Auf Entdeckertour zur guten Nahrung im ländlichen Raum Waldeck-Frankenberg

Die Region Waldeck-Frankenberg bietet nicht nur Sehenswürdigkeiten und viel Natur. Auch die kulinarischen Angebote haben einige Besonderheiten zu bieten.

con_mr-100517_wochenmarkt_frankenberg_01.jpg

 
(Text und Bilder von Thomas Rotarius, Convivium Mittelhessen)

Jeden Samstag von 8-12 Uhr organisieren die Landfrauen der Region Waldeck-Frankenberg einen Wochenmarkt in der Schirn des Frankenberger Rathauses.

Stimmungsvoller kann regional einkaufen kaum sein: Von den Käseprodukten eines Biobauernhofes und der Hausmacher Wurst bis hin zum kräftigen Brot aus dem Backhaus und fangfrischen oder geräucherten Forellen. Mittendrin ein paar Biertische mit Bänken zum gemütlichen Plausch bei Kaffee, Waffeln und Kuchen.

Weitere Informationen:
wochenmarkt-frankenberg.de

Reichhaltiges Angebot des Wochenmarktes

Schottische Hochlandrinder – die Landschaftspfleger im Orketal

Der Besuch des Wochenmarktes in der Rathausschirn war der Auftakt der Entdeckertour des Slowfood Conviviums Mittelhessen – Ziel die nordhessische Region Waldeck-Frankenberg. Gerade hier im ländlichen Raum erhalten sich kleinteilige Strukturen und gibt es Nischen, wo Neues ausprobiert wird.

So führte uns der Weg auch folgerichtig ins idyllische Orketal – kristallklar schlängelt sich hier der Bach durch die Wiesen. Dass diese Landschaftsform so bleibt, dafür sorgen Ziegen, Schafe und seit neustem auch schottische Hochlandrinder. Das Ehepaar Heesen hat sich auf dem Gut Reckenberg niedergelassen und widmet sich mit Leidenschaft der Hochland- rinderzucht. Auf der einen Seite erzeugen sie ein hochwertiges, besonders schmackhaftes Rindfleisch und auf der anderen Seite betreiben sie eine extensive, naturnahe Landschaftspflege der Orke-Auwiesen.

Christian Heesen im Gespräch mit Conviviumsmitgliedern

Mit einem Besatz von einem Tier pro Hektar gewährleisten sie gerade das Freihalten der Landschaft. Die Kälber wachsen bis zum Alter von 10 Monaten bei ihren Müttern auf und ernähren sich ausschließlich von der Muttermilch. Die Großen fressen nur, was die Natur ihnen anbietet: Gras und Kräuter (im Winter Zufüttern mit eigenem Bioheu).

Wenn Sie Appetit bekommen haben, melden Sie sich ab Herbst 2010. Dann gibt es das erste Fleisch der Hochlandrinder gemischt in 5 oder 10 kg Paketen.

Weitere Informationen:
Gut Reckenberg, Christian Heesen, Reckenberg 1, 35104 Lichtenfels-Fürstenberg,
Tel. 0536/99008
gut-reckenberg.de
ZW1haWxAZ3V0LXJlY2tlbmJlcmcuZGU=

Nachwuchs auf Gut Reckenberg

Der besondere Geschmack aus Nordhessens kleinster Molkerei in Sachsenberg

Zum Kontrast ging es dann zur kleinsten Molkerei Nordhessens nach Sachsenberg. Hier hat Klaus-Jürgen Ochse nach Jahren der Arbeit in Großmolkereien die Gelegenheit ergriffen und sich selbstständig gemacht.

Sammelbehälter der Molkerei Sachsenberg

Die Milch von 31 Bauernhöfen im Umkreis von 30 Kilometern – insgesamt rund 15.000 Liter – verarbeitet er jeden Tag außer sonntags auf gute, handwerkliche Art. Das schmeckt man besonders bei der köstlichen Sauerrahmbutter, der Buttermilch, dem Kochkäse und auch dem handgeschöpftem Quark.

Das neustes Erzeugnis ist ein würziger, fester Ziegenkäse. Die Molkereiprodukte können im eigenen Laden Mo, Mi, Fr und Sa von 8-12 Uhr gekauft werden oder samstags auf dem Wochenmarkt in Frankenberg.

Weitere Informationen:
Molkerei Sachsenberg, Orkerstr. 19, 35104 Lichtenfels-Sachsenberg, Tel. 06454/227

Käse aus Sachsenberg

In der beschaulichen Ruhe der „Bärenmühle“ im Lengelbachtal haben wir dann bei einem schmackhaften Essen den ereignisreichen Tag ausklingen lassen. Hierhin zieht es an den Wochenenden Ruhesuchende aus dem geschäftigen Rhein-Main-Gebiet. Die „Bärenmühle“ bietet diesen Luxus der Ruhe mit gepflegter Gastlichkeit inmitten einer wunderbaren Natur.

Weitere Informationen:
www.baerenmuehle.de

Einladende Tafel in der Bärenmühle

Inhaltspezifische Aktionen