Convivium Hannover

Kontakt: Frank Buchholz
Adresse: Paul-Ehrlich-Str. 12 b, 30952 Ronnenberg

Fon: (0511) 46 38 94
Fax: (0511) 41 52 70

E-Mail: hannover (at) slowfood.de

Kontakt

Wer wir sind

Hannover bietet mehr als Schützenfest, Messe oder Hauptbahnhof. Die Region steht im Spannungsfeld von agrarindustrieller Produktion und bäuerlicher bzw. handwerklicher Lebensmittelerzeugung, die politischen Fäden von Deutschlands Agrarland Nr. 1 laufen hier zusammen.

Das Convivium Hannover bemüht sich um die intensive Vernetzung von Verbrauchern und Erzeugern, verschiedene Modelle von solidarischer Landwirtschaft werden derzeit sondiert. Das Bewusstsein für gute, saubere, faire Lebensmittel und die Freude daran möchten wir verstärkt auch bei Kindern und Jugendlichen fördern.

Wichtig ist uns der konstruktive Kontakt zu den Institutionen, mit denen wir Berührungspunkte haben, und wir freuen uns immer über Gäste bei allen unseren Veranstaltungen. Exkursionen und Betriebsbesichtigungen vertiefen das Wissen über unser Essen, daneben pflegen wir den geselligen Austausch im Rahmen unserer monatlichen Tafelrunde oder bei besonderen Menüabenden.

Dazu sind Gäste, auch Nichtmitglieder, jederzeit gerne willkommen!
(Näheres unter "Aktuelle Termine".)


Solidarische Landwirtschaft in der Region Hannover

Der von Carlo Pedrini geprägte Begriff „Koproduzent“ war bisher Menschen außerhalb der Slow Food Bewegung nur schwer zu vermitteln. Seit dem 26. Februar 2012 ist dies am Beispiel der ersten „Solidarischen Landwirtschaft“ im Calenberger Land viel leichter geworden. Es gibt keine strenge Differenzierung zwischen Produzenten und Verbrauchern. Alle 70 Beteiligten an der SoLaWi „Wildwuchs“ – dies ist der Name für den in Leveste gelegenen Betrieb – tragen gemeinsam die Verantwortung, indem sie den Betrieb jeweils für ein Jahr finanziell absichern und auch ihre Fähigkeiten einbringen. Hierdurch können äußere Einflüsse durch die Gemeinschaft aufgefangen werden, und alle Beteiligten erhalten frisches Obst und Gemüse aus einem Anbau, den sie selbst mit gestalten. Dies bedeutet abgesehen vom eigenen Garten die größtmögliche Nähe zum Lebensmittel. In einer SoLaWi ist Transparenz vollständig durch die eigene Beteiligung gegeben.

Der Anbau erfolgt nach ökologischen Kriterien. Region und Saison erlangen eine neue Bedeutung, da nur das geerntet werden kann, was auf dem Boden zur jeweiligen Jahreszeit wächst.

Die Mitglieder versorgen sich über Depots, um lange Fahrwege der Einzelnen zu reduzieren. Innerhalb der Gemeinschaft findet ein reger Austausch über Rezepte und Haltbarmachungsverfahren statt.

In Deutschland gibt es bisher über 20 Betriebe, die sich der solidarischen Landwirtschaft und damit dem Erhalt der bäuerlichen Landwirtschaft verpflichtet fühlen. Die Bewegung wächst; so existieren in Frankreich bereits ca. 1000 Betriebe. Es ist eine Art von Gemeinwohlökonomie, da auf Bankkredite verzichtet werden kann und Missernten nicht gefürchtet werden müssen, die normalerweise den finanziellen Ruin eines Betriebs bedeuten können. Hier trägt die Gemeinschaft auf vielen Schultern die Risiken, und kleine Betriebe können erhalten werden.

Die Mitglieder interessieren sich für die Belange des Naturschutzes, alte Sorten und den Klimaschutz (keine beheizten Gewächshäuser für die Tomate im Dezember). Für die Slow Food Bewegung entsteht hier ein interessanter und wichtiger Partner, der alle Slow Food Prinzipien berücksichtigt und noch darüber hinausgeht, da nicht nur Solidarität gegenüber der Landwirtschaft geübt wird, sondern auch eine innere Solidarität gegenüber nicht ausreichend finanzkräftigen Koproduzenten geboten wird. Alle Mitglieder erhalten die gleichen Lebensmittel in jeweils verfügbaren Mengen unabhängig von der Höhe ihrer Gebote für die regelmäßigen Beiträge.

Anbau und Anbaupläne liegen natürlich in Händen von Fachleuten, die solidarisch entlohnt werden und nicht wie Saisonarbeiter aus Osteuropa.

Für Interessierte besteht die Möglichkeit, sich in eine Warteliste einzutragen, da im nächsten Jahr weitere Flächen in den Anbau genommen werden und somit die Versorgung weiterer Koproduzenten möglich wird.

Kontakt: wildwuchs@gmx.de

Regionale Infos über SoLaWi: Ralf Boje; Tel.: 0174-78 522 12 oder info@erntegemeinschaft.de

Weitere Informationen

Aktuelle Termine

20.05.2012 Autofreier Sonntag, Hannover City
05.06.2012 Tafelrunde Juni, Hannover, Schlossküche Herrenhausen
10.06.2012 Bürger-Brunch Hannover, Hannover, An der Marktkirche
16.06.2012 Auf den Spuren des Wildes durch den Deister, Wennigsen OT Bredenbeck,, Wanderparkplatz Waldrand/Sportplatz
03.07.2012 Tafelrunde Juli, Hannover, Schlossküche Herrenhausen

Weiteres

Aus dem Convivium
Termine
Tipps
Unsere Förderer
Kontakt
Genussführer

In der Leine-Masch bei Hannover.


Unser neuer Veranstaltungskalender 2012

Jetzt ist bereits die 10. Ausgabe erschienen. Auf 48 Seiten wird über aktuelle Veranstaltungen bis September 2012 und weitere interessante Aktionen und Themen berichtet. Erhältlich ist er kostenlos bei allen Slow Food Treffen, bei unseren Förderern, in vielen Geschäften sowie an Marktständen. Der Kalender, der sich ausschließlich über Anzeigen finanziert, ist auch ein kleiner Führer des guten Geschmacks – denn nur Gutes kommt bei uns in die (Einkaufs-)Tüte.



Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 246 259 39 - E-Mail: info@slowfood.de