Slow Food Genussführer
Slow Food Genussführer - Das Genussführerbuch für 2027/28
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Der Slow Food Genussführer Deutschland stellt seit 2013 Restaurants, Gasthäuser und Cafés vor, die für gutes, sauberes und faires Essen stehen. Im Mittelpunkt stehen keine Sterneküchen oder luxuriöse Spitzengastronomie, sondern Orte mit handwerklicher Küche, regionaler Verwurzelung und transparenter Herkunft ihrer Zutaten. Vorgestellt werden Betriebe, die saisonal arbeiten, regionale Produkte und traditionelle Rezepturen pflegen und bewusst auf Geschmacksverstärker sowie Convenience-Produkte verzichten.
Der Genussführer macht sichtbar, wo Gastronomie Verantwortung für Geschmack, Umwelt, Tierwohl und faire Erzeugung übernimmt – und dabei Gastfreundschaft und Genuss selbstverständlich zusammengehören.
Die aktuelle Printausgabe des Slow Food Genussführers Deutschland 2027/28 erscheint im September 2026. Ergänzend dazu ist der Genussführer auch digital als App für Android und iPhone verfügbar.
Der »Slow Food Genussführer« ist das Standardwerk für bewussten Restaurantgenuss: Mit rund 450 empfohlenen Adressen in Deutschland führt er zu Gasthäusern und Restaurants, die für unverfälschtes Kochhandwerk, regionale Zutaten und nachhaltiges Wirtschaften stehen.
Kein Hype, sondern ehrliche Küche, die schmeckt und überzeugt. Die übersichtliche Kennzeichnung nach Kategorien - biozertifiziert, Brauereigasthof, vegetarisches Angebot, Übernachtungsmöglichkeit u. v. m. - macht die Suche nach dem passenden Lokal einfach und zielgenau.
Ein unverzichtbares Nachschlagewerk für Genießerinnen und Genießer, die beim Restaurantbesuch nicht nur auf den Teller, sondern auch auf Herkunft und Handwerk achten. Weil gutes Essen kein Zufall ist.
Das Genussführer-Siegel
So sieht das Siegel aus, mit dem Slow Food regelmäßig diejenigen Gastronom*innen auszeichnet, die nach Slow-Food-Kriterien arbeiten und deshalb eine Aufnahme in den Slow Food Genussführer geschafft haben.
Hierbei überwachen unsere 70 örtlichen Testgruppen, ob sich der Wirt auch im neuen Jahr das Slow Food Siegel wieder verdient hat.
Achten Sie deshalb an der Gasthaustüre auf die rote Schnecke!
PS: Ihre Meinung ist uns wichtig!
Wie hat Ihnen das empfohlene Lokal gefallen? Wie hat es Ihnen dort geschmeckt? Was ist Ihnen aufgefallen? Schreiben Sie uns Ihre Eindrücke, Kritik oder Anregungen per E-Mail an genussfuehrer-kommission@slowfood.de
Die Genussführer-Kriterien
Wir werden immer wieder nach den Kriterien für die Aufnahme in den Genussführer gefragt.
Der Slow Food Genussführer ist ein Projekt von Slow Food Deutschland.
Der Genussführer empfiehlt ausschließlich Lokale, die sich den Slow Food-Grundgedanken von „gut, sauber und fair“ verpflichtet fühlen und gleichzeitig regionale Kompetenz zeigen.
Der Slow Food Genussführer erweitert die eingeschränkte Perspektive bisheriger Restaurantführer und -bewertungen um die zukunftsfähigen Ziele der Slow-Food-Bewegung:
- Slow Food ist dem Schutz von Natur und Umwelt verpflichtet und setzt sich für Nachhaltigkeit und gesunde Nahrungsmittel ein. Der Genussführer ist ein wichtiger Kompass für Verbraucherschutz und Lebensmittelsouveränität. Er informiert die Öffentlichkeit über die gastronomische Verarbeitung von sauberen, geschmacklich anspruchsvollen und nachhaltig erzeugten Lebensmitteln.
- Slow Food setzt sich für das Schaffen von Netzwerken zwischen Lebensmittel-Produzent*innen, Händler*innen, Gastronom*innen und Verbraucher*innen ein. Die in den Genussführer aufgenommenen Gastronom*innen sind Teil dieser Netzwerke, indem sie als Mittler*innen zwischen den regionalen Produzent*innen guter und sauberer Lebensmittel und den Gästen als mündige und aufgeklärte Verbraucher*innen wirken.
- Durch Empfehlungen von Lokalen, die der regionalen Küchenkultur verpflichtet sind, tragen wir dem Slow-Food-Gedanken der Erhaltung von Artenvielfalt und Biodiversität Rechnung. Die Bewahrung von im Aussterben oder Verschwinden begriffener Lebensmittel,
Kochtraditionen und Rezepturen ist eines der großen Slow-Food-Anliegen. - Der Genussführer systematisiert die Ergebnisse und Erfahrungen aus der Testtätigkeit unserer Mitglieder und trägt zur Förderung von Slow-Food-Qualitätskriterien für Lebensmittel und deren Verarbeitung in Lokalen bei.
- Nicht zuletzt wollen wir mit dem Genussführer auch aufzeigen: Lokale, in denen nach Slow-Food-Kriterien gekocht wird, sind ein Garant für genussvolleres Essen und Trinken.
Mit dem Slow Food Genussführer hat sich eine neue Form der Restaurantkritik etabliert. Es geht nicht allein um Geschmack, Textur und Komposition einzelner Speisen. Wir versuchen zu ergründen, ob Gastronom*innen in Einklang mit unserer Philosophie arbeiten: gut, sauber, fair. Das bedeutet: regional, saisonal, authentisch, transparent. Damit erhält Restaurantkritik einen komplexeren Sinn. Es geht bei der Beurteilung von Lokalen nicht mehr um den reinen Gaumenkitzel, wie es in der traditionellen Restaurantkritik häufig der Fall ist. Wir versuchen vielmehr, ein ganzheitliches Bild zu zeichnen. Wir wollen die Speise auf dem Tisch in ihrem Kontext sehen, inklusive aller ihrer Beziehungen zu Produzent*innen, zur kulinarischen Tradition, zu Verarbeitungstechniken. Wenn sich Restaurantkritik auf die Beschreibung von Geschmack und Zusammenspiel der Speisen beschränkt, ist sie aus unserer Sicht nicht mehr zeitgemäß.
Es geht uns somit um nicht weniger als um die Begründung und Förderung einer neuen Gastronomie. Diese „neue Kultur des Essens“ verbindet auf innovative Weise
- den Genuss von Speisen und Getränken mit der Sauberkeit und Nachhaltigkeit der Grundstoffe und Herstellungsweisen,
- mit Transparenz in den Beziehungen zwischen Erzeuger*innen, Händler*innen und Köch*innen,
- mit dem fairen und schonenden Umgang mit Mensch, Tier und Umwelt,
- mit dem Wissen um handwerkliche Traditionen in der Küche, auf der Weide und auf dem Acker,
- mit dem Erhalt traditioneller Kochkunst und der Bewahrung der Artenvielfalt in der Natur.
Mit Hilfe von derzeit 70 örtlichen Testgruppen und deren über 500 Testern durchforstet Slow Food deshalb die Küchenlandschaft hierzulande. Dabei testen unsere Mitglieder vor Ort strikt ehrenamtlich und ohne Spesenbudget. Nur so bleiben Unparteilichkeit und der kritische Blick auf das Dargebotene garantiert. Die Arbeit der lokalen Testgruppen wird von der Genussführer-Kommission koordiniert.
