Slow Weine aus Deutschland auf der Slow Wine Fair in Bologna
"Wein ist nur gut, wenn er fair produziert ist" – diese Botschaft, mit der die Messe eröffnet wurde, lenkte die Aufmerksamkeit auf die problematischen Arbeitsverhältnisse, die auf vielen Weingütern herrschen. „Wein ist mehr als nur ein Lebensmittel. Er hat eine soziale und kulturelle Dimension. Umso wichtiger ist es, dass er nicht durch Ausbeutung entsteht“, so Serena Milano, Generaldirektorin von Slow Food Italien. Wichtiger sei daher auch, positive Beispiele in diesem Bereich anzuerkennen und zu würdigen. Denn der Begriff ‚gut‘ schließe nicht nur qualitative und ökologische Kriterien ein, sondern auch ethische und soziale.
Auch Slow Wein Deutschland Weingüter mit dabei


Von den 1.100 Weingütern aus 27 Ländern, die an der Messe teilgenommen haben, waren auch zwei Erzeuger aus Deutschland dabei, die 2025 an der „Slow Wein Deutschland“-Zertifizierung erfolgreich teilgenommen haben: Die Weingüter Harteneck (Baden) und Staffelter Hof (Mosel). Voraussetzungen dafür sind eine transparente, faire und ökologische Weinproduktion, der kollegiale Austausch der Weingüter untereinander und das Interesse an der Slow-Food-Gemeinschaft. Weine, die den Anforderungen entsprechen, werden mit der roten Slow-Food-Schnecke ausgezeichnet. Beide Winzer, Thomas Harteneck und Jan Matthias Klein, haben ihre Weine präsentiert, sich mit Besucher*innen und Fachpublikum ausgetauscht und u.a. mit Dr. Rupert Ebner angestoßen, dem Vorsitzenden von Slow Food Deutschland e.V.


Unser Vorstandsvorsitzender trifft auf Slow Food Gründer sowie Vorsitzende von Slow Food Italien
Rupert Ebner hatte dort ein wichtiges und umfassendes Gespräch mit Barbara Nappini, der Vorsitzenden von Slow Food Italien, und übergab Slow-Food-Gründer Carlo Petrini mit unseren Grüßen auch ein aktuelles Exemplar des Slow Food Magazins. Sein Fazit nach dem Messe-Besuch: „Slow Weine sind der Beweis, dass Vielfalt, Genuss und Verantwortung Hand in Hand gehen können.“

