Das Augsburger Huhn und anderes Geflügel

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Das zweifelhafte Wetter hatte die Mitglieder des Augsburger Slowfood Conviviums und einige Kunden des Hollerhofs vom Besuch nicht abhalten können. Familie Zimmerman hatte den Laden ausgeräumt, mit Bänken und Stühlen ausgestattet, Kaffee gekocht und Kuchen gebacken. Wir saßen im Trockenen. Als sich aber immer mehr Zuhörer einfanden, wurden weitere Stühle und auch einige Sessel herbeigeschafft.


Frau Zimmermann erklärte uns den Unterschied zwischen Zweinutzungshühnern - am Beispiel des Augsburger und des Mechelner Huhns – und reinen Lege- und Fleischhühnern am „lebenden Objekt“. Die Fleischhühner sind in kürzester Zeit schlachtreif, die Legehennen sind reine Eierproduzenten. Im Hollerhof wird bei allen Hühnern das gleiche, einwandfreie Futter verwendet, Medikamente kommen selten, meist kommen geeignete Kräuter zum Einsatz, wenn Erkrankungen drohen.

Uns interessierten natürlich hauptsächlich die alten Rassen. Das Augsburger Huhn und auch das Mechelner gehören zu den gefährdeten Rassen und mit deren Zubereitung ist man nicht mehr vertraut. Sie brauchen einfach eine längere Garzeit als die „modernen“ Hühner. Einige Slow Food Mitglieder hatten die Zubereitung schon erprobt und ihre Rezepte zur Verfügung gestellt. Marianne Wager gab einige Tipps, wie Enttäuschungen vermieden werden können.
 
Beim anschließenden Gang durch den Hühnerhof kam dann auch die Sonne zum Vorschein. Die Tiere haben dort sehr viel Platz, können scharren und unter den Büschen Schutz suchen. Da Frau Zimmermann Futter dabei hatte, waren wir schnell umringt. Besonders schön war, dass sich noch Puten, Gänse und Enten auf dem Hof herumtrieben und wir die freundlichen Schweine besuchen konnten. Auch die Angusrinder durften in die Sonne.

Herzlichen Dank an Familie Zimmermann!

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