Aktuelles

Neue Studie: Öko-Landbau unverzichtbar für UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung

26.09.2019 - Wenn wir nachhaltige Ernährungssysteme gestalten und globale Herausforderungen, einschließlich der Klimakrise, bewältigen wollen, müssen Regierungen Prinzipien und Praktiken des ökologischen Landbaus aufgreifen. Dies ist eines der wichtigsten Ergebnisse einer neuen Studie aus den Niederlanden. In der Studie beleuchtet die Arbeitsgruppe Nachhaltige Ernährung aus München, welche Grundsätze über 'Bio' hinaus für das Erreichen der SDG-Ziele entscheidend sind; dabei unterstützte auch Slow Food Deutschland.

Neue Gentechnik: Droht das Ende der Freiheit auf eine gentechnikfreie Ernährung?

23.07.2019 - Am 25. Juli 2018 entschied der Europäische Gerichtshof, dass Lebewesen, die durch neue Züchtungstechniken wie die Genschere CRISPR/Cas entstanden sind, wie bisherige gentechnisch veränderte Organismen behandelt werden sollen und somit unter das EU-Gentechnikrecht fallen. Aktuell versuchen Industrievertreter und mehrere EU-Mitgliedsstaaten diese Entscheidung auszuhebeln.

Welternährungstag: Bundesregierung muss sich für ein Moratorium gegen „Gene Drives“ in der Landwirtschaft aussprechen

16.10.2018 – Am heutigen Welternährungstag fordern mehr als 200 führende Vertreter von Organisationen der globalen Bewegung für Ernährungssouveränität und eine klimaschonende Landwirtschaft ein Moratorium für die Freisetzung von "Gene Drives", darunter u.a. die amtierende UN-Sonderberichterstatterin für das Menschenrecht auf Nahrung, Hilal Elver sowie ihre Vorgänger Olivier de Schutter und Jean Ziegler. Auch Slow Food Deutschland hat den Aufruf unterzeichnet.

Interview: Teure, billige Lebensmittel

24.9.2018 – Im Juni erschien die neue Studie der Forschungs-Initiative "The Economics of Ecosystems and Biodiversity" (TEEB), gefördert durch das UN-Umweltprogramm (Unep). Ihr voraus ging die Erkenntnis, dass unsere Art, Lebensmittel zu produzieren und zu konsumieren enorme Kosten für Umwelt und Gesundheit verursachen. Diese aber werden bislang weder berechnet noch abgebildet. Rund 150 Experten aus 33 Ländern gingen diesen »versteckten« Kosten in einer zweieinhalbjährigen Arbeit nach. Vorgestellt haben sie jetzt einen grundlegend neuen Bewertungsrahmen für unser Lebensmittelsystem. Sarah Niehaus sprach darüber mit Alexander Müller, dem Leiter der Studie.

Slow Food begrüßt Urteil des Europäischen Gerichtshofs zu neuen Gentechnikmethoden

26.7.2018 – Der Europäische Gerichtshof (EuGH) hat am 25. Juli 2018 entschieden, dass alle Organismen als gentechnisch veränderte Organismen anzusehen sind, die durch klassische Mutagenese-Technik sowie durch neue Gentechnikmethoden erzeugt wurden. Somit fallen neue Gentechnikmethoden wie das Genome Editing mit CRISPR/Cas9 unter das Gentechnikrecht und unterliegen denselben Sicherheitskontrollen wie GVO. Slow Food begrüßt das Urteil des EuGH, da Lebensmittel und andere Produkte, die durch diese Techniken entstanden sind, künftig gekennzeichnet werden müssen und die Wahlfreiheit von Verbrauchern, sich beim Einkauf bewusst für oder gegen GVO zu entscheiden, geschützt wird.

95 Thesen für Kopf und Bauch: Abschluss der Veranstaltungsreihe

24.7.2018 – Zum Abschluss der gemeinsamen Veranstaltungsreihe „95 Thesen für Kopf und Bauch“ von Slow Food Deutschland und Misereor fand am 12. Juli im Misereor-Innenhof in Aachen eine Gesprächsrunde zum Thema "Visionen für eine Ernährungspolitik für morgen" statt. Anschließend wurde der Film „Voices of Transition“ gezeigt. Etwa 40 Menschen waren der Einladung gefolgt. Ursula Hudson (Slow Food), Pirmin Spiegel (Misereor) und Alexandra Kessler (Vorstandsmitglied urbane Gemeinschaftsgärten Aachen e.V.), merkten schnell, dass sie ein gemeinsames Ziel antreibt: eine Ernährungswende, hin zu einem bewussten, fairen, nachhaltigen Konsum und Umgang mit unseren Lebensmitteln. Von Corinna Würzberger, Misereor.

Stoppt die Monopolisierung von Saatgut durch "Baysanto" !

14.6.2018 – Nach der Übernahme von Monsanto durch den deutschen Chemiekonzern Bayer fordern rund 40 Institutionen aus den Bereichen Pflanzenzucht, Landwirtschaft und Umwelt – darunter Slow Food Deutschland – wirksame Maßnahmen, um die Patentierung der herkömmlichen Züchtung von Pflanzen und Tieren zu beenden.

Saatgut: 3 Fragen an Stig Tanzmann zur Entwicklung des Saatgutmarktes

25.4.2018 – Die zunehmende Patentierung von Saatgut durch Konzerne ist eine Herausforderung für Landwirte weltweit. Slow Food fordert deshalb von der Politik, Saatgut wieder in Gemeingut zu überführen und die Landwirtschaft auf Agrarökologie umzustellen. Über dieses Thema sprach Slow Food Deutschland mit Stig Tanzmann, Referent für Landwirtschaft bei Brot für die Welt.

Europäische Kommission genehmigt die Übernahme von Monsanto durch Bayer

22.3.2018 – Die Agrarindustrie steht vor einer weiteren wichtigen Machtkonzentration, da die Europäische Kommission grünes Licht für die geplante Übernahme von Monsanto durch Bayer gegeben hat. Eine Petition mit mehr als einer Million Unterschriften reichte nicht aus, um die Europäische Kommission daran zu hindern, dem Vorhaben zuzustimmen.

Winterschlussverkauf: Ernährungssouveränität und biologische Vielfalt ade!

16.3.2018 – Ein Blick auf die aktuellen Entwicklungen unserer Ernährungssouveränität sowie der Arten- und Sortenvielfalt, macht eines deutlich: Die Politik auf Bundesebene sowie international, und vor allem EU-Institutionen wie das Europäische Patentamt, scheinen die Verantwortung für unsere Ernährungssouveränität, -sicherheit und die biologische Vielfalt kostenlos und freiwillig in die Hände von Großkonzernen zu geben. Von Sharon Sheets, Slow Food Deutschland e. V.

Saatgut ist Gemeingut: Ohne Patente und für Alle!

8.3.2018 – Die Heinrich-Böll-Stiftung, OpenSourceSeeds-Agrecol und Aktion Agrar haben am Dienstag ihre Mitmach-Aktion „Vielfalt statt Macht“ gestartet. Interessierte Bürger können Open Source lizensiertes Tomaten-Saatgut der Sorte „Sunviva“ kostenlos bestellen. Mit der patentfreien, Open-Source-lizenzierten Tomate „Sunviva“ setzen sie ein Zeichen für Vielfalt bei Saatgut und Ernährung.

Tag der indigenen Völker: Ernährungssouveränität bedeutet Saatgutfreiheit

11.8.2017 – Am 9. August, dem internationalen „Tag der indigenen Völker“, lud Slow Food Deutschland e. V. im Rahmen des 25-jährigen Vereinsjubiläums gemeinsam mit dem Schamanischen Netzwerk Europa auf das Demeter-Gut Wulfsdorf in Ahrensburg ein, um über die zentrale Rolle von Saatgutfreiheit für unsere Ernährungssouveränität zu sprechen. Ein Bericht von Sharon Sheets, Slow Food Deutschland e. V.

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