Aktuelles

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“
(c) David Peacock
Als David Peacock 2011 seinen Erdhof Seewald in Mecklenburg Vorpommen bezog, sagten ihm alle: Da kannst du keine Landwirtschaft betreiben. Und David Peacock sagte: doch. Er sollte recht behalten.Heute betreiben David Peacock und seine zwei festen Mitstreiter*innen dort im Nordosten auf 111 Hektar nicht nur einen Bauernhof, sondern einen vorbildlichen Betrieb. Wo früher nur Kühe Milch gaben, tummeln sich heute Rinder, Schweine und Hühner, wachsen Kartoffeln, Getreide und Gemüse, leben wilde Kräuter, Insekten und Pflanzen. Gelebte Vielfalt eben, oder wie David Peacock sagen würde: Der Grund, warum sein Erdhof überhaupt noch existiert.

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht
(c) Slow Food
Mehr Wertschätzung für Landwirte, Bereitschaft zu faireren Preisen, Unterstützung regionalen Lebensmittelhandwerks: Verbraucher*innen können aktiv den Wandel zu einer besseren Lebensmittelwelt vorantreiben. Am Ende braucht es aber politische Unterstützung – und die fällt zu unentschlossen aus, zeigt ein politisches Werkstattgespräch von Slow Food Deutschland und dem Institut für Welternährung.

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche
(c) Annette Braun-Lüllemann
Der neue Arche-Passagier von Slow Food setzt sich aus 38 Süß-, vier Sauer- und vier Bastardkirschen zusammen. Gemeinsam ist ihnen ihre Heimat: Das Obere Mittelrheintal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die alten Kirschsorten umfassen eine Vielfalt in Form, Größe, Festigkeit sowie Farbe und Geschmack, die in Supermärkten sowie an den meisten Straßenverkaufsständen heute nicht mehr zu finden ist. Sie eignen sich für den Frischverzehr ebenso wie für alle Arten der Verarbeitung für Marmeladen, Liköre oder Säfte, in Balsamico als Begleiter für herzhaften Speisen oder als Kuchenzutat. Mit der Aufnahme in die Arche möchte Slow Food diese Vielfalt für Mensch und Natur erhalten.

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen
(c) Marion Hunger
Zum Tag der nachhaltigen Gastronomie (18.6.) verweist Slow Food Deutschland (SFD) auf die zentrale Bedeutung der Gastronomie für die Transformation unseres Ernährungssystems. Der Verein appelliert an Politik und Verbraucher*innen, Gastronom*innen zu unterstützen, die sich in fairen regionalen Netzwerken engagieren und lokale Märkte stärken. Zukunftsfähig arbeitende Chefs und Chefinnen sind mehr als Zubereiter*innen von Mahlzeiten. Sie sind Botschafter*innen für ein faires Lebensmittelsystem, ob in Restaurant, Kantine oder Mensa. Viele von ihnen sind kulinarisch und politisch bei Slow Food beheimatet: in der Köch*innen-Vereinigung Chef Alliance sowie im Genussführer.

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen
(c) Slow Food
Spargel und Erdbeeren gehören für viele Menschen im Juni unbedingt auf den Tisch. Doch die Ernte wird traditionell von Saisonarbeiter*innen erledigt, die oft schlecht bezahlt und untergebracht sind. Die Slow Food Youth befasste sich in einem Online-Kochkurs mit den bestehenden Zuständen – und mit Verbesserungsvorschlägen.

Neue App des Slow Food Genussführers ebnet Weg zur nachhaltigen Gastronomie

Neue App des Slow Food Genussführers ebnet Weg zur nachhaltigen Gastronomie
(c) www.meerfreiheit.com
20.05.2021 - Der beliebte Slow Food Genussführer ist ab sofort auch digital verfügbar. Die App stellt mehr als 500 Gasthäuser und Restaurants vor, die die Slow-Food-Prinzipien „gut, sauber, fair“ tagtäglich umsetzen. Sie steht zum Download im Apple AppStore und dem Google Play Store bereit und kann in verschiedenen Abo-Modellen bezogen werden. Mit Lockerung der Corona-Maßnahmen eröffnen in weiteren Regionen Deutschlands (außen)gastronomische Angebote. Die App von Slow Food Deutschland macht es Verbraucher*innen einfach, zukunftsfähig arbeitende Gastronom*innen mit ihrem Besuch zu unterstützen.

Die Kunst des Weglassens: großes Interesse und intensive Diskussionen beim Workshop Naturwein

Die Kunst des Weglassens: großes Interesse und intensive Diskussionen beim Workshop Naturwein
(c) Sebastian Strehlau
Mehr als 440 Teilnehmende auf Zoom und per Live-Stream auf YouTube probierten gemeinsam mit vier Bio-Winzer*innen ihre Naturweine und beteiligten sich angeregt an der Diskussion über die Aromen und die Herstellung von Naturwein sowie das Weglassen von Schwefel und allerhand anderen Eingriffen im Keller. Slow Food Deutschland und der Bundesverband ökologischer Weinbau ECOVIN luden für den 16. April 2021 dazu ein, die Welt der lebendigen Weine zu entdecken. Susanne Salzgeber, Sommelière und freie Autorin in Berlin und Ulrich Amling, Kulturredakteur und Weinexperte des Tagesspiegels führten durch den Abend und erhielten dabei kulinarische Unterstützung von Martin Wurzer-Berger, dem Leiter der Weinkommission von Slow Food Deutschland.

Winzerinnen-Weine zum Weltfrauentag

Winzerinnen-Weine zum Weltfrauentag
(c) Slow Food Deutschland
Die Weinwelt wird weiblicher und ökologischer. Davon konnten sich über 1000 interessierte Weingenießer*innen beim Online-Tasting zum 100. Weltfrauentag am 8. März live überzeugen. Sechs Frauen in Führungspositionen in einer immer noch von Männern dominierten Weinwelt präsentierten sechs Weine und berichteten von ihren Weinen und ihren Erfahrungen als Frau und Chefin.

Am Anfang steht das Korn

Am Anfang steht das Korn
Die deutsche Brotkultur und das handwerkliche Bierbrauen hat die UNESCO zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Doch was trägt dazu bei, dass ein Brot auch nach ein paar Tagen noch frisch und gut schmeckt, ein Bier mit einzigartigen Geschmacksnoten überzeugt? Bei der Online-Verkostung „Getreide fest und flüssig“ von Slow Food waren sich Bäcker*innen und Brauer*innen einig: Gute Produkte brauchen Zeit und Getreidesorten, die regional und möglichst umweltschonend angebaut werden.

Schnippeldisko: Multitasking für die Ernährungswende

Schnippeldisko: Multitasking für die Ernährungswende
(c) Caroline Barth
22.01.2021 – Zahlreiche Verbraucher*innen kamen der Einladung zur diesjährigen virtuellen Schnippeldisko am Vorabend der „Wir haben es satt“-Demonstration nach. Über 1.400 mal wurde der Livestream aufgerufen. Menschen unterschiedlichen Alters nutzten die Chance, sich über ernährungspolitische Themen auszutauschen. Auch der Genuss kam nicht zu kurz: Gekocht wurden verschiedene Wintergemüse – ob als Suppe oder Ofengemüse . Für den Nachtisch eigneten sich übriggebliebene Weihnachtsmänner. Das Tanzbein in der eigenen Küche zu schwingen, war für viele eine willkonmene Einladung zur Bewegung während des Lockdowns.

Slow Food Jahresthemen: Fairness und Getränke

Slow Food Jahresthemen: Fairness und Getränke
(c) Luca Rinaldini
Auch 2021 rückt Slow Food Deutschland wieder zwei Themen ins Rampenlicht seiner Kommunikation und Veranstaltungen: Diesmal sind es „Getränke“ und „Fairness“. Ob in der Tasse oder im Glas, Slow Food wird bei verschiedenen On- und Offline-Veranstaltungen erläutern, was gute, saubere und faire Getränke auszeichnet. Dabei steht das Getränk für sich sowie als Essensbegleiter. Es geht um Alkoholisches und Nicht-Alkoholisches, um Heiß- wie um Kaltgetränke und natürlich um neue Entwicklungen im Bereich von Naturweinen, Weinen aus Pilz-Widerstandsfähigen Rebsorten (PIWIs), aber auch um Limonaden.

Terra Madre Salone del Gusto – ein Rückblick auf die letzten 3 Monate

Terra Madre Salone del Gusto – ein Rückblick auf die letzten 3 Monate
(c) Slow Food
Der Terra Madre Salone del Gusto musste in diesem Jahr anders aussehen als gewohnt. Die Pandemie hat uns noch kreativer werden und neue Veranstaltungsformate erproben lassen. Dank des Ideenreichtums und des Einsatzes aller Beteiligten können wir sagen: Das nicht ganz freiwillige Experiment ist ein Erfolg. Gute, saubere und faire Lebensmittel lassen sich auch Online gemeinsam erleben. Gerne blicken wir noch einmal zurück auf die Veranstaltungen der letzten drei Monate.

Von der Bohne bis zur Tafel: Slow Food lädt zur Schokoladen-Verkostung ein

Von der Bohne bis zur Tafel: Slow Food lädt zur Schokoladen-Verkostung ein
(c) Paul Kleebinder
26.11.2020 - Ob in Lebkuchen, Pralinen oder Plätzchen: Schokolade versüßt die Adventszeit und kann bekanntlich gute Laune machen. Je nach Bohne, Fermentation, Röstung, Veredelung und Verarbeitung entfaltet sie ungeahnte Geschmacksnuancen. Den meisten Verbraucher*innen aber ist die Sortenvielfalt an Kakaobohnen nicht bekannt. Das möchte Slow Food ändern und lädt Interessent*innen zu einer Online-Verkostung am 10. Dezember 2020 ein, um Schokoladen aus verschiedenen Kakaobohnen zu kosten. Erzeuger*innen und Weiterverarbeiter*innen aus Europa und Übersee nehmen sie mit auf die Reise von „Bean to bar". Anmeldung bis zum 30.11.2020.

Biokulturelle Vielfalt ganz praktisch: „Esst, was ihr retten wollt“

Biokulturelle Vielfalt ganz praktisch: „Esst, was ihr retten wollt“
(c) Luka Luebke
16.11.2020 - Ein alter gemischter Satz aus Wein-Franken, Leberwurst vom Rhönschaf oder Sauermilchkäse aus Ostwestfalen: Vielfalt auf unseren Tellern und in unseren Gläsern ist nicht nur ein nachhaltiges Zeichen gegen uniforme Industrie-Landwirtschaft – sie garantiert auch mehr Genuss. Ein Slow-Food-Abend Mitte November mit vielen einst traditionellen und heute bedrohten Lebensmitteln, den Arche-Passagieren.

Vielfalt auf dem Feld, Vielfalt im Ofen: Wie ein Unternehmen Arche-Passagiere wieder nutzt

Vielfalt auf dem Feld, Vielfalt im Ofen: Wie ein Unternehmen Arche-Passagiere wieder nutzt
(c) Backhaus Veit
13.11.2020 - Viele alte Sorten und Slow Food Arche-Passagiere sind zwar im Vergleich mit industriellen Produkten ‚aufwendiger‘ in der Verarbeitung, erhalten aber die Genuss-Vielfalt einer Region. Vor allem, wenn sich Lebensmittelhandwerker*innen und Erzeuger*innen zusammentun. Wie das Bäckerhaus Veit aus Südwestdeutschland zeigt – dort stehen mit Höri Bülle, Schwäbischem Dickkopf-Landweizen und Ermstäler Knorpelkirsche gleich drei Arche-Passagiere auf den Zutatenlisten.

Herbstzeit ist Fermentierzeit

Herbstzeit ist Fermentierzeit
(c) Barbara Assheuser
30.10.2020 - Jetzt ist Erntezeit und es gibt bei uns regionales Gemüse in Hülle und Fülle. Die perfekte Jahreszeit zum Fermentieren, denn es ist preiswert, nachhaltig, bunt und schmeckt!

Wenig Vergangenheit, viel Zukunft? Slow Food verkostet robuste Rebsorten

Wenig Vergangenheit, viel Zukunft? Slow Food verkostet robuste Rebsorten
06.11.2020 - Weniger CO2-Belastung, weniger Pflanzenschutz, weniger Bodenbelastung – bei gleichem Genusswert: Pilzwiderstandsfähige Sorten können Weinbau nachhaltiger gestalten. Doch noch haben sie es schwer, sich gegen die Traditionssorten am Markt zu behaupten. Slow Food Deutschland (SFD) präsentiert die neuen Rebsorten während einer Online-Verkostung mit renommierten Wein-Expert*innen; am 4.12.2020 von 19 bis 20.30 Uhr.

Weinlese: Ein mit Abstand guter Jahrgang

Weinlese: Ein mit Abstand guter Jahrgang
(c) Ernst Büscher, Deutsches Weininstitut
17.10.2020 - Weinlese 2020: Kerngesunde Trauben, aber ein Virus, das die Weingüter vor ungewohnte Herausforderungen stellte. Bewässerung und Nachsäuerung werden in vielen Anbaugebieten zur Regel.

Auftakt zu Terra Madre Salone del Gusto: Biokulturelle Vielfalt ist politisch

Auftakt zu Terra Madre Salone del Gusto: Biokulturelle Vielfalt ist politisch
(c) Marion Hunger
12.10.2020 - Der Biodiversitätsverlust ist zusammen mit der Klimakatastrophe und der Corona-Pandemie eine der anhaltend großen Krisen, mit der wir weltweit konfrontiert sind. Mit dem Verlust unserer biologischen Vielfalt droht auch unsere kulturelle Vielfalt zu schwinden. Zum Auftakt des diesjährigen Terra Madre Salone del Gusto lotete Slow Food Deutschland gemeinsam mit Partnerorganisationen aus, wie eine nachhaltige Agrarpolitik zum Schutz von Vielfalt beitragen könnte und müsste.

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