AKTUELLES aus Frankfurt

Das neue Programm für 2018

Tradition und Zukunft verbinden

Slow Food definiert sich unter anderem dadurch, die Tradition bei den Lebensmitteln hoch zu halten. Wir schätzen gute Produkte, wie sie sich in unserer Region seit langem entwickelt haben, und die nachhaltige Lebensweise. In diesem Jahr schauen wir etwas weiter zurück und informieren uns über alte Tischkultur, fast vergessene Rebsorten und probieren Rezepte aus den historischen Kochbüchern der Frankfurter Kaufleute. Darüber vergessen wir aber nicht die Zukunft. Was passiert mit unserer Nahrung? Immer mehr Menschen werden in Großküchen verpflegt - ist auch dort regionales Essen mit frischen Zutaten möglich? Oder wie gewinnen wir unsere Ernährungssouveränität zurück, um eigene Entscheidungen zur Produktion unserer Lebensmittel treffen zu können?

Slow Food Frankfurt ist deshalb eines der Gründungsmitglieder des neuen Ernährungsrates der Stadt. Außerdem diskutieren wir hier in Frankfurt im Haus am Dom die „95 Thesen für Kopf und Bauch“, die Slow Food Deutschland zusammen mit Misereor entwickelt hat. Es geht darum, die Welt zu einem besseren Ort zu machen, auf dem jeder in Würde leben kann. Und was jeder Einzelne dazu beitragen kann. Den Genuss vergessen wir aber auch nicht, wir kochen, wir organisieren Ausflüge und verkosten guten Wein.

In diesem Programm sollte für jede/n was dabei sein. Und wir haben auch noch weiteres in Planung, was es nicht mehr in die Printversion des Programms geschafft hat. Es lohnt sich also, hier immer mal vorbei zu schauen und/oder sich auf unseren Email-Verteiler setzen zu lassen. Allen Mitgliedern, Freunden und Unterstützern von Slow Food Frankfurt wünsche ich viele anregende und genussvolle Erlebnisse.

Bettina K. Buggle

Convivienleitung Slow Food Frankfurt

Das Programmheft von SlowFood Ffm im pdf-Format als Download

Die Auflösung mit Ergebnissen: unsere deutschlandweite Blind-Roséverkostung war ein spannendes und vor allem feines kulinarisches Erlebnis!

 Heller Wein aus dunklen Trauben“

...so haben wir unsere diesjährige Roséwein-Verkostung genannt: Slow Food Frankfurt hat im letzten Herbst 6 Roséweine ausgesucht, und die Convivien in ganz Deutschland eingeladen, gleichzeitig am 01.06.2017 diese Weine zu verkosten. Alle, die sich angemeldet hatten, bekamen die Weine von uns zugeschickt, mit Klebeband völlig „blind“ und nur durch eine Farbbanderole unterscheidbar.

16 Convivien zwischen Lübeck und dem Chiemgau haben sich beteiligt, die Gruppengrößen schwankten zwischen 4 bis 28.

Am Verkostungsabend durfte jede/r Teilnehmer/in ganz nach eigenem Geschmack die Weine bewerten, 6 Punkte waren zu vergeben – entweder alle an den Favoriten oder einen Punkt an jeden Wein bei den Unentschiedenen. Oder irgendwas dazwischen. Und eine Kurzbeschreibung mit 3 Wörtern pro Wein. Am Ende des Abends wurden Gesamtpunktzahl und Beschreibung für jeden Wein im Internet auf eine von uns programmierte Seite eingegeben, und anschließend die Ergebnisse veröffentlicht, zusammen mit der Information, welcher Wein sich unter welcher Farbbanderole verbarg.

Die Ergebnisse waren verblüffend: es gab keinen eindeutigen Favoriten, im Gegenteil: es war jeder Wein irgendwo mindestens einmal Lieblingswein, und fiel anderswo völlig durch. Und damit war das Ziel erreicht: zu zeigen, dass es keinen absolut besten Wein gibt.

Alle hatten konzentriert die Weine probiert, genau hingeschmeckt und dann ganz bewusst selber bewertet, unbeeinflusst durch Winzernamen, Region- oder Traubenvorlieben. Und die Diskussionen, wie der Wein schmeckt und duftet, ob eher nach Kräutern, Zitrus oder was anderem, die haben allen Teilnehmern viel Spaß gemacht.

Geschmäcker sind eben auch bei Slow Food so wunderbar verschieden.

Das Erlebnis ist zur Nachahmung empfohlen! Folgende Weine waren in den Gläsern der Teilnehmer, und die jeweils damit verbundenen Bewertungen können der hier verfügbaren Zusammenfassung entnommen werden, oder auch im Detail als pdf oder Excel-Übersicht heruntergeladen.

  • 2015 Chiaretto Miti, Tenuta Roveglia, Lombarde
  • Vigneti del Vulture, Pipoli, Basilicata
  • 2015 Deep Blue, Pinot Noir, Weingut Dr. Tesch, Nahe
  • 2015 Rosé feinherb, Feth (demeter), Rheinhessen
  • Spätburgunder Rosé, Weingut Flick, Rheingau
  • Sagaris 2015, Madonna delle Grazie, Basilicata

Unter anderem das Convivium Köln hat an der Verkostung teilgenommen. Wieviel Spaß es gemacht hat, lässt sich dem Bericht entnehmen, auf den wir hier gerne verweisen: Auf der Webseite des Conviviums (domschnecken.de)  ist ein toller Bericht veröffentlicht!


Das aktuelle Programm für 2017

Genuss und Achtsamkeit

Die Begriffe „regional und saisonal“, für Slow Food die wichtigsten Eigenschaften unserer Lebensmittel (neben gut-sauber-fair), spielen in der allgemeinen Presse nicht mehr so eine Rolle wie noch vor kurzer Zeit. Nun ist es die „Achtsamkeit“, die von einschlägigen Veröffentlichungen eingefordert wird. Das ist kein zentraler Begriff für uns – aber wenn man es genau überlegt, ist unser bewusstes Genießen von Lebensmitteln eigentlich nichts anderes. Slow Food rennt keinen Moden oder Trends hinterher, unser Anspruch ist seit 25 Jahren unverändert: wir genießen und wir hinterfragen, wie unsere Lebensmittel hergestellt werden. Und werden aktiv, wenn traditionelle Produktionsmethoden durch industrielle Technik verdrängt werden. Wir achten auf die Nebenwirkungen dieser Entwicklung, auf die Umwelt, oder auf die Verarmung der Geschmacksvielfalt.

Als Konsumenten haben wir die Möglichkeit, unseren kleinen, aber wichtigen Beitrag des Gegensteuerns zu leisten. Durch unsere Kaufentscheidungen, aber hoffentlich auch durch unsere Slow Food Aktivitäten.

Ich wünsche uns allen viel Genuss und anregende Erlebnisse in 2017!

Bettina K. Buggle

Convivienleitung Slow Food

Frankfurt

Das Programmheft von SlowFood Ffm im pdf-Format als Download

Slow Food im Alltag des Conviviums

Slow Food Frankfurt wächst und damit die Vielfalt der Aufgabenstellungen im Convivium.

Es ist lohnend, für eine so schöne Idee wie Slow Food sich einzusetzen, nicht finanziell, aber durch neue Erfahrungen, Wissen und vor allem durch neue Freunde.

Alle Mitglieder sind eingeladen, zu überlegen, ob und für welche Aufgabe er/sie sich engagieren möchte.

Es gibt so viele Ideen, wie die Slow Food Idee weiter umgesetzt werden kann, jeder kann seiner Kreativität und seinem Organisationstalent freien Lauf lassen. Die Conviviumleitung berät, unterstützt und führt die verschiedenen Aktivitäten zusammen.

Fragen und Kommentare sind jederzeit willkommen: email: frankfurt(at)slowfood.de


Gründung des Ernährungsrates Frankfurt

Nach fast 1-jähriger Vorarbeit wurde am 30. September 2017 der Ernährungsrat Frankfurt gegründet.

Ernährungsräte setzen sich für eine sozial gerechte und ökologisch nachhaltige Agrar- und Ernährungswende ein. Sie schaffen Strukturen, damit die Erzeugung von Lebensmitteln wieder regionaler wird. Der Ernährungsrat unterstützt die Stadt Frankfurt auf ihrem Weg zur Umsetzung des globalen Urban Food Policy Pacts, der eine kommunale Politik für ein zukünftiges Ernährungssystem fordert. Diesen unterzeichnete die Stadt Frankfurt am Main im Oktober 2015 und verpflichtete sich damit, die Verantwortung für die Zukunftsfähigkeit des Ernährungssystems ihrer Stadt zu übernehmen.

Mit Hilfe von Arbeitsgruppen sollen Strategien und Maßnahmen für ein nachhaltiges, sicheres, biodiverses, klimaschonendes, faires System zur Versorgung der städtischen Bevölkerung mit gesunden Lebensmitteln entwickelt werden.

Mitglieder der Initiative Ernährungsrat kommen von "Echt Hessisch", "SoLawi Frankfurt", "Transition Town Frankfurt", „Social Impact Lab Frankfurt“, "Slow Food Frankfurt" und dem Verein "Bürger für regionale Landwirtschaft und Ernährung e.V.", welcher auch der Träger des Ernährungsrates ist. Frankfurt ist die dritte größere Stadt in Deutschland, in der ein Ernährungsrat gegründet wurde. Hier, wie auch bereits in Köln und Berlin, war das lokale Slow Food Convivium maßgeblich beteiligt.

Jeder kann mitmachen! Das Thema auf die Agenda von Zivilgesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Konsumenten und letztlich der Politik zu setzen – dies ist eines der ersten Ziele. Bärbel Praetorius 

Link zum Ernährungsrat in Frankfurt

Auch in 2018 wird wieder kulinarisch verreist: nach Oltrepò-Pavese (Nordwest-Italien)!

Im vergangenen Juni waren unsere Slow Food Freunde aus Oltrepò-Pavese (Nordwest-Italien) hier und haben uns mit ihren Arche-Produkten einen wunderbaren Abend bereitet. Wein, Käse, Gemüse, Reis und vieles mehr durften wir an diesem Abend probieren.

Nun sind wir eingeladen, die Produkte an ihrem Ursprungsort kennenzulernen. Vom 10. bis 13.Mai 2018 (über Himmelfahrt) bereitet Slow Food O.-P. ein leckeres Programm für uns vor. http://www.slowfoodoltrepo.it

An-/Abreise sowie Unterkunft muss jede/r selbst organisieren (mit lokalen Empfehlungen) sowie eventuelle Verlängerungen. Das genaue Programm werden wir hier veröffentlichen, sobald das Convivium Oltrepò Pavese es uns geschickt hat. Wer Interesse hat, sollte sich den Termin schon mal vormerken.


Wir bringen Abwechslung in unsere Schneckentische

Einmal im Monat treffen wir uns zum Schneckentisch (so nennen wir unseren Stammtisch), tauschen uns aus und informieren über unsere Aktivitäten. Der Schneckentisch findet regelmäßig am zweiten Montag des Monats statt, jeweils um 19:30 Uhr.

Für 2018 haben wir eine ganze Reihe unterschiedlicher Treffpunkte organisiert: 

1. Themenabende: wir informieren uns über verschiedenste Slow Food Themen und verkosten gut-sauber-fair hergestellte Lebensmittel.

2. „Aus dem Kochbuch unserer Mitglieder“: Slow Food Mitglieder, die gerne kochen, sind aufgefordert, etwas aus ihrem persönlichen Kochbuch vorzubereiten. Die Lebensmittelkosten werden von den Teilnehmern eingesammelt.

3. "Jede/r kocht für jede/n": das gibt es wieder 2x im Jahr.

4. Ansonsten: wir treffen uns gemütlich in einem ausgewählten Lokal. 

Wenn wir in einem Restaurant sind, gibt es Essen und Trinken á la carte, ansonsten sammeln wir die Kosten für die Lebensmittel ein (meistens unter 20 Euro). Ca. 10 Tage vor dem Schneckentisch wird per E-Mail daran erinnert. Jede/r ist herzlich willkommen, ob Mitglied oder nicht – aber wir brauchen unbedingt eine Anmeldung bis jeweils zum Samstag davor (ansonsten klappt die Organisation nicht!).

Wer interessiert ist und bisher noch keine Infos zu neuen Terminen und/oder Aktivitäten erhält, kann sich bei uns dafür melden, einfach eine Mail schicken an: frankfurt@slowfood.de.

Generell sind die Schneckentische die beste Gelegenheit, uns kennen zu lernen.

Weitere Infos auch unter der Rubrik "Schneckentisch".


Arbeitsgruppe zur Solidarischen Landwirtschaft

seit vergangenem September trifft sich eine Arbeitsgruppe mit dem Ziel, im Rahmen der Solidarischen Landwirtschaft (Solawi) ortsnahe Landwirte zu unterstützen und für sich selbst Lebensmittel zu erhalten, deren Herkunft bekannt ist und bei deren Produktion man nahe am Produzenten und dem Produkt ist.
Wir vom Convivium Frankfurt waren von Anfang an mit dabei, und suchen nun weitere Interessierte aus dem Slow Food Umkreis. Schließlich ist es die konkrete Umsetzung unserer Slow Food Philosophie, dass wir gute, saubere, fair erzeugte Lebensmittel genießen wollen, nach Möglichkeit aus unserer Region.
In München bestehen bereits ähnliche Initiativen mit dem Übertitel „Städter und Bauern“, an denen SF München auch beteiligt ist.
 
Melden Sie sich, wenn Ihr Interesse geweckt ist und machen Sie mit!

Slow Food Deutschland e. V. - Luisenstraße 45 - 10117 Berlin - Telefon: 030 / 2 00 04 75-0 - E-Mail: info@slowfood.de