren uns mit dem Slow Food-Genussführer bewusst von herkömmlichen Gourmet-Konzepten. Wir betreiben keine Restaurantkritik im klassischen Sinne, sondern verfolgen mit dem Genussführer konkrete Ziele im Sinne der Slow Food-Bewegung. Es geht uns deshalb auch um etwas grundlegend anderes als der traditionellen Restaurantkritik: Mit dem Slow Food-Genussführer hat sich eine neue Form der Restaurantkritik etabliert. Geschmack, Textur und Komposition einzelner Speisen, woran sich herkömmliche Restaurantkritiker ausschließlich abarbeiten, sind nicht mehr allein entscheidend. Wichtiger ist vielmehr, ob die gesamte Richtung stimmt: gut, sauber, fair, regional, saisonal, frisch, authentisch und preiswert. Damit wird die Restaurant-Kritik jedoch auf ein neues Gleis gesetzt. Es geht bei der Beurteilung von Gasthäusern eben nicht allein um den reinen Gaumenkitzel. Wir versuchen vielmehr, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen. Wir wollen die Speise auf dem Tisch in ihrem Kontext sehen, inklusive aller ihrer Beziehungen zu Produzenten, zu kulinarischen Traditionen, zu Verarbeitungstechniken. Wenn sich Restaurantkritik allein darauf beschränkt, Geschmack und Zusammenspiel der Speisen zu beschreiben, dann ist sie aus unserer Sicht wertlos und nicht mehr zeitgemäß. Es geht uns deshalb um nicht weniger als um die Begründung und Förderung einer neuen Gastronomie.

Diese „neue Kultur des Essens“ (Carlo Petrini, Internationaler Präsident von Slow Food) verbindet auf innovative Art und Weise den Genuss von Speisen und Getränken

► mit der Sauberkeit und Nachhaltigkeit der Grundstoffe und Herstellungsweisen,

► mit Transparenz in den Beziehungen zwischen Erzeugern, Händlern und Köchen,

► mit dem fairen und schonenden Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt,

► mit dem Wissen um handwerkliche Traditionen in der Küche, auf der Weide und auf dem Acker,

► mit der Erhaltung traditioneller Rezepturen und der Bewahrung der Artenvielfalt in der Natur,

► mit der innovativen Weiterentwicklung traditioneller Gerichte unter Verwendung sauberer Regionalprodukte.

Aus all diesen Gründen wollen wir keinen weiteren Restaurantführer im üblichen Sinne verfassen, sondern wünschen uns, dass wir mit dem Genussführer eine Bewegung anstoßen, die so manchem Wirt und Koch Mut macht, sich auf die Grundsätze einer Küche zu besinnen, die schmeckt, weil sie den Slow Food-Kriterien des „gut, sauber und fair“ folgt.

Mit Hilfe von derzeit 69 örtlichen Testgruppen und deren über 500 Testern durchforstet Slow Food deshalb die Küchenlandschaft hierzulande und zeigt mit dem Genussführer: Es gibt sie, die gute und saubere Regionalküche! Dabei testen unsere Mitglieder vor Ort strikt ehrenamtlich und ohne Spesenbudget. Nur so bleiben Unparteilichkeit und der kritische Blick auf das Dargebotene garantiert. Die Arbeit der lokalen Testgruppen wird von der Genussführer-Kommission koordiniert. Diese ist der Herausgeber des Slow Food-Genussführers, der im oekom Verlag, München bereits in der 4. Ausgabe erschienen und im Buchhandel erhältlich ist.

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