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Neue Wege im Kampf gegen eine Milbe

Mitte Oktober letzten Jahres besuchte Slow Food Osnabrück mit einer etwa 20 Personen großen Gruppe den Regenbogenhof in Stemwede-Drohne, gelegen zwischen Lemförde und Bohmte. Bei Sonnenschein saßen wir zunächst vor dem Dielentor beisammen, um der Einführung von Imker Rainer Pernotzky zuzuhören.

Schon vor einigen Jahren hatten wir ihn als "Bienenversteher" kennen gelernt, als einen Imker, dem das Wohl der Bienen am Herzen liegt und der bei der Pflege seiner Bienenvölker Wege geht, die durch maximalen Respekt vor der Komplexität und Schönheit dieser Tiere gekennzeichnet sind.

Besonderes Augenmerk erhielt an diesem Nachmittag ein Thema, das seit Jahren viele Imker umtreibt: Die Bekämpfung der Varroamilbe wird als vielleicht größtes Problem der Bienenhaltung erlebt. Zahlreiche Bekämpfungsansätze sind bereits durchprobiert worden, die meisten davon halten zwar die Milbe "in Schach", bewirken jedoch auch derart massive Eingriffe in das komplexe Funktionieren eines Bienenvolks, dass sich Imker fragen lassen müssen, ob sie den Teufel mit dem Beelzebub austreiben wollen.

Rainer Pernotzky verfolgt demgegenüber einen anderen Ansatz, der auch vom Würzburger Bienenexperten Jürgen Tautz verfolgt wird: Das Schwärmen von Bienenvölkern bewirkt ein zeitweiliges Aussetzen der Vermehrung - und es bedeutet damit auch für die Milbe einen Eingriff in ihren Vegetationszyklus, d.h. auch ihre Vermehrung wird gestört. Wenn man nun als Imker auch noch Bedingungen schaffen könnte, die dazu beitragen, dass die Bienen aktiver gegen den Varroamilbenbefall ankämpfen, dann wären manche brutaleren Bekämpfungsansätze eigentlich überflüssig.

Diesen Ansatz verfolgt Rainer Pernotzky - und er sucht "Verbündete" in diesem Kampf gegen die Milbe. Das Problem: Bienenvölker schwärmen zu lassen bedeutet Einbußen bei der Honigernte - ein weiterer Grund, weshalb viele Imker/innen diesem Ansatz skeptisch gegenüber stehen.

Auf dem Regenbogenhof sollen für einen begrenzten Zeitraum Bienenvölker die Möglichkeit bekommen, selbst gegen die Varroamilbe vorzugehen, unter der pflegenden Obhut von Imker Pernotzky, der gezielt ein Milieu in den Bienenstöcken schafft, in dem ein Fraßfeind der Milbe gute Lebensbedingungen vorfindet: der Bücherskorpion. Als Ausgleich für die Einbußen bei der Honigernte sucht Rainer Pernotzky finanzielle Entlastung und bietet Bienenvolk-Patenschaften an.

Slow Food Osnabrück hat sich dazu entschlossen, eine solche Bienenvolkpatenschaft zu übernehmen. Dafür werden wir das Projekt intensiv verfolgen und bei gelegentlichen Besuchen auf dem Regenbogenhof den Kampf gegen die Varroamilbe mitverfolgen.

Wer ebenfalls eine Bienenvolk-Patenschaft auf dem Regenbogenhof (Kosten: 150 €) übernehmen möchte oder Fragen zum skizzierten Ansatz der Varroamilbenbekämpfung hat, der wende sich bitte an Rainer und Heidi Pernotzky, Kämpenweg 7, 32351 Stem- wede-Drohne, Tel. 05474-4209918.

   

Einen Überblick mit Berichten von vergangenen Veranstaltungen finden Sie in unserem Rückblick. (Im Aufbau.)

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