2021

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“
(c) privat
Für Slow Food steht fest: Nach der Bundestagswahl muss sich die Bundesregierung für eine nachhaltigere Ernährungspolitik auch in Europa einsetzen. Vor allem darf Europa Subventionen nur noch an Landwirt*innen vergeben, die durch ihre Arbeit das Gemeinwohl fördern. Wie das aussehen kann, erklärt Phillip Brändle von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft.

"Ich kann der Natur doch nicht böse sein"

"Ich kann der Natur doch nicht böse sein"
Christoph Bäcker (c) Weingut Bäcker
Christoph Bäcker war der erste Bio-Winzer im Ahrtal - und hat sein Weingut in Ahrweiler fast komplett verloren. Wie geht's jetzt weiter? Ein Gespräch über Existenznöte, Glück im Unglück und den schwierigen Wiederaufbau des Weinguts. Bäcker: "Ich hoffe, es geht ohne Abrissbirne." Die Fragen stellte Manfred Kriener.

Trauer um Franz Pozelt

Trauer um Franz Pozelt
(c) Canva
Zu Beginn der Woche hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass Franz Pozelt verstorben ist. Mit ihm verliert Slow Food nicht nur eines seiner langjährigsten Mitglieder, sondern auch einen engagierten Streiter für die Ziele unseres Vereins. Durch sein fundiertes Sachwissen und seine herzliche, stets interessierte Art hat er die Arbeit von Slow Food und speziell seines Conviviums Berlin über Jahrzehnte bereichert. Als Sprecher der Messen und Märkte-Kommission und Messeprüfer der Slow Food Messe „Markt des guten Geschmacks“ hat er sich aktiv dafür eingesetzt, möglichst vielen Menschen gute, saubere und faire Lebensmittel näher zu bringen.

Workshop 2: Zucht – der vernachlässigte Aspekt der Fleischqualität

Workshop 2: Zucht – der vernachlässigte Aspekt der Fleischqualität
(c) Marion Hunger
Der zweite Workshop und erste Präsenz-Termin 2021 des Projektes „Nachhaltige Rindfleischerzeugung“ fand am 12. Mai in der Uckermark auf Gut Temmen statt. Mit dabei waren Landwirt*innen aus der Region sowie Fachleute aus Anbauverbänden und der Gastronomie. Das Kriterium der “Diversität" spielte beim Treffen eine große Rolle.

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht
(c) Slow Food
Mehr Wertschätzung für Landwirte, Bereitschaft zu faireren Preisen, Unterstützung regionalen Lebensmittelhandwerks: Verbraucher*innen können aktiv den Wandel zu einer besseren Lebensmittelwelt vorantreiben. Am Ende braucht es aber politische Unterstützung – und die fällt zu unentschlossen aus, zeigt ein politisches Werkstattgespräch von Slow Food Deutschland und dem Institut für Welternährung.

Vom Bier for future bis zum Bienenflüsterer: Online-Verkostung mit Marktheldenprodukten der Slow Food Messe

Vom Bier for future bis zum Bienenflüsterer: Online-Verkostung mit Marktheldenprodukten der Slow Food Messe
(c) Messe Stuttgart
Mehr als 500 Pakete mit Marktheldenprodukten wurden durch die Republik verschickt. Am 18. Juni ließen sich zahlreiche Interessierte durch die Online-Verkostung leiten. Die Veranstaltung war ein Trost für alle, die den „Markt des guten Geschmacks – die Slow Food Messe“ schon im zweiten Jahr schmerzlich vermisst hatten – und eine willkommene Gelegenheit für Slow-Food-Neulinge, die Philosophie der internationalen Bewegung mit allen Sinnen zu erleben.

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche

Mit Slow Food gut Kirschen essen: 46 traditionelle Kirschsorten aus dem Oberen Mittelrheintal stehen unter dem Schutz der Arche
(c) Annette Braun-Lüllemann
Der neue Arche-Passagier von Slow Food setzt sich aus 38 Süß-, vier Sauer- und vier Bastardkirschen zusammen. Gemeinsam ist ihnen ihre Heimat: Das Obere Mittelrheintal, das zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt. Die alten Kirschsorten umfassen eine Vielfalt in Form, Größe, Festigkeit sowie Farbe und Geschmack, die in Supermärkten sowie an den meisten Straßenverkaufsständen heute nicht mehr zu finden ist. Sie eignen sich für den Frischverzehr ebenso wie für alle Arten der Verarbeitung für Marmeladen, Liköre oder Säfte, in Balsamico als Begleiter für herzhaften Speisen oder als Kuchenzutat. Mit der Aufnahme in die Arche möchte Slow Food diese Vielfalt für Mensch und Natur erhalten.

Slow Food Deutschland: Neuer Vorstand gewählt

Slow Food Deutschland: Neuer Vorstand gewählt
(c) meerfreiheit.com
19.06.2021 – Bei der heutigen ordentlichen Mitgliederversammlung von Slow Food Deutschland e. V. (SFD) wurde ein neues Führungsteam gewählt. Der neue fünfköpfige Vorstand besteht aus der Vorsitzenden Dr. Nina Wolff, dem stellvertretenden Vorsitzenden Jens Witt sowie aus dem Schatzmeister Sebastian Wenzel, dem Beisitzer Klaus Flesch und der Beisitzerin Lea Leimann. Gemeinsam freuen sie sich darauf, als Vorstand von Slow Food Deutschland die Ernährungswende mitzugestalten.

Beste Reste

Beste Reste
(c) Slow Food Deutschland
Volle Regale im Supermarkt verführen dazu, mehr einzukaufen als eigentlich gebraucht wird. Und so bleiben oft genug Reste übrig, die im Kühlschrank immer weiter nach hinten wandern, bis sie schließlich im Müll landen. Ein Online-Kochkurs der Slow Food Youth beschäftigte sich mit dem Thema Lebensmittelverschwendung.

Trauer um Rudolf Böhler

Trauer um Rudolf Böhler
(c) Dietmar Freitsmiedl
Vergangene Woche verstarb Rudolf Böhler nach langer, schwerer Krankheit. Mit ihm verliert Slow Food Deutschland und ganz besonders das Convivium München einen überaus aktiven Mitstreiter. Sein Eintritt in den Verein 2005 legte den Grundstein für sein Engagement. Er gehört zu den Initiatoren der Slow Mobile und kümmerte sich darum, dass einer dieser zum Kochen und Lernen ausgebauten Bauwagen erfolgreich Zwischenstopp an Münchner Schulen machte.

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen

Keine Ernährungswende ohne nachhaltige Gastronom*innen
(c) Marion Hunger
Zum Tag der nachhaltigen Gastronomie (18.6.) verweist Slow Food Deutschland (SFD) auf die zentrale Bedeutung der Gastronomie für die Transformation unseres Ernährungssystems. Der Verein appelliert an Politik und Verbraucher*innen, Gastronom*innen zu unterstützen, die sich in fairen regionalen Netzwerken engagieren und lokale Märkte stärken. Zukunftsfähig arbeitende Chefs und Chefinnen sind mehr als Zubereiter*innen von Mahlzeiten. Sie sind Botschafter*innen für ein faires Lebensmittelsystem, ob in Restaurant, Kantine oder Mensa. Viele von ihnen sind kulinarisch und politisch bei Slow Food beheimatet: in der Köch*innen-Vereinigung Chef Alliance sowie im Genussführer.

Erster Ursula Hudson Preis von Slow Food verliehen: „Jede*r Einzelne kann die Ernährungswende vorantreiben“

Erster Ursula Hudson Preis von Slow Food verliehen: „Jede*r Einzelne kann die Ernährungswende vorantreiben“
(c) Marion Hunger
Slow Food Deutschland (SFD) hat zum ersten Mal den Ursula Hudson Preis für vorbildliches Engagement für die Ernährungswende verliehen. Ausgezeichnet wurde GreenfairPlanet und deren Initiatorin Elisabeth Schmelzer . Sie ist nicht die einzige Gewinnerin – gewonnen hat auch der Einsatz für eine bessere Ernährungswelt generell. Zeigt die Preisvergabe doch, wie viele inspirierende Initiativen mittlerweile für dieses Ziel eintreten.

Mindener Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet mit dem Ursula Hudson Preis 2021 ausgezeichnet

Mindener Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet mit dem Ursula Hudson Preis 2021 ausgezeichnet
(c) Slow Food Youth Deutschland
14.06.2021 - Slow Food Deutschland (SFD) hat heute erstmalig den Ursula Hudson Preis verliehen und zeichnet damit Menschen aus, die sich beispielhaft für die Transformation unseres Ernährungssystems engagieren und andere zum Nachahmen inspirieren. Sie sind Botschafter*innen für eine Ernährungswelt, in der alle Menschen gute und fair erzeugte Lebensmittel genießen können. Hauptpreisträgerin 2021 ist Elisabeth Schmelzer. Sie betreibt den Gemeinschaftsgarten GreenFairPlanet in Minden, Nordrhein Westfalen. Es ist ein Ort der Begegnung, Teilhabe und Bildung und er ist offen für alle: Kinder, Geflüchtete, Nachbar*innen, Engagierte, Interessierte.

Our Food Our Future: Verbraucher*innen zur Beteiligung aufgerufen.

Our Food Our Future: Verbraucher*innen zur Beteiligung aufgerufen.
(c) Our Food. Our Future
10.06.2021 – Im Rahmen der paneuropäischen Kampagne ‚Our Food our Future‘ setzt sich Slow Food Deutschland gemeinsam mit 16 Partnerorganisationen für ein faires Lebensmittelsystem ein. Im Fokus steht die Fairness gegenüber Arbeitsmigrant*innen, Umwelt und Klima. Ziel ist es, Verbraucher*innen in Europa von nachhaltigen Kaufentscheidungen zu überzeugen und den öffentlichen Druck auf politische Entscheidungsträger*innen zu erhöhen. Ab sofort können sich junge Erwachsene europaweit an einem Ideenwettbewerbbeteiligen und mit ihrer Kreativität die Kampagne vorantreiben. Einsendeschluss ist der 31. August 2021.

Die Ziege ganz denken

Die Ziege ganz denken
(c) www.meerfreiheit.com
So lautet das Thema, das die Chef Alliance von Slow Food für den diesjährigen Tag der nachhaltigen Gastronomie am 18. Juni gewählt hat. „Fleisch!?“, hören wir schon die ersten entsetzten Rufe, haben wir doch in den letzten Jahren so viel darüber geredet, wie wichtig es ist, unseren Fleischkonsum zu reduzieren. Richtig. Genau darüber wollen wir reden.

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen

Heimischer Anbau, unfaire Bedingungen
(c) Slow Food
Spargel und Erdbeeren gehören für viele Menschen im Juni unbedingt auf den Tisch. Doch die Ernte wird traditionell von Saisonarbeiter*innen erledigt, die oft schlecht bezahlt und untergebracht sind. Die Slow Food Youth befasste sich in einem Online-Kochkurs mit den bestehenden Zuständen – und mit Verbesserungsvorschlägen.

Fairness in der Verarbeitung: Keine Wertschöpfung ohne Wertschätzung

Fairness in der Verarbeitung: Keine Wertschöpfung ohne Wertschätzung
(c) Thönes
An der Landwirtschaft verdienen viele, in der Landwirtschaft kaum jemand – nach diesem Motto entwickelte sich über Jahrzehnte die Einkommenssituation vom Acker auf dem Teller. Doch längst gibt es eine Gegenbewegung: Verarbeiter*innen, die ihre Erzeuger*innen fair bezahlen, so dass diese wiederum fair mit Tier, Umwelt und Mitarbeitenden umgehen können.

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