Saatgut

Die Industrialisierung unseres Lebensmittelsystems hat dazu geführt, dass es immer weniger samenfestes Saatgut gibt. Ein Blick in deutsche Supermarktregale spiegelt diese Einfalt wieder. Selbst bei regionaltypischen Kulturpflanzen wie Kartoffeln und Äpfeln ist die Auswahl auf wenige, standardisierte Sorten des internationalen Handels beschränkt.

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Saatgut ist Kulturgut, Saatgut ist Vielfalt, und diese wiederum sichert die Zukunft unserer Ernährung. Für den Erhalt dieser wertvollen Vielfalt setzt sich Slow Food deshalb ein und fordert eine Saatgut-Gesetzgebung, die den Freiraum für die Produktion von hochwertigem Saatgut traditioneller Sorten, dessen Vermehrung und freien Austausch zwischen Erzeugerinnen und Erzeugern garantiert. Es soll strikt untersagt werden, Patente auf Saatgut zu erlangen. Denn Konzerne, die Saatgut patentieren, beanspruchen dessen Vermehrungshoheit für sich und zwingen Lebensmittelerzeugerinnen und -erzeuger in ihre Abhängigkeit.

Großkonzerne wie Bayer-Monsanto binden bspw. Kleinbäuerinnen und -bauern in Entwicklungsländern an ihr Hybridsaatgut, welches eine zweite Aussaat nicht ermöglicht. Das stürzt viele von ihnen in den finanziellen Ruin. SFD fordert außerdem, dass GVO-Saatgut transparent gekennzeichnet wird. SFD engagiert sich mit Öffentlichkeitsarbeit, Netzwerkarbeit sowie im politischen Diskurs für den Schutz von Saatgutvielfalt.

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Bilder: © Slow Food Archiv (1), Katharina Heuberger (1)

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