Aktuelles

Kritischer Agrarbericht: Veränderungen in der Landwirtschaft gemeinsam anpacken!

17.01.2020 - Zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin hat das AgrarBündnis den Kritischen Agrarbericht vorgestellt. Die Ausgabe 2020 legt einen besonderen Schwerpunkt auf das Thema „Stadt, Land – im Fluss“. Während in den Städten die Wohnungsnot immer drängender wird, leiden entlegene Regionen unter mangelnder Infrastruktur und teuren Mobilitätskosten.

Positionspapier: Bundesregierung muss für eine nachhaltige und sozial gerechte Digitalisierung in der globalen Landwirtschaft eintreten

16.01.2020 - Anlässlich des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) veröffentlichen am 14. Januar 22 zivilgesellschaftliche Organisationen - darunter Slow Food Deutschland - ein gemeinsames Positionspapier für eine sozial gerechte und ökologisch verträgliche Digitalisierung der globalen Landwirtschaft. Das breite Bündnis fordert die Bundesregierung auf, die Digitalisierung so zu gestalten, dass weltweit Bäuerinnen und Bauern sowie andere Arbeitende in der Landwirtschaft davon profitieren und die globalen Umwelt- und Klimaziele erreicht werden können. Beim GFFA soll unter anderem ein Konzept für einen Internationalen Digitalrat für Landwirtschaft und Ernährung vorgestellt werden. Die internationale Konferenz findet vom 16. bis zum 18. Januar in Berlin statt.

Landwirtschaft mit Zukunft: Rinderzüchter Helmut Querhammer im Interview

19.12.2019 – In ihrem Familienbetrieb »Döberitzer HeideGalloways« in Brandenburg hält Familie Querhammer Bio-Freilandrinder. Artgerechte Tierhaltung und eine kurze Lebensmittelkette schreibt sich die Familie auf die Fahne, denn alle Produkte werden ab Hof durch Direktvermarktung verkauft. Familie Querhammer macht vor, dass eine zukunftsfähige Lebensmittelerzeugung möglich ist und zeigt wie. Seit der ersten Demo vor 10 Jahren ist Helmut Querhammer mit seinem Traktor bei der „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin dabei. Seither begleitet er Slow Food Deutschland mit seinem Traktor zur Demo, so auch wieder am 18. Januar 2020.

Handelsabkommen: Sieben Gründe gegen das EU-Mercosur-Abkommen

18.12.2019 - Im Verlauf des Jahres 2020 will die Europäische Union das geplante Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay abschließen. Die Bundesregierung und die deutsche Wirtschaft fordern den schnellstmöglichen Abschluss des Abkommens und wollen damit insbesondere neue Absatzmärkte für Konzerne erschließen. Dabei hat die EU bereits heute einen Exportüberschuss von 9,1 Milliarden Euro mit den Mercosur-Staaten, und die Gefahren des Abkommens für Mensch und Umwelt liegen auf der Hand.

Bildungsprojekt: Schüler*innen erarbeiten Handlungsspielräume für einen verantwortungsvollen Konsum

16.12.2019 - Im Rahmen des Slow-Food-Bildungsprojektes Edible Connections startete Mitte September 2019 ein zweiter Projekt-Durchlauf, diesmal zwischen einer 9. Klasse aus Berlin-Pankow und einer Schulklasse aus Greater Masaka in Uganda. Schwerpunktmäßig befassten sich die Schüler*innen mit der Frage, inwieweit ihre eigene Ernährungsweise und auch der damit einhergehende Konsum Auswirkungen auf das Klima hat und sogar den Klimawandel vorantreibt: In diesem Rahmen erarbeiteten sie Do‘s und Dont‘s für eine nachhaltigere und klimafreundlichere Ernährung. (Beitrag mit Video)

Video: Is(s)t man Vegan wirklich nachhaltiger, Dr. Ursula Hudson?

10.12.2019 - Marilena Berends von Sinneswandel war zu Besuch bei uns in Berlin, um ein Video-Interview mit unserer Vorsitzenden Ursula Hudson aufzuzeichnen, das ab jetzt verfügbar ist. Warum ist Essen politisch? Was hat die Lebensmittelproduktion mit Klima und Umwelt zu tun? Wie kann eine nachhaltige Ernährung aussehen? Warum ist billig bei Lebensmitteln nur vermeintlich billig? Wozu brauchen wir die Vielfalt? Diese und andere Fragen werden hier behandelt.

Bauernproteste: Agrarwende unumgänglich – Weitblick von Bäuer*innen, Verbraucher*innen und Politik erforderlich

26.11.2019 - Seit einigen Wochen demonstrieren Bäuerinnen und Bauern mit grünen Kreuzen und zuletzt auch mit ihren Traktoren für mehr Wertschätzung und um auf wachsende Anforderungen an die bäuerliche Arbeit hinzuweisen. Zu diesen Protesten aufgerufen haben vom Bauernverband unabhängige Initiativen, u.a. die Initiative Land schafft Verbindung. Tausende Landwirt*innen demonstrieren heute in Berlin.

Milch: Rupert Ebner über ihre vielen Facetten und über Herausforderungen auf dem Milchmarkt

26.11.2019 - Anlässlich des Forum Milch in Nordrhein-Westfalen zum Thema „Lebenselixier Milch – gestern, heute, morgen“ am 9. September 2019, war Slow-Food-Vorstandsmitglied Rupert Ebner in Werl als Referent zu Gast. Warum Milch nicht gleich Milch ist und was für Slow Food unter "guter Milch" versteht konnte er hierbei aufführen und auf aktuelle Herausforderungen auf dem Milchmarkt und in der Milchproduktion eingehen. (Beitrag mit Video-Statement)

Initiative mit Petition: Gesetz für fairere Lieferketten "Gegen Gewinne ohne Gewissen"

05.11.2019 - Slow Food Deutschland hat sich einem breiten Bündnis aus über 60 zivilgesellschaftlichen Organisationen angeschlossen, die die Bundesregierung dahin bringen wollen, ein Gesetz zu verabschieden, das deutsche Unternehmen gesetzlich zur weltweiten Einhaltung von Menschenrechten und Umweltstandards verpflichtet. Das Bündnis startete die Initiative 'Gegen Gewinne ohne Gewissen' und fordert von Bundeskanzlerin Angela Merkel mit einer Petition, bis 2020 ein Lieferkettengesetz auf den Weg zu bringen.

Hausschlachtung: wie in alten Zeiten

28.10.2019 - In den Herbst- und Wintermonaten hatten die Hausmetzger früher Hochsaison und zogen von Hof zu Hof. Ob Rind oder Schwein, das Tier wurde so weit wie möglich komplett verwertet. Die Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch-Hall hat zusammen mit Slow Food Deutschland die Tradition aufleben lassen und zur Hausschlachtung eines Schwäbisch-Hällischen Landschweins im alten Stil eingeladen. Birgit Schumacher war dabei.

Genuss und Klimaschutz – zwei Seiten einer Medaille

24.09.2019 - Die Wechselwirkung zwischen dem, was wir essen, und wie es dem Klima damit geht, ist spätestens seit dem jüngsten Sonderbericht des Weltklimarates wieder erneut in vieler Munde. Ja, wir müssen es wirklich lernen, uns klimafreundlich zu ernähren. Und das auch noch recht schnell. Wie aber kann und muss eine solche Ernährungswende aussehen, damit möglichst viele von uns sie mittragen? Dieser Frage widmet sich Ursula Hudson, Vorsitzende von Slow Food Deutschland, in diesem Beitrag.

Klimaschutz: 11 Tipps zur klimafreundlichen Ernährung

17.09.2019 - Das industrielle System der Lebensmittelproduktion gehört zu den Hauptverantwortlichen für den Klimawandel: Über ein Drittel der Treibhausgasemissionen wird von intensiven Zuchtbetrieben verursacht, vom massivem Chemikalieneinsatz im Anbau, von Obst und Gemüse, das zu jeder Jahreszeit erhältlich ist und von sehr langen Produktketten, die jede Art Lebensmittel auch vom anderen Ende der Welt zu uns auf den Tisch bringen. 11 Tipps zeigen, wie jeder Klimaschutz in den Alltag integrieren kann durch eine klimafreundlichere Ernährung.

Fokusthema Fisch: Auf hoher See mit der Slow Food Youth Akademie!

02.09.2019 - Ihr sechstes gemeinsames Wochenende verbrachten die Teilnehmenden der Slow Food Youth Akademie auf der Lotseninsel Schleimünde in Schleswig Holstein. Sie trafen sich dort mit Expertinnen und Experten rund ums Thema Fisch und Fischerei. Stefan Linzmaier ist einer von ihnen. Wie er auf den Fisch kam und warum er sich für die Akademie engagiert, davon erzählt er im Interview mit Slow Food Deutschland.

Amazonasbrände treiben Klimawandel voran – EU verstärkt Tendenz durch Mercosur-Handelsabkommen

23.08.2019 - Aktuell brennen hunderte Quadratkilometer des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien, Paraguay und Bolivien. Diese Waldbrände sind fatal für das Weltklima: Als größter CO2-Speicher ist der Regenwald ganz bedeutend für den Klimaschutz. Und obwohl Jair Bolsonaro in Brasilien seit seinem Amtsantritt im Januar deutlich gemacht hat, dass seine Regierung auf Seiten der Agrarindustrie und somit der Begünstigung weiterer Regenwaldrodungen steht und er auch mit den Bränden in Verbindung gebracht wird, hat die EU munter den Weg für das Mercosur-Handelsabkommen mit Brasilien und den anderen Ländern des südamerikanischen Staatenbunds Mercosur frei gemacht. Ein Unding, meint Slow Food Deutschland und fordert die EU auf, sich ihrer Mitschuld an den Klima- und Umweltdesastern bewusst zu werden, die sie dadurch ins Rollen bringen.

Höhere Mehrwertsteuern reichen für echtes Tierwohl nicht aus

07.08.2019 - Grüne, SPD und Union fordern eine höhere Mehrwertsteuer von 19 Prozent auf Fleisch. Die Mehreinnahmen sollen unter anderem in den Umbau auf artgerechte Nutztierhaltung fließen. Slow Food begrüßt, dass damit der unverhältnismäßige Konsum von Fleisch erneut in den öffentlichen Fokus rückt. Die Logik des industriellen Lebensmittelsystems, Fleisch als billige Massenware zu handeln, jedoch durchbricht eine Mehrwertsteuererhöhung nicht. Slow Food fordert langfristige und konsequente Lösungen.

Slow Food Youth Akademie vertieft Wissen über Böden und Lebensmittelhandwerk

06.08.2019 - Die Ressource Boden ist unsere Lebensgrundlage. Mehr als 90 Prozent aller Nahrungsmittel entstehen im, auf oder durch den Boden. Wie sich das industrielle Lebensmittelsystem auf die Bodenfruchtbarkeit auswirkt, wurde bei der Slow Food Youth Akademie Mitte Juli deutlich. Auch das Zusammenspiel von „Lebensmittelhandwerk und Ernährungssouveränität“ stand im nordrhein-westfälischen Tecklenburger Land im Fokus.

Fleisch ist kein Gemüse

31.07.2019 - Es besteht kein Zweifel darin, dass es den Fleischkonsum zu reduzieren gilt. Auf welche Alternativen Konsumentinnen und Konsumenten allerdings zurückgreifen, wirft allerdings weitere Nachhaltigkeitsfragen auf. Produkte wie pflanzliche Burger entfernen uns immer weiter von unseren Grundnahrungsmitteln und sind meist hoch industriell verarbeitet, sagt Ursula Hudson in ihrer Kolumne fürs aktuelle Slow Food Magazin.

Fleischersatzprodukte: Gutes Gewissen im Kühlregal?

29.07.2019 - Noch während der laufenden Grillsaison wetteifern kapitalintensive Unternehmen weiter um die beste Fleischalternative für Grill und Burger. Der Hype um vegane Patties hat seit dem Beyond Burger neue Ausmaße angenommen und Fleischersatz wird aufgrund der Debatten um Klimawandel und Tierwohl ein immer lukrativeres Geschäft. Ab August bringt auch Aldi einen neuen veganen Burger auf den Markt. Slow Food sieht darin eine Gewinnmaximierung durch gutes Gewissen - langfristige Lösungen hingegen bleiben aus.

Biodiversität: „Ohne Vielfalt ist enkeltaugliche Landwirtschaft undenkbar"

26.07.2019 - Bei der Veranstaltung „Bienen sorgen für uns – in Laos und der Wilhelma“ von Slow Food Deutschland, Misereor und proBiene in Stuttgart konnten Besucherinnen und Besucher mehr über die Themen Biene und Artenvielfalt im fernöstlichen Laos und in Deutschland erfahren. Wie diese Bereiche zusammenhängen und dass beide für eine enkeltaugliche Landwirtschaft ganz wesentlich sind, wurde den Anwesenden schnell klar.

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