Ursula Hudson Preis

Der viel zu frühe Tod unserer langjährigen Vorsitzenden Ursula Hudson hat uns tief getroffen. Auf der Gedenkfeier am 15. August 2020 in Berlin hat unsere amtierende Vorsitzende Nina Wolff den Beschluss des Vorstandes bekannt gegeben, einen Ursula Hudson Preis auszuloben. Auf diese Weise möchte der Verein Ursulas großes Engagement und ihr Wirken für eine zukunftsfähige Ernährung würdigen und dauerhaft einer breiten Öffentlichkeit vermitteln. Der Preis wird im Juni 2021 erstmals vergeben.

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Zur Umsetzung unseres Bildungsauftrags im Bereich Ernährungswissen ruft Slow Food Deutschland ab 2021 den Ursula Hudson Preis aus. Der Preis erinnert an Ursula Hudson, die Slow Food Deutschland von 2010 bis 2020 vorstand und den Verein entscheidend mit geprägt hat. Im Juli 2020 ist Ursula Hudson viel zu früh von uns gegangen.

Mit dem Preis möchten wir der Aufklärung über eine zukunftsfähige Ernährung noch mehr öffentliche Aufmerksamkeit und Wertschätzung schenken. Wir stellen der Öffentlichkeit engagierte Menschen vor, die sich auf außerordentliche Weise um die Ernährungswende verdient machen und Vorbildcharakter haben. Das Preisgeld soll den innovativen Beitrag der Preisträger*innen zur nachhaltigen Ernährung fördern und sie in ihrer Wissensvermittlung unterstützen. Die Bildungsveranstaltung, bei der die Preisverleihung durchgeführt wird, zeigt beispielhaft, mit welchen Mitteln eine nachhaltige Ernährung möglich wird. Die damit verbundene Medienarbeit dokumentiert für die breite Öffentlichkeit die nachahmenswerten Leistungen der Preisträger*innen im Bereich nachhaltige Ernährung und rundet unsere Bildungsarbeit ab. Wir zeigen damit: Die Ernährungswende ist möglich und bereits im Gange.

Die Preisträger*innen setzen sich in herausragendem Maße ein für eine nachhaltige und faire Weise, Lebensmittel zu erzeugen, zu verarbeiten, zu handeln und zu genießen. Dies tun sie in Theorie oder Praxis, mit Ideen, Initiativen und Projekten. Mit ihrem Engagement und Wissen stehen sie beispielhaft für das kreative und tatkräftige Potential in unserer Gesellschaft, die Bereitschaft, unser Lebensmittelsystem zukunftsfähig zu gestalten. Die Preisträger*innen vertreten ihre Standpunkte auf besonders überzeugende Weise. Mithilfe ihres Einsatzes und Erfahrungsschatzes verleihen sie der Ernährungswende ein Gesicht und tragen dazu bei, dass aus Visionen Wirklichkeit wird. Etwas, dem Ursula Hudson sich mit ihrem Tun und Wirken verschrieben hat - aus ganzem Herzen.

Die Ausschreibung des Preises wird jährlich in geeigneter Weise veröffentlicht und steht ganz verschiedenen Menschen offen - Engagierten aller Altersgruppen und diverser Disziplinen. Nominiert werden die Preisträger*innen von Menschen aus dem eigenen Umfeld. Ein Kuratorium aus fünf Mitgliedern wird unter allen Einreichungen im Einklang mit den in der gUG-Satzung niedergelegten Kriterien entscheiden, wer den mit 1.500 Euro dotierten Preis erhält. Zusätzlich zum Preisgeld soll es eine Slow Food in besonderer Weise symbolisierende und das öffentliche Interesse anziehende Trophäe geben, die wir Ursula Hudson zu Ehren entwerfen lassen wollen. Erstmalig wird der Preis im Juni 2021 im Rahmen einer Fachtagung verliehen werden. Sodann planen wird die Auszeichnung der Gewinner*innen jeweils am Rande der 'Wir haben es satt'-Demonstration im Januar bei einer festlichen Preisverleihung in Berlin.

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