Convivium Nordhessen

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Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V.


Slow Food Nordhessen hat 2004 die Ahle Wurscht in die "Arche des Geschmackes" von Slow Food International gebracht, weil die Herstellung in der Qualität traditionellen Hausschlachtung gefährdet ist. Auf Initiative des Conviviums wurde der "Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht e. V." gegründet. 

Ziele des Fördervereins sind:

. Die Bewahrung und Förderung des traditionellen Herstellungsverfahrens für Nordhessische Ahle Wurscht.

. Die Festlegung der Qualitätsmerkmale für eine Zertifizierung des traditionellen Herstellungsverfahrens und die Durchführung einer jährlichen Auditierung der teilnehmenden Betriebe 

. Die Förderung der wirtschaftlichen Interessen von Herstellern Nordhessischer Ahler Wurscht in traditioneller Qualität.

. Die Erforschung, Bewahrung und Förderung der mit der Nordhessischen Ahlen Wurscht verbundenen Esskultur.
Im Förderverein sind heute neben Ehrenamtlichen aus den Reihen von Slow Food neun Metzgerbetriebe organsiert, die die Verarbeitung von schweren Schweinen aus der Region, schlachtfrische Verarbeitung, den Verzicht auf Gewürzmischungen, Reifebeschleuniger und Zusatzstoffe außer Salpeter garantieren und die Ahle Wurscht erst nach Erreichung der Mindestreifezeiten für das jeweilige Kaliber in den Verkauf bringen. Weitere Informationen zu den Aktivitäten des Fördervereins und Zugänge zu den Onlineshops der Betriebe gibt es über die Internetseite des Fördervereins.
Hier geht es zur Internetseite des Fördervereins Nordhessische Ahle Wurscht

Auf eine Wurst mit… Stevan Paul

„Gesellschaftliche Entwicklungen werden von oben nach unten durchgereicht“ ist eine Formulierung, die Paul erst als merkwürdig empfunden hat, doch mit der Zeit für ihn immer klarer wurde. „Es gibt wenige Menschen, die sich Gedanken über gutes Essen machen, darüber reden, darüber schreiben. Es sind zunächst wenige, aber das Wissen sickert irgendwann durch“, glaubt er. „Wenn man sich die Entwicklungen bei Bio und auch bei der Diskussion um den Vegetarismus in den letzten 20 Jahren anschaut, sind die so immens, dass ich voller Hoffnung bin, dass Menschen bald wieder aufmerksamer essen.“


Neue Folge: Auf eine Wurst mit Stevan Paul. Hendrik Haase kommt bei einer Ahlen mit Stevan Paul ins Gespräch. Viel Spaß!

Auf eine Wurst mit... Stevan Paul

Slow Food Nordhessen gewinnt Förderpreis Ernährungskultur

“Etablierung und Weiterentwicklung des Fördervereins Nordhessische Ahle Wurscht” – Mit dieser Bewerbung hat Slow Food Nordhessen auf Anhieb den bereits zum 7. Mal vergebenen Förderpreis Ernährungskultur gewonnen. Am 18.10.2010 wurde der Preis in feierlichem Rahmen in Kassel überreicht.


Ahle Wurscht - ohne Agro-Gentechnik ?

Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich am Montag, 12.1.09 in der Melsunger Stadthalle die Mitglieder des Fördervereins „Nordhessische Ahle Wurscht“. Vereinsvorsitzender Dieter Rohde, Kassel, und Dr. Hanns Kniepkamp, Leiter des Slow-Food-Conviviums Nordhessen hoben in ihren Begrüßungen hervor, dass zu einem guten Qualitätsprodukt nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch gute Rohstoffe und sauber hergestellte Ausgangsmaterialien gehören.

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Ahle Wurscht - ohne Gentechnik ?

Mit dieser Fragestellung beschäftigten sich am Montag, 12.1.09 in der Melsunger Stadthalle die Mitglieder des Fördervereins „Nordhessische Ahle Wurscht“.
Vereinsvorsitzender Dieter Rohde, Kassel, und Dr. Hanns Kiepkamp, Leiter des Slow-Food-Conviviums Nordhessen hoben  in ihren Begrüßungen hervor, dass zu einem guten Qualitätsprodukt nicht nur handwerkliche Fähigkeiten, sondern auch gute Rohstoffe und sauber hergestellte Ausgangsmaterialien gehören.
Wenn es Zweifel an genmanipulierten Futtermitteln gibt, dann solle es im Bemühen aller Beteiligten bei der Herstellung einer traditionellen Spezialität wie der Nordhessischen Ahlen Wurscht des Fördervereins sein, diese auszuräumen.
 
Mit dieser Zielsetzung stellten die Referenten des Abends, Dr. Peter Hamel (Storndorf, Vogelsberg) und Dr. Jürgen Weiß, (Kassel) Möglichkeiten vor, wie Schweine ohne genmanipulierte Futtermittel gemästet werden können.
 
Dr. Hamel erläuterte,  warum viele hessische Bauern inzwischen jährlich über 5000 to garantiert gentechnikfreies Sojaschrot einsetzen:
Die Zweifel an genmanipulierten Futtermitteln würden in letzter Zeit immer häufiger genährt durch wissenschaftliche Untersuchungen, die bei Langzeitfütterungsversuchen Fruchtbarkeits- und sonstige gesundheitliche Störungen nachweisen.
Darüber hinaus gelte es zu verhindern, dass die Landwirtschaft in den nächsten Jahren in die Abhängigkeit von wenigen Zuchtkonzernen gerate, die bereits heute den Sojamarkt zu 80% beherrschen.
Er zeigte Wege auf, wie GVO-freies Sojaschrot von Brasilien bis auf die einzelnen Höfe beschafft werden könne, zu geringfügig höheren Preisen., die durch eine bessere Futterqualität weitgehend ausgeglichen würden.
Die Mitglieder des Fördervereins waren sich einig, diese Preisaufschläge im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit schultern zu können.
Dr. Weiß zeigte weitere Möglichkeiten auf, wie Schweine mit einheimischen Eiweißfuttermitteln garantiert gentechnikfrei und mit guten Mastergebnissen gefüttert werden können.
Dabei sollte vor allem Rapsextraktionsschrot eingesetzt werden. Viele Fütterungsversuche hätten bewiesen, dass die modernen 00 – Rapssorten sich sehr gut in der Mast von schweren Schweinen eignen.
Neben Rapsextraktionsschrot stehen auch Ackerbohnen, Erbsen und Lupinen für die Versorgung zur Verfügung. Deren Anbau sei auch aus landschaftsökologischen Gründen sehr wichtig und werde von der Landesregierung gefördert.
Bei der Verwendung von heimischen Futtermitteln seien neben dem Verzicht auf GVO-Soja weitere zusätzliche Effekte zu erzielen . Zum Einen werden Transporte von Kontinent zu Kontinent und damit der CO2 Ausstoß eingeschränkt, zum Anderen die einheimische Landwirtschaft zusätzlich gestärkt.
 
Bei der abschließenden Diskussion wurde erkennbar, dass viele anwesende Metzger in den nächsten Monaten gemeinsam mit ihren Landwirten an dem Projekt Ahle Wurscht- „ohne Gentechnik“ arbeiten werden.
Ziel ist es, so schnell als möglich die Nordhessische Ahle Wurscht der Mitglieder des Fördervereins „ohne Gentechnik“ herzustellen.


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