Ursula Hudson Preis 2026 - auf der Slow Food Messe
Die vier Nominierten sind:
- Bliesgau Ölmühle GbR (Saarland): Seit 2007 widmet sich die Ölmühle mit eigenem Hof dem Anbau alter Kulturpflanzen wie Senf, Lein und Hülsenfrüchten sowie der handwerklichen Herstellung seltener Speiseöle, etwa Leindotter- und Walnussöl. Die Bliesgau Ölmühle steht für gelebte Biodiversität, regionale Wertschöpfung und die enge Verbindung von Landwirtschaft, Kulturlandschaft und Gastronomie.
>>> https://bliesgauoele.de/ - Verein zum Erhalt und zur Rekultivierung von Nutzpflanzen (VERN e.V.) (Angermünde): Der Verein bewahrt alte Kulturpflanzensorten, indem er sie lebendig hält – im Anbau und im Wissen der Menschen. Durch die Weitergabe von Saatgut an Selbstversorger*innen und Betriebe sowie durch Bildungsarbeit sorgt VERN e.V. dafür, dass Vielfalt nicht im Archiv verschwindet, sondern als gemeinsames Erbe erhalten bleibt.
>>> https://vern.de/ - Hof Sackern GbR (Ruhrgebiet): Der Demeter-Hof zeigt, wie nachhaltige Ernährung gemeinwohlorientiert gelebt werden kann. Hier entstehen Gemüse, Milch, Käse und Brot in handwerklicher Qualität – klimafreundlich und für viele Menschen erschwinglich. Mit kulturellen Projekten, Kindergarten und Hoffesten ist Hof Sackern auch ein Ort der Bildung und Begegnung.
>>> https://www.hof-sackern.de/ - Rabelades Farm (Brandenburg): ein agrarökologisches Vorzeigeprojekt, das von schwarzen, queeren Menschen geführt wird. Es verbindet regenerative Landwirtschaft mit aktivem Widerstand gegen rassistische Ausgrenzung, die BIPoCs (Black, Indigenous and People of Colour) den Zugang zu ländlichen Räumen und Wissen erschwert. Als lebendiger Ort des Teilens, Lernens und der Vernetzung setzt die Farm ein starkes Zeichen für Vielfalt in der Landwirtschaft und einen solidarischen Zugang zu gesunden Lebensmitteln.
>>> https://www.instagram.com/rabelades_farm/
Die Preisträgerin/der Preisträger wird erst vor Ort bekannt gegeben und erhält einen Preis im Wert von bis zu 1.500 Euro. Zum Preis gehört eine Auszeichnung in Form eines Kunstobjekts, das sein/ihr entschiedenes Eintreten für nachhaltige Ernährung symbolisch würdigt.
Begleitet wird die Verleihung von den Kuratoriumsmitgliedern: der Autorin und Moderatorin Dr. Tanja Busse, dem ehemaligen Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel, den langjährigen Slow-Food-Engagierten Barbara Assheuer und Caroline Barth sowie der Vorsitzenden der Freien Bäcker Anke Kähler.
Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., eröffnet die Preisverleihung.
Die Key Note spricht Prof. Hubert Weiger, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Er war bis 2024 Honorarprofessor an der Universität Kassel für Naturschutz und nachhaltige Landnutzung und bis 2022 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.
Benannt ist der Preis nach Dr. Ursula Hudson, der langjährigen, 2020 verstorbenen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland.
Für Informationen: www.slowfood.de/ursula-hudson-preis
Info
Messepiazza 1, 70629 Stuttgart