Abschied von Ursula Hudson

Dr. Ursula Hudson_(c) MISEREOR.JPGDr. Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland und Vorstandsmitglied von Slow Food International, ist am 10. Juli nach langer, schwerer Krankheit verstorben. Als Vorstandsvorsitzende seit 2012 trug sie maßgeblich dazu bei, Slow Food eine relevante Stimme und politische Ausrichtung zu verleihen und eine gerechtere, bessere und somit zukunftsfähige Ernährungswelt voranzutreiben. Bis zuletzt war sie für den Verein aktiv und hat seine Geschicke gelenkt. Auf dieser Seite gedenken ihrer Menschen aus dem Slow-Food-Netzwerk und danken ihr für ihren außergewöhnlichen Einsatz für die Wende unseres Lebensmittelsystems sowie für ihre Energie und Leidenschaft, mit der sie die Slow-Food-Bewegung vorangebracht hat.

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Leitungsteam und Mitglieder von Slow Food Köln

Das Herz einer nimmermüden Aktivistin schlägt nicht mehr. Mit Ursula Hudson hat die Slow-Food-Bewegung eine kompetente, wortgewandte und genussfreudige Kämpferin verloren. Ihre klugen Ideen, ihre mitreißende Begeisterung und ihr engagiertes Tun haben Slow Food Deutschland maßgeblich gestaltet und geprägt. „Gut, sauber und fair“ sind die Grundlagen für die Arbeit von Slow Food – und Ursula hat die politischen Dimensionen des alltäglichen Essens betont, sodass auch unser Engagement vor Ort stets ein bisschen mithilft, die Welt zukunftsfähiger zu gestalten. Wir machen in diesem Sinne weiter – du wirst uns auf deiner Wolke dabei zuschauen können, liebe Ursula.

Maach et jot, mer sin uns widder.
Maach et jot, un kumm jot rüvver.
Bestell dem Herrjott 'n schöne Jroß,
Ov et wirklich nüdig wor,
Dat de su früh jon mots.

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Frieder Thomas

Liebe Kolleginnen und Kollegen von Slow Food, lieber Rupert,

auch das AgrarBündnis trauert um Ursula Hudson.
Sie war es, die zusammen mit Rupert Ebner aktiv den Beitritt von Slow Food zum Agrarbündnis vorangetrieben hat. Damit hat sie den Blick der engagierten Konsumenten/innen und Bürger/innen ins Bündnis eingebracht.
Ich kann mich noch gut an die "Gründungsveranstaltung" von "Good Food Good Farming" vor ein paar Jahren in Berlin erinnern. Es war auch Ursula, die es vorangetrieben hat, die Wir-haben-es-satt-Bewegung auf die europäische Ebene zu heben.
Ich wusste schon seit längerem, dass Ursula erkrankt war. Rund um das Jubiläum des Agrarbündnisses und auch wegen einiger anderer Dinge haben wir im Frühjahr ein paar Mal telefoniert. Insbesondere hatten wir darüber gesprochen, dass sie leider nicht am Jubiläum des Agrarbündnisses würde teilnehmen können, weil sie eine lange geplante Irlandreise antreten wollte. Unsere engagierten Gespräche am Telefon und dieses aktive Planen größerer Aktivitäten hatten mir Hoffnung gemacht, dass sie zu denen gehört, die ihre Krankheit überwinden können. Leider habe ich mich getäuscht.
Ursula war hochengagiert und hat sich mit Leib und Seele für unsere gemeinsamen Ziele eingesetzt. Wir sind ihr dafür sehr dankbar. Wir werden sie in Erinnerung behalten und werden uns bemühen, die gemeinsame Arbeit auch in ihrem Sinne fortführen.


Im Namen des Vorstands des Agrarbündnisses,
Frieder Thomas

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Jorrit Kiewik

Dear Ursula,

Thank you for the amazing mentor you have been, a role you might not have realized you have had for me. Tears got into my eyes when I read the terrible news about your passing. The past days made me go back to all the meetings we have had, of which the last one was by far the most joyful and valuable.

I would like to thank you for being such a powerful leader; a leader that can speak, but even more importantly, a leader who can listen. Someone who gives space and guides with respect. Your dedication to make the world a better place is immense and I cannot thank you enough for the inspiration and support you have given me. I can write you a thousand words and messages, but none of them would say enough. What I can only do is continue the work that we started and keep fighting for the goals that we have set in order to achieve a more good, clean and fair food system.

Danke Ursula, for everything you have taught me and for being a wonderful human being.

Auf wiedersehen!

Jorrit Kiewik
Executive director Slow Food Youth Network

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Elia Carceller

Immer, immer fehlt die Zeit.

In Ursulas Fall, hat sie besonders gefehlt. Es war zu früh! Wir hätten noch viel von ihr lernen können, viele Gespräche führen können, viele von ihren Meinungen entdecken, viele Projekte entwerfen...

Hoffentlich erfährt sie noch, wie viele schöne Worte ihre Abreise geweckt hat und welch traurige Herzen sie hinterlassen hat; was für eine Vorreiterin und Changemakerin sie war und welch unvergesslichen Eindruck sie hinterlassen hat, für diejenigen von uns, die das Glück hatten, sie persönlich kennenzulernen.

Ich hätte ihr noch gern gesagt, dass ihr Beispiel mich immer begleiten wird; dass sie das Vorbild ist, dem ich folgen möchte, eine absolute Inspiration. Ursula war die Chefin, die sich jeder wünscht: eine Wegweiserin, eine Lehrmeisterin, und eine motivierende Unterstützerin. Sie wusste, wie sie das Beste aus den Menschen um sich herum rausholt. Ich hätte ihr noch gern gesagt, wie wichtig für mich war, wie sie allem zugehört hatte, was ich in meinem gebrochenen Deutsch sagte, mit voller Aufmerksamkeit, mit Geduld, bis ich es schaffte, mich verständlich zu machen. Sie hat immer meine Meinung geschätzt. Wertschätzung.
Ich werde diese Lektion von Ursula niemals vergessen.
Wertschätzung für unser Essen, aber auch für jede Person, mit der wir arbeiten.

Hoffentlich erfährt sie es noch.

Elia Carceller,
Koordinatorin, Slow Food Youth Akademie

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Manfred Linz

Liebe Freundinnen und Freunde,
ich danke Ihnen sehr, dass Sie mir die Trauernachricht geschickt haben. Der Tod Ursula Hudsons hat mich bewegt. Ich bin ihr nie in Person begegnet, habe aber von Freunden und durch meine Arbeit im Wuppertal Institut und im Institut für Welternährung so viel von ihrem Wirken und ihrer beeindruckenden Persönlichkeit gehört, dass ich nun mit Ihnen trauere und zugleich dankbar bin für ein Leben, das sich so beharrlich und so wirkungsvoll für die Bewohnbarkeit unserer Welt eingesetzt hat.

Mit herzlichen und traurigen Grüßen,
Manfred Linz

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Carmen Stadelhofer

Meine Anteilnahme am Tod von Ursula Hudson und mein Mitgefühl mit allen, die um sie trauern!
Die Nachricht von Ursula Hudsons Tod trifft mich unvorbereitet und macht mich sehr betroffen. Ich hatte zwei sehr einprägsame Begegnungen mit ihr, und als erfahrene Netzwerkerinnen tauschten wir danach per Mail mehrmals Adressen aus hinsichtlich Menschen im Donauraum, die sich für unsere gemeinsames Anliegen "Brot-Kultur" interessieren /könnten.

Ursula Hudson und ihre in der Sache engagierte und zugleich menschlich zugewandte Art werden mir und sicher vielen anderen nachhaltig in Erinnerung bleiben, für mich hat sie Slowfood ein Gesicht gegeben, so dass man weder sie noch die Anliegen , die sie bei Slowfood vertreten hat, vergißt. Das sollte bei aller Trauer tröstlich sein.

Für die Danube-Networkers in Verbundenheit,
Carmen Stadelhofer

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Edgar Klinger und das Leitungsteam von Slow Food Osnabrück

Die Nachricht vom Tod Ursula Hudsons hat uns mit großer Trauer erfüllt. Mit ihrem Engagement für Slow Food hat Ursula regional, national und international dazu beigetragen, dass eine wachsende Anzahl von Konsument*innen ihre Konsumentscheidungen kritisch reflektieren und zu veränderten Bewertungen gelangen, aus denen positive Einflüsse auf die Systeme der Lebensmittelerzeugung erwuchsen und erwachsen werden. Ihr unermüdlicher und uneitler Einsatz für die Ziele von Slow Food war vorbildlich und bewundernswert.

Traurig nehmen wir Abschied und drücken unser tief empfundenes Mitgefühl allen Angehörigen von Ursula Hudson aus.

Edgar Klinger, Oscar Alvarado, Beate Fischer, Dagmar von Kathen und Frank Düssler

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Jochen Brühl

Tafel Deutschland betrauert den Tod von Dr. Ursula Hudson, der Vorsitzenden von Slow Food Deutschland. Dr. Ursula Hudson war eine Visionärin, für die Wertschätzung von Lebensmitteln, Ernährungsbildung, gesellschaftliches Engagement uvm. immer eine besondere Priorität hatten. Wir verlieren eine außergewöhnliche Mitstreiterin und sehen unser ehrendes Andenken als tätige Verpflichtung. Wir trauern mit ihren Angehörigen, Freunden und der ganzen Slow Food Gemeinschaft.

Jochen Brühl
Vorsitzender
Tafel Deutschland e.V.

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Ilse-Marie Giehl

Liebes Slow Food Team,

 

vielen Dank für die umgehende Übermittlung dieser unendlich traurigen Nachricht. Ursula Hudson ist ein riesiger Verlust in alle Richtungen. Für Slow Food und alles was damit Wichtiges für unsere Menschheit  zusammenhängt und im Persönlichen sowieso - sie war mit ihrer hohen Intelligenz ein so ansteckend lebensfroher, in jeder Hinsicht inspirierender Mensch, bis zuletzt so positiv -  das hat nicht zuletzt Slow Food Deutschland so erfolgreich gemacht und ich denke und hoffe, dass der Verein dieses Erbe weiterentwickeln kann, auch wenn für Sie alle im Vorstand zunächst ein tiefes Loch zu bewältigen ist.

 

mit herzlichen Grüßen,

Ilse-Marie Giehl

(ein "alte" Freundin von Ursula aus Schulzeiten; wir haben zusammen unsere ersten großen Reisen in die weite Welt unternommen (schon mit 16!) und ihre Persönlichkeit hat mich zeitlebens mitgeprägt.

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Christine Harms-Höfler

Keiner wird gefragt

wann es ihm recht ist

Abschied zu nehmen

von Menschen

Gewohnheiten

sich selbst

irgendwann plötzlich heißt es

damit umgehen

ihn aushalten

annehmen

diesen Abschied

diesen Schmerz des Sterbens

dieses Zusammenbrechen

um neu aufzubrechen

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Dorothee Benkowitz

Liebes Slow-Food Team,

im Namen des Vorstands der BAG Schulgarten e.V. möchte ich Ihnen unser herzliches Beleid aussprechen. Es ist immer sehr traurig, Menschen gehen lassen zu müssen. Ursula Hudson war ein großes Vorbild für alle, die sich eine bessere Ernährung auf der ganzen Welt wünschen. Wir werden sie und ihr Engagement in guter Erinnerung halten und mit Ihnen gemeinsam den von ihr begonnen Weg zu einer besseren und gerechteren Ernährungswelt weitergehen.

Mit traurigem Gruß,

Dorothee Benkowitz

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Manon Haccius

Liebe Repräsentant*innen und Mitwirkende von Slow Food,

mit Betroffenheit haben wir die Nachricht erhalten, dass Dr. Ursula Hudson nach langer, schwerer Krankheit verstorben ist.

Wir sprechen Ihnen unser herzlich mitempfundenes Beileid aus.

Ursula Hudson wir uns fehlen; ihr Engagement über viele Jahre hin hat die Sache sehr vorangebracht. Man wird ihre Handschrift auch im übertragenen Sinne gewiss noch lange lesen können.

Mit herzlichen Grüßen
Manon Haccius

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Nicole Graf

Liebe Mitglieder des Slow-Food-Vorstands,

ich danke Ihnen für Ihre Email und die bewegenden Worte zum viel zu frühen Tod Ihrer Vorsitzenden.

Mit großer Bestürzung habe ich diese traurige Nachricht gelesen und möchte ihrer Familie und allen Slow-Food-Verbundenen mein aufrichtiges Mitgefühl übermitteln.

Ich kannte Frau Dr. Hudson als Ernährungsexpertin aus der Zeit der Gründung unseres (damals hoch innovativen und einzigartigen) DHBW Studiengangs Food Management.
Wir waren über die letzten, mehr als 10 Jahre immer wieder in angeregtem Austausch und ich habe ihre Expertise und ihr Engagement ausgenommen geschätzt.
Zuletzt bei ihrem mitreißenden Vortrag zu unserem Studium Generale, hier in Heilbronn.

Dass Ursula uns nun nach langer Krankheit verlassen hat, erfüllt mich mit großer Trauer.

In tiefer Verbundenheit und Gedenken nehme ich Abschied.

Prof. Dr. Nicole Graf, 
Rektorin DHBW Heilbronn

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Waltraud Rieger

Das ist sehr, sehr traurig – ich hörte vor nicht allzu langer Zeit ein Interview mit Ihr beim/im  Bayr. Rundfunk – darüber habe ich mich sehr gefreut – auch als ich hörte, dass Sie tiefe Wurzeln auf/von einem Baurnhof kommt  in Bayern/auf dem Lande. Ich bin ebenfalls sehr betroffen.

Frdl. Grüße,
Waltraud Rieger,
Convivium Main-Franken-Hohenlohe

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Nikitas Petrakis und das gesamte Slow Food Team der Messe Stuttgart

Mit unfassbarem Bedauern habe ich die traurige Nachricht am nächsten Tag erhalten. Viel zu früh und mit noch so viel Aufgaben auf Deiner Liste hast Du diese Welt verlassen. Ein schmerzlicher und großer Verlust, nicht nur für Slow Food Deutschland und Slow Food International, sondern für uns alle. Bewundernswert war Deine Leidenschaft und ebenso die Gabe, Menschen in Deinen Bann zu ziehen und von Deinen Themen zu überzeugen. Spannend zu beobachten, wie die ZuhörerInnen an Deinen Lippen hingen. Jede Begegnung mit Dir war eine Bereicherung.

So wie es für mich eine große Herausforderung war, in Lilo Haug’s Fußstapfen zu treten, als nachfolgender Projektleiter für die Slow Food Messe, so wünsche ich Deiner Nachfolge den Mut, die Geduld, die Kraft und die Weisheit, Dein Werk weiter fortzuführen.

Du warst für mich nicht nur Vorstandsvorsitzende, Messe-Partnerin und ideelle Trägerin sondern auch Zuhörerin, Kollegin, Vertraute, Schiedsrichterin und vor allem Sparrings-Partnerin. Wir konnten uns die Meinung sagen und auch wenn es nicht immer einfach war, haben wir gemeinsam jedes Mal eine Lösung gefunden. Wir begegneten uns immer auf Augenhöhe. Du hast Worten Taten folgen lassen.

Ich bin mir sicher, dass es Dir da, wo Du jetzt bist, sehr gut geht. Vereint wird es Slow Food und allen Weggefährten gelingen, Deine Lebensaufgabe fortzuführen und in Ehren zu halten.

In großer Dankbarkeit und tiefer Anteilnahme

Niki

 

„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,
der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden,
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden,
wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!“

(Stufen ~ Hermann Hesse)

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