Ursula Hudson Preisverleihung 2026: die vier Nominierten

31.03.2026 - Bereits zum sechsten Mal ehrt Slow Food Deutschland Menschen, die sich in herausragender Weise um die Ernährungswende verdient machen. Der Preis wird dieses Jahr wieder auf der Forumsbühne der Slow Food Messe in Stuttgart verliehen: am Freitag, 10. April um 17 Uhr. Wir stellen Ihnen die vier Nominierten vor, die das Kuratorium unter über 30 sehr spannenden Bewerber*innen ausgewählt hat.

Ursula Hudson Preisverleihung 2026: Die vier Nominierten

Für den Ursula Hudson Preis können sich Engagierte bewerben, oder sie können von anderen vorgeschlagen werden. Benannt ist der Preis nach Dr. Ursula Hudson, der langjährigen, im Sommer 2020 verstorbenen Vorsitzenden von Slow Food Deutschland. Dieses Jahr hat das fünfköpfige Kuratorium erneut inspirierende Menschen und Projekte ausgewählt, die alle Visionen und Lösungen für die drängenden Herausforderungen unserer Ernährungswelt vorleben.

Die vier Nominierten sind

Patric Bies Ölmühle Bliesgau (c) Holger Riegel.jpg

Patric Bies, Bliesgau Ölmühle GbR (Saarland): Seit 2007 widmet sich die Ölmühle mit eigenem Hof dem Anbau alter Kulturpflanzen wie Senf, Lein und Hülsenfrüchten sowie der handwerklichen Herstellung seltener Speiseöle, etwa Leindotter- und Walnussöl. Die Bliesgau Ölmühle steht für gelebte Biodiversität, regionale Wertschöpfung und die enge Verbindung von Landwirtschaft, Kulturlandschaft und Gastronomie.

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Rudolf Vögel, Verein zum Erhalt und zur Rekultivierung von Nutzpflanzen VERN e.V. (Angermünde): Der Verein bewahrt alte Kulturpflanzensorten, indem er sie lebendig hält – im Anbau und im Wissen der Menschen. Durch die Weitergabe von Saatgut an Selbstversorger*innen und Betriebe sowie durch Bildungsarbeit sorgt VERN e.V. dafür, dass Vielfalt nicht im Archiv verschwindet, sondern als gemeinsames Erbe erhalten bleibt.

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Stefan König, Hof Sackern GbR (Ruhrgebiet): Der Demeter-Hof zeigt, wie nachhaltige Ernährung gemeinwohlorientiert gelebt werden kann. Hier entstehen Gemüse, Milch, Käse und Brot in handwerklicher Qualität – klimafreundlich und für viele Menschen erschwinglich. Mit kulturellen Projekten, Kindergarten und Hoffesten ist Hof Sackern auch ein Ort der Bildung und Begegnung.

rabelades group picture (c) Rabelades Farm.pngKarla Pinto und Zoé Adeoshun, Rabelades Farm (Brandenburg): Ein agrarökologisches Vorzeigeprojekt, das von schwarzen, queeren Menschen geführt wird. Es verbindet regenerative Landwirtschaft mit aktivem Widerstand gegen rassistische Ausgrenzung, die BIPoCs (Black, Indigenous and People of Colour) den Zugang zu ländlichen Räumen und Wissen erschwert. Als lebendiger Ort des Teilens, Lernens und der Vernetzung setzt die Farm ein starkes Zeichen für Vielfalt in der Landwirtschaft und einen solidarischen Zugang zu gesunden Lebensmitteln.

Die Preisträgerin/der Preisträger wird erst vor Ort bekannt gegeben! Zum Preis gehört außerdem eine Auszeichnung in Form eines Kunstobjekts der Bildhauerin Christina Dichtl, das sein/ihr entschiedenes Eintreten für nachhaltige Ernährung symbolisch würdigt.

Begleitet wird die Verleihung von den Kuratoriumsmitgliedern: der Autorin und Moderatorin Dr. Tanja Busse, dem ehemaligen Misereor-Hauptgeschäftsführer Pirmin Spiegel, den langjährigen Slow-Food-Engagierten Barbara Assheuer und Caroline Barth sowie der Vorsitzenden der Freien Bäcker Anke Kähler.

Dr. Rupert Ebner, Vorsitzender von Slow Food Deutschland e.V., eröffnet die Preisverleihung. Die Keynote spricht Prof. Hubert Weiger, Gründungsmitglied und Ehrenvorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND). Er war bis 2024 Honorarprofessor an der Universität Kassel für Naturschutz und nachhaltige Landnutzung und bis 2022 Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung der Bundesregierung.

Auf eine Laudatio durch ein Kuratoriumsmitglied folgt eine Vorstellung der Engagierten und ihres Wirkens, per Video und im Rahmen eines Bühnen-Talks.

Alle Infos zur Messe finden Sie >>>hier.

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