Kulinarischer Kalender im Januar: Grüße aus Bremen mit roh mariniertem Grünkohl, Apfel und frischem Meerrettich

Grünkohl, in Bremen Braunkohl genannt, hat eine lange Tradition mit Volksfestcharakter. Luka Lübke, die in Bremen lebt, hat dieses Jahr, in dem sowieso alles anders ist, auch den Grünkohl einmal anders zubereitet. Roh, scharf und frisch!

Grüße aus Bremen mit roh mariniertem Grünkohl, Apfel und frischem Meerrettich

In der Region Bremen, in der Luka Luebke groß geworden ist und lebt, ist der Januar der Monat des Grünkohls, der in Bremen Braunkohl genannt wird. Er ist, neben dem Spargel im Frühling, das Gemüse, das die Menschen dort am meisten von allen mit einer Jahreszeit und ihrer Region verbinden. Er wird erst nach dem ersten Frost geerntet und zu Hause oder in Restaurants gegessen, das Wichtigste aber sind hier die sogenannten Kohlfahrten. Gruppen von Menschen, ob Freundes- oder Kollegenkreise gehen gemeinsam stundenlang in der Kälte spazieren, spielen traditionelle Kohl-Spiele auf dem Weg und trinken auch den einen oder anderen Schnaps, um dann am Ende in ein warmes Gasthaus einzukehren, in dem ausgiebig geschmorter Kohl, traditionell mit Kartoffeln, verschieden deftigen Wurstspezialitäten wie der „Bremer Pinkel“ - einer Grützwurst, Kochwürsten, Schweinebauch und manchmal Kasseler gegessen wird. Fast noch wichtiger als das Essen und Trinken ist das Beisammensein, es wird gespielt, gelacht und getanzt und am Ende ein Kohlkönig oder eine Kohlkönigin bestimmt – die darf dann das Fest im nächsten Jahr ausrichten. Dieses Jahr ist alles anders – darum hat Luka Luebke auch den Grünkohl mal anders gemacht, nämlich als gesunde Rohkost.

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