Aktuelles

Interview: Teure, billige Lebensmittel

24.9.2018 – Im Juni erschien die neue Studie der Forschungs-Initiative "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB), gefördert durch das UN-Umweltprogramm (Unep). Ihr voraus ging die Erkenntnis, dass unsere Art, Lebensmittel zu produzieren und zu konsumieren enorme Kosten für Umwelt und Gesundheit verursachen. Diese aber werden bislang weder berechnet noch abgebildet. Rund 150 Experten aus 33 Ländern gingen diesen »versteckten« Kosten in einer zweieinhalbjährigen Arbeit nach. Vorgestellt haben sie jetzt einen grundlegend neuen Bewertungsrahmen für unser Lebensmittelsystem. Sarah Niehaus sprach darüber mit Alexander Müller, dem Leiter der Studie.

Studie: Ladenpreis – wahrer Preis? Oder: Was kosten uns Lebensmittel wirklich?

21.9.2018 – Wissenschaftler der Universität Augsburg haben am Dienstag die Ergebnisse der Studie „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich?“ vorgestellt. Diese von Tollwood und der Schweisfurth Stiftung in Auftrag gegebene Studie evaluiert verursachergerecht externe Kosten der deutschen Landwirtschaft. Konkret entlarvt sie die „versteckten Kosten“, die durch drei maßgebliche Umweltbelastungen – Stickstoff, Treibhausgas-Emissionen und Energieverbrauch – bei der Produktion von Lebensmitteln entstehen, derzeit aber nicht in die Marktpreise für Lebensmittel einbezogen werden.

Slow Food Kolumne: Der nächste Sommer kommt bestimmt

20.9.2018 - Ein Jahr der katastrophale Dürre auf den Äckern: Der Klimawandel trifft seine Verursacher in der Landwirtschaft. Jetzt sollen Steuergelder die Folge einer seit Jahrzehnten fehlgeleiteten Agrarpolitik ausgleichen. Absurd. Ein Kommentar von Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland.

Slow Food begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu neuen Gentechnikmethoden

26.7.2018 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 25. Juli 2018 entschieden, dass alle Organismen als gentechnisch veränderte Organismen anzusehen sind, die durch klassische Mutagenese-Technik sowie durch neue Gentechnikmethoden erzeugt wurden. Somit fallen neue Gentechnikmethoden wie das Genome Editing mit CRISPR/Cas9 unter das Gentechnikrecht und unterliegen denselben Sicherheitskontrollen wie GVO. Slow Food begrüßt das Urteil des EuGH, da Lebensmittel und andere Produkte, die durch diese Techniken entstanden sind, künftig gekennzeichnet werden müssen und die Wahlfreiheit von Verbrauchern, sich beim Einkauf bewusst für oder gegen GVO zu entscheiden, geschützt wird.

95 Thesen für Kopf und Bauch: Abschluss der Veranstaltungsreihe

24.7.2018 – Zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „95 Thesen für Kopf und Bauch“ von Slow Food Deutschland und Misereor fand am 12. Juli im Misereor-Innenhof in Aachen eine Gesprächsrunde zum Thema "Visionen für eine Ernährungspolitik für morgen" statt. Anschließend wurde der Film „Voices of Transition“ gezeigt. Etwa 40 Menschen waren der Einladung gefolgt. Ursula Hudson (Slow Food), Pirmin Spiegel (Misereor) und Alexandra Kessler (Vorstandsmitglied urbane Gemeinschaftsgärten Aachen e.V.), merkten schnell, dass sie ein gemeinsames Ziel antreibt: eine Ernährungswende, hin zu einem bewussten, fairen, nachhaltigen Konsum und Umgang mit unseren Lebensmitteln. Von Corinna Würzberger, Misereor.

Slow Food fordert Nachbesserung des Reformvorschlags zur Gemeinsamen EU-Agrarpolitik

6.7.2018 – Am 1. Juni 2018 hat die Europäische Kommission den Gesetzesvorschlag für die Reform der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) vorgestellt, der die Grundlage für die europäische Landwirtschaft von 2021 bis 2027 sein soll. EU-Landwirtschaftskommissar Phil Hogan nannte den politischen Entwurf „ehrgeizig, ausgewogen und realistisch". Slow Food hat den Text vorab unter die Lupe genommen und sieht darin einen weniger ambitionierten Ansatz. Dem neuen Gesetzesvorschlag fehlt der Ehrgeiz, den Weg zu einem zukunftsfähigen Lebensmittelsystem zu ebnen, und er überträgt den Mitgliedstaaten die Verantwortung für die Zukunft der europäischen Landwirtschaft, vor allem was soziale und ökologische Ziele angeht.

Europäische Agrarpolitik: Drei Fragen an Marta Messa

4.7.2018 – Marta Messa leitet das Slow-Food-Büro in Brüssel und war als Referentin beim Treffen der Slow Food Youth Akademie (SFYA) zum Thema Europäische Agarpolitik dabei. Elia Carceller, Koordinatorin der SFYA bei Slow Food Deutschland, sprach mit ihr über die negativen Auswirkungen der aktuellen Gemeinsamen Europäischen Agrarpolitik, über notwendige Änderungen im Sinne der Slow-Food-Philosophie und die Möglichkeiten der Zivilgesellschaft, auf die Politik Einfluss zu nehmen.

Tierhaltung in Deutschland: Antibiotika ohne Ende?

25.07.2019 - Laut neuen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums konnte der Einsatz von Antibiotika bei landwirtschaftlichen Nutztieren von 2014 bis 2017 um gut ein Drittel reduziert werden. Ausnahme sind die Masthühnern und Mastputen, auf die allein rund die Hälfte der Gesamtmenge an Reserveantibiotika fällt. Dazu Rupert Ebner, SFD-Vorstandsmitglied: „Sowohl die Ergebnisse als auch die politischen Konsequenzen sind für Slow Food alarmierend. Haltungsbedingungen, die den systematischen Einsatz von Antibiotika erfordern sind nicht zukunftstauglich“.

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