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„Ausbeutungsprobleme aus der sogenannten Dritten Welt rücken näher“

„Ausbeutungsprobleme aus der sogenannten Dritten Welt rücken näher“
(c) Karl Heinz Jobst
Viele Lebensmittel entstehen unter extrem problematischen sozialen Bedingungen. Auch, weil es kaum Sozialstandards für den Landwirtschaftsbereich gibt, die funktionieren. Die Folge: Fairtrade ist nicht nur im Handel mit südlichen Ländern nötig, sondern längst auch innerhalb Europas. Bisher hängt das am Engagement einzelner. Slow Food fordert nun: Es braucht verbindliche Sozialstandards entlang der Wertschöpfungskette. Die Initiative NoCap macht es vor, wie Christiane Lüst erklärt.

Audiofeature "Rot wie Blut: Der bittere Beigeschmack italienischer Tomaten"

Audiofeature "Rot wie Blut: Der bittere Beigeschmack italienischer Tomaten"
(c) Girogia Giudice, Slow Food Youth Italy
Das Feature nimmt die Hörer*innen mit auf eine etwas andere Reise nach Italien. Eine Reise entlang einer korrupten Wertschöpfungskette, in der die systematische Ausbeutung migrantischer Erntehelfer*innen zum Alltag gehört und große Supermarktketten mittels fragwürdiger Praktiken ihre Macht auf dem Markt etablieren. Zugleich ist das Feature aber auch die Erzählung von einem politischen und kulturellen Wandel, durch den wir alle uns täglich für ein gutes, sauberes, faires und an erster Stelle gewaltfreies Lebensmittelsystem einsetzen können.

Slow Food Podium Europäische Agrar- und Lebensmittelpolitik

Mit der Kampagne „Zukunft Würzen“ haben Slow Food und Slow Food Youth Deutschland die bevorstehende Bundestagswahl zur Ernährungswahl erklärt. „Für eine Ernährungspolitik, die schmeckt“ bedarf es aus Sicht des Vereins in der neuen Legislaturperiode nicht nur eines ambitionierteren und ganzheitlicheren Ansatzes auf nationaler Ebene, sondern auch eines stärkeren Engagements der Bundesregierung in Europa.

Tag der Fische: Nur ein angemessener Klimaschutz sichert künftig den Genuss von Hering und Co

Tag der Fische: Nur ein angemessener Klimaschutz sichert künftig den Genuss von Hering und Co
(c) Archivio Slow Food
20.08.2021 - Zum Tag der Fische am 22. August fordert Slow Food Deutschland die Politik zu einem angemessenen Klimaschutz auf. Das ist Voraussetzung dafür, Fisch als wertvolles Nahrungsmittel auch für die Zukunft zu sichern. Die Klimakrise aber setzt verschiedenen Fischarten und ihren Lebensräumen bereits heute massiv zu. Gut sichtbar und wissenschaftlich belegt ist dies beim Hering, dem vor allem aufgrund der Erwärmung der Ostsee der Nachwuchs schwindet. An ihrer Küste bildet die Fischerei für viele Menschen die Lebensgrundlage und einen wichtigen soziokulturellen Bezugspunkt. Mit einer traditionellen Zielart droht auch die regionale Fischerei- und Küstenkultur zu schwinden.

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“

„Genetische Vielfalt ist ein Wert an sich“
(c) David Peacock
Als David Peacock 2011 seinen Erdhof Seewald in Mecklenburg Vorpommen bezog, sagten ihm alle: Da kannst du keine Landwirtschaft betreiben. Und David Peacock sagte: doch. Er sollte recht behalten.Heute betreiben David Peacock und seine zwei festen Mitstreiter*innen dort im Nordosten auf 111 Hektar nicht nur einen Bauernhof, sondern einen vorbildlichen Betrieb. Wo früher nur Kühe Milch gaben, tummeln sich heute Rinder, Schweine und Hühner, wachsen Kartoffeln, Getreide und Gemüse, leben wilde Kräuter, Insekten und Pflanzen. Gelebte Vielfalt eben, oder wie David Peacock sagen würde: Der Grund, warum sein Erdhof überhaupt noch existiert.

Tomatensalat mit Brunnenkresse und frischem Meerrettich

Tomatensalat mit Brunnenkresse und frischem Meerrettich
Tomatensalat kling sommerlich, aber auch ein bisschen langweilig. Spannender ist schon der griechische Bauernsalat mit Feta. Im heutigen, supereinfachen Rezept aber soll der Meerrettich, die Heilpflanze des Jahres 2021 mal zeigen, was er noch kann, außer im Süden den Tafelspitz und im Norden den Räucherfrisch zu erfrischen.

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“

„Europa müsste die Umstellung auf ein System, das das Gemeinwohl fördert, viel konsequenter vorantreiben“
(c) privat
Für Slow Food steht fest: Nach der Bundestagswahl muss sich die Bundesregierung für eine nachhaltigere Ernährungspolitik auch in Europa einsetzen. Vor allem darf Europa Subventionen nur noch an Landwirt*innen vergeben, die durch ihre Arbeit das Gemeinwohl fördern. Wie das aussehen kann, erklärt Phillip Brändle von der Arbeitsgemeinschaft bäuerlicher Landwirtschaft.

Kulinarischer Kalender im Juli: Frankfurter Grüne Sauce mit Kartoffeln und Ei

Kulinarischer Kalender im Juli: Frankfurter Grüne Sauce mit Kartoffeln und Ei
(c) apokaluebke
Wie Grüne Sauce nicht geht und was ein Fest ist - Festlich, aber machbar soll es sein, so haben wir es zur Geburtsstunde des kulinarischen Kalenders besprochen, der jetzt schon ein Jahr alt wird. Aber was ist überhaupt ein festliches Essen? Etwas Teures oder Seltenes? Ein großes Stück Fleisch? Etwas, das besonders viel Arbeit gemacht hat? Oder kann es auch ein Fest sein, in die erste reife Tomate zu beißen? Wo liegt das Glück beim Essen, wie schmeckt Versöhnung, Freundschaft oder die gute alte Zeit? Für jeden Menschen wird das anders sein. Deshalb ist der Jubiläumsteller angelehnt an ein einfaches Traditionsgericht aus Hessen, für das eigentlich ganz genau festgelegt ist, was reindarf und was nicht. Zum Beispiel die typischen sieben Kräuter.

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht

Warum wir alle die Ernährungswende vorantreiben können – und es ohne Politik dennoch nicht geht
(c) Slow Food
Mehr Wertschätzung für Landwirte, Bereitschaft zu faireren Preisen, Unterstützung regionalen Lebensmittelhandwerks: Verbraucher*innen können aktiv den Wandel zu einer besseren Lebensmittelwelt vorantreiben. Am Ende braucht es aber politische Unterstützung – und die fällt zu unentschlossen aus, zeigt ein politisches Werkstattgespräch von Slow Food Deutschland und dem Institut für Welternährung.

Senf-Eier vom "Bruder-Ei" mit Gurkensalat

Senf-Eier vom "Bruder-Ei" mit Gurkensalat
(c) Klaus Schönemann
Im Juli präsentiert uns Chef-Alliance Koch Klaus Schönemann einen Klassiker: Senfeier. Das Gericht ist schnell zubereitet und vernbindet in Kombination mit dem Gurkensalat Frische und Geschmack. Ideal für den Sommer!

Vielfalt auf der Wiese, Vielfalt im Glas: Streuobst kann mehr als nur Saft

Vielfalt auf der Wiese, Vielfalt im Glas: Streuobst kann mehr als nur Saft
(c) Stahringer Streuobstmosterei
Da kreucht und fleucht es: Streuobstwiesen sind für viele Tiere, Insekten und auch Pflanzen ein guter Ort zum Leben. Am Internationalen Tag der Biodiversität (22.5.) befasste sich eine Slow- Food-Verkostung deshalb mit vier ganz unterschiedlichen Erzeugnissen aus Streuobst – und den Unterschieden zum Saft aus ökologisch angebauten Früchten.

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