Slow Food on Tour
Bäckerhandwerk: Was macht Brot gut und bekömmlich?
Mit BeckaBeck ist aus einer kleinen Bäckerei ein großes Unternehmen geworden. Das Erfolgsrezept: gute Rohstoffe, regionale Zusammenarbeit, Handarbeit.
🍞 Gebacken wird mit Zutaten aus der Region und vor allem mit Zeit.
⌛️ Zwischen sechs und 48 Stunden dürfen die Teige ruhen.
💡 In dieser Zeit bauen sich fermentierbare Zucker ab. Stoffe, die bei vielen Menschen für Bauchschmerzen sorgen. Heiner Beck sagt: Viele, die glauben, Brot nicht zu vertragen, reagieren eigentlich auf die Abkürzungen in der Herstellung. #SlowBread
Zeit ist bei BeckaBeck kein Extra, sondern Grundzutat. „Wie bei Wein oder Schnaps braucht es Ruhe, damit sich Geschmack und Bekömmlichkeit entwickeln können“, vergleicht Beck. Dass Menschen das spüren, erlebt Beck immer wieder im Gespräch mit Kund*innen.
Tradition bewahren heißt hier nicht, alles so zu lassen wie früher. Neben Klassikern wie Mutschel oder Palmbrezel gibt es Raum zum Ausprobieren. Berliner mit Salzkaramell statt immer nur Vanille. Zu jeder Jahreszeit etwas anderes. Entschieden wird das gemeinsam, auch mit den Töchtern, die frischen Blick und neue Ideen ins Unternehmen bringen. #SlowFoodOnTour
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>>> https://beckabeck.de/
>>> GÜTESIEGEL FREIES BACKHANDWERK
>>> Podcast-Tipp: „Das Sterben des Bäckereien-Handwerks“
Einkaufskarte regional & saisonal: Was kaufe ich jetzt – und warum?
Im Februar liegt vieles noch im Lager. Genau hier lohnt sich der Blick auf Sorten, die Zeit brauchen – und auf Menschen, die sie erhalten. Mit Rainer Lesch sprachen wir über Anbau und Lagerung und darüber, warum regionale Sorten wie das Bamberger Hörnla im Winter eine wichtige Rolle spielen.
🥔 Kartoffeln werden nur einmal im Jahr geerntet. Danach beginnen sie sich zu verändern: Am Anfang sind sie noch knackig, mit der Zeit werden sie weicher, bleiben jedoch schmackhaft. „Das wissen viele heute gar nicht mehr“, sagt Rainer Lesch.
Im Gespräch wird klar: Kartoffeln sind lebende Produkte. Wie vieles gelagerte Gemüse bleiben sie in Bewegung. Konsistenz und Geschmack verändern sich leicht, ganz natürlich. Rainer Lesch vergleicht das mit Wein: Jeder Jahrgang ist anders, Prozesse laufen immer, nichts bleibt gleich. Das gehört dazu.
💡 Er erinnert auch daran: Kleine weiße Keime lassen sich einfach abbrechen und sind unproblematisch. Grün hingegen zeigt, dass sich ein Bitterstoff gebildet hat. Solches Wissen geht verloren, besonders dort, wo Lebensmittel nur noch als jederzeit verfügbare Ware wahrgenommen werden. #SlowFoodOnTour
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>>> Mehr zum Arche-Passagier: Bamberger Hörnla
Slow Fish: Das sollte beim Fischkauf beachtet werden
Zum Aschermittwoch landet bei vielen Fisch auf dem Teller. 🍽️ Und die Bierbegleitung? Kommt bei uns nicht ins Glas, sondern direkt in den Teig. 🍻🐟
In der Oberpfalz ist Karpfen Tradition. Beim Fischhof Bächer in Muckenthal wird er seit Generationen gezüchtet. Klaus Bächer bewirtschaftet rund 50 Teiche. Die Fische haben Platz, können im Teichboden gründeln und langsam wachsen.
Guter Fisch heißt für ihn: saisonal, regional und aus traditioneller Teichwirtschaft. Oberpfälzer Karpfen gibt es von September bis April. Am besten kauft ihr direkt beim Erzeuger.
💡 Karpfen gilt als grätenreich. Doch durch das sogenannte Schröpfen, feine Einschnitte im Abstand von zwei bis vier Millimetern, werden die Gräten beim Braten weich.
Besonders gut schmeckt der Fisch knusprig im Bierteig. Viel Spaß beim Nachkochen! #SlowFoodOnTour
Rezept
Vorbereitung:
- 2 Karpfenfilets à 200 g, grätengeschnitten
- mit Salz und Pfeffer würzen
Bierteig:
- 1 Ei
- 3 EL Mehl
- 180 ml Weizenbier
- Paprika edelsüß
Zubereitung:
- Ei trennen
- Eigelb mit Mehl, Paprika und Bier glatt rühren
- Eiweiß steif schlagen und vorsichtig unterheben
- Filets im Bierteig wenden
- In heißem Pflanzenöl goldbraun ausbraten
- Knusprig servieren
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>>> Bächer's Fischhof https://www.baecher-fischhof.de/