Schulprojekt Edible Connections Radio

Im Rahmen des Projektes "Edible Connections Radio" stellen Schüler*innen und Studierende aus Deutschland in einer Audio-Podcast-Reihe Ernährungs-Held*innen aus dem Globalen Süden vor, die sich im Rahmen unterschiedlicher Projekte für ein zukunftsfähiges Lebensmittelsystem engagieren. Die Teilnehmenden treten in einen interkulturellen Dialog, lernen komplexe Inhalte verständlich darzustellen und geben das Erlernte an andere Menschen weiter. Sie setzen sich dabei mit ökonomischen, ökologischen und sozialen Zusammenhängen im globalen Süden auseinander und tauschen sich mit Menschen aus, die sich für alternative Ernährungskonzepte und einen zukunftsgerichteten Umgang mit Lebensmitteln einsetzen. Nebenbei lernen sie auch noch etwas über die Produktion von Audio-Podcasts und erweitern somit ihre Medienkompetenz.

Was ist Ziel des Projektes?

Das Projekt schafft ein globales Verantwortungsbewußtsein bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, indem globale Kooperation und Wissensaustausch mit Lebensmittelexpert*innen aus dem Globalen Süden in einem interkulturellen Dialog über Pionier-Projekte eingeübt wird. Anhand des Beispiels der Nahrungsmittelproduktion beschäftigen sich die Jugendlichen mit der Frage nach zukunftsfähigen Lösungen für globale Herausforderungen. Durch die Auseinandersetzung mit "den Anderen" entsteht ein empathisches Verständnis für andere Kulturen, Lebensweisen und Denkmuster, das die Jugendlichen durch die Erstellung von Audio-Podcasts an Peers weiter geben, wodurch sie unmittelbar ein besseres Weltverständnis entwickeln. Nicht zuletzt stehen damit Menschen aus dem Globalen Süden und ihre innovativen Ansätze zur zukunftsfähigen Lebensgestaltung im Mittelpunkt, was von Armut und Perspektivlosigkeit geprägten Bildern des Globalen Südens eine progressive und dynamische Seite der Gesellschaften in Transformations- und Schwellenländern entgegensetzt. Darüber hinaus werden Methoden und didaktische Konzepte in Multiplikator*innenworkshops an Akteur*innen entwicklungspolitischer Bildungsarbeit weitergegeben.

An wen richtet sich das Projekt?

Das Projekt richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren.

Wie sieht die Durchführung des Projektes in der Praxis aus?

Das Projekt wird mit jeder Gruppe über einen Zeitraum vier bis sechs Monaten umgesetzt. Unter fortlaufender Begleitung der Projektmitarbeitenden erstellen sie eine Audio-Podcast-Reihe im Portrait-Format, in der sie "Zukunfts-Held*innen" aus dem Globalen Süden vorstellen. Ihre Interviewpartner*innen sind Menschen, die sich in Projekten, Initiativen oder Organisationen für ein zukunftsfähiges Lebensmittel einsetzen, indem sie beispielsweise faire Arbeitsbedingungen fördern, alternative ökologische Anbauformen implementieren oder wirtschaftliche Konzepte nach dem Prinzip der Tauschlogik verfolgen.

In einem Einführungs-Workshop werden bei den Jugendlichen die theoretischen Grundlagen für die weitere Durchführung des Programms gelegt, indem der Begriff der Nachhaltigkeit und das Leitbild nachhaltiger Entwicklung vorgestellt und diskutiert werden. Globale Herausforderungen und Chancen in ökonomischer, ökologischer und sozialer Hinsicht werden anhand des globalen Lebensmittelsystems thematisiert. Gleichzeitig wird den Schüler*innen und Studierenden ein erster Überblick über unterschiedliche Initiativen und Projekte weltweit gegeben, die sich für ein zukunftsfähiges Ernährungssystem einsetzen. Die Jugendlichen erhalten neben dem theoretischen Input außerdem eine erste Einführung in die Podcast-Erstellung.

Nachdem sie an der ersten Veranstaltung teilgenommen haben, beginnen die Jugendlichen selbstständig zu recherchieren und sich mit einen speziellen Projekt, einer Initiative, Organisation oder Person aus dem Globalen Süden zu beschäftigen. Im späteren Verlauf führen sie dann Interviews mit ihre*r Expert*in, auf deren Grundlage sie eine Podcast-Folge erstellen, die ihre*n Interviewpartner*in vorstellt und sein*ihr Projekt erklärt. Falls möglich, ziehen die Jugendlichen ebenfalls die Parallele zu lokalen Initiativen und Organisationen und beleuchten in Zuge der Erstellung ihrer Podcast-Folge, inwiefern die Ansätze aus dem Globalen Süden auch in Initiativen in Deutschland umsetzbar sind oder bereits umgesetzt werden. In wöchentlichen, von dem*r Projektmitarbeitenden moderierten online-Treffen tauschen sich die Kleingruppen untereinander aus und lernen so auch die Initiativen, Länder und Ansätze der anderen Kleingruppen kennen. Zudem werden sie einzeln in wöchentlichen online-Sprechstunden von dem*r Projektmitarbeitenden betreut und unterstützt.

Zum Abschluss der Workshopreihe gibt es eine interne Abschlussveranstaltung in Präsenz, bei der sich die Teilnehmenden über ihre Erfahrungen mit der Erarbeitung ihrer Podcast-Folgen austauschen können und so auch die Themen der anderen Gruppen intensiv kennenlernen.


Das Projekt wird gefördert von Engagement Global, Brot für die Welt und der Heidehof Stiftung.

Die website des Vorläufer-Projektes Edible Connections finden Sie >>hier.

Ansprechpartnerin: Stella Diettrich (s.diettrich@slowfood.de) 

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