Gärten in Afrika
Das Slow-Food-Gartenjahr ist beendet

Bis zum 7. Oktober war der Garten jeden Mittwoch für alle zur Selbsternte geöffnet.
Die über das Jahr gesammelten freiwilligen Spenden für die Gartenprodukte gehen, wie schon seit 8 Jahren, in das Slow-Food-Projekt „Garten in Afrika“. Seit dieser Saison sind es nun 20 Gärten, die mit jeweils 900 € in verschiedenen Ländern Afrikas unterstützt oder gegründet werden konnten.
Im vergangenen Jahr sind zudem weitere Aktivitäten zu den Öffnungszeiten hinzugekommen: Vorträge zu ausgewählten Themen, kleine Kochevents, die Präsentation von ErzeugerInnen und die Zusammenarbeit mit Gruppen vor Ort.
Wir bedanken uns für das tolle Gartenjahr 2026!
Rückblick: Das Gartenjahr 2026
Aktivitäten & Veranstaltungen
Honig ÖcherStadtgarten
Philipp Schulte von der Imkerei Blütenbeute hat anregend über seine Bienenvölker, über besondere Standorte und über die regionale handwerkliche Erzeugung in kleinen Mengen berichtet. Ein Höhepunkt war die Verkostung der Frühtracht vom Standort Johanniterstraße.

Den Honig aus dem Garten, aber auch den Honig von anderen Standorten der Imkerei Blütenbeute gibt es im Garten zu kaufen, aber auch an anderen Standorten in Aachen. Weitere Infos dazu: www.bluetenbeute.de
Krautopia, die GemüseGärtnerei
Nina Langwald berichtete über die Entstehung von Krautopia, die Suche nach möglichen Anbauflächen und letztendlich über die wunderschöne Fläche am Gut Grenzhof in Köpfchen. Anschaulich und erklärend wurde über den Aufbau der Gärtnerei – zukunftsweisend in Anbaumethodik und Bodenaufbau sowie in der Förderung der gesamten Biodiversität – berichtet. Ein Ort, an dem lokale, gesunde und vielfältige Lebensmittel produziert werden und nicht nur der wirtschaftliche Aspekt im Vordergrund steht.

Nina's Gemüsegärtnerei – ein Ort zum Verweilen und Arbeiten – ist auch samstags von 11.00–13.00 Uhr für Besucher geöffnet. Weitere Infos zu Nina's Arbeit und ihrer Gemüsekiste gibt es hier: krautopia-gemuese.de
Die faszinierende Welt der Pflanzenfarben
An einem schattigen Platz im urbanen Garten in der Johanniterstraße fand unsere 3. Veranstaltung statt. Vera Berg, Slow Food Mitglied, gab uns in einem offenen Kurzworkshop erste Einblicke in die Herstellung von Pflanzenfarben. Überall in der Natur – nicht nur in den Blüten, auch in Blättern, Stängeln, Rinden, Früchten und Wurzeln – befinden sich in Wasser oder Fett lösliche Farben. Die Herstellung von natürlichen Malfarben ist relativ einfach, man benötigt außer frischen Pflanzen einen Topf, Wasser, Löffel, Mörser und Freude am Experimentieren.

Einige TeilnehmerInnen brachten Krapp und blaue Malven mit, und nach der Herstellung der unterschiedlichsten Farben wurde mit dem Pinsel experimentiert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. So sehr die Herstellung der Pflanzenfarben Freude bereitet und auch das Malen damit wunderbar kontemplativ ist, bleibt ein Wermutstropfen: Die Pflanzenfarben sind nicht lichtecht und verschwinden selbst an dunklen Orten nach einiger Zeit.
Ein besonders schöner Abend mit interessierten Gästen.
Einkochen, Einlegen und Einmachen & Fermentieren
Unsere weiteren Veranstaltungen am 05.08.26 und 26.08.2026 fanden – wie schon den ganzen Sommer üblich – bei wunderbarem Wetter im Garten in der Johanniterstraße statt.

Selbstgemachte Marmeladen und Chutneys sind nicht nur ein Genuss, sondern auch eine wunderbare Möglichkeit, saisonale Früchte und Gemüse haltbar zu machen. Marmelade besteht meist nur aus den jeweiligen Früchten, dem Gelierzucker oder Zucker und Pektin und eventuell ein wenig Zitronensaft oder Wasser. Chutneys sind würzige oder auch süße Saucen, vorzugsweise mit Frucht- oder Gemüsestückchen, die zu Fleisch, Käse, Fisch, Kartoffeln oder Brot gereicht werden.
Mandana Biegi, Slow Food Mitglied, erklärte anschaulich Unterschiede und Vorgehensweise, und die Ergebnisse wurden – unter anderem eine herrliche Aprikosenmarmelade auf selbst gebackenem Brot – verkostet. Mit wenigen Zutaten entstanden köstliche Aufstriche, die ganz nach persönlichem Geschmack verfeinert werden können.
Fermentieren ist eine alte Methode, um Lebensmittel durch nützliche Mikroorganismen wie Bakterien oder Pilze haltbar zu machen und geschmacklich zu verändern. Im Gegensatz zum Erhitzen bleiben viele Nährstoffe und Vitamine erhalten. Gemüse fermentiert man zu Hause richtig, indem man es mit ca. 2 % Salz (20 g pro Kilo) knetet oder in Salzlake einlegt, sodass es komplett bedeckt ist, und es luftgeschützt bei Zimmertemperatur gären lässt.

Mandana Biegi zeigte Beispiele, wie einfach das Fermentieren im Standardglas ohne teures Zubehör gelingt. Auch hier wurden – schon vorbereitete – Möhren, Chinakohl und Mairüben mit frischem Brot verkostet.
Interessante Gespräche rundeten die beiden sehr gut besuchten Veranstaltungen ab.
Französisches Picknick
Am 2. September hat das Institut français Aachen gemeinsam mit dem AfrikaGarten Aachen zu einem musikalischen Abend eingeladen. Zusammen mit der Musikerin Antje Zimmermann wurde gesungen und musiziert. Dazu gab es leckeres Essen und die Gelegenheit, sich bei dem kleinen Picknick auf Deutsch und Französisch auszutauschen.
Freundeskreis Botanischer Garten Aachen e.V.
Am 16.09.26 stellte sich der Freundeskreis Botanischer Garten bei uns vor, der im Rabental zwischen Uniklinik und RWTH-Campus ein Paradies geschaffen hat, wo man die Natur mit allen Sinnen erfahren kann.

Viele engagierte Menschen kümmern sich in ehrenamtlicher Arbeit um Karlsgarten, Bauerngarten, Obstwiese, Teich und Arboretum. Ruth Gestrich-Schmitz hat den Verein und seine Aktivitäten vorgestellt: ökologisches Gärtnern, umweltpädagogische Angebote, Obstbaum-Schneide- und Veredlungskurse, alte Obstsorten und ihre Verarbeitung und noch viel mehr. Natürlich gab es auch kleine Kostproben!
Kaffee - von der grünen Bohne bis in die Tasse
Ganz spontan gab es am 30.09. noch eine kleine Kaffeeverkostung. Wir durften mitten im Garten erleben, wie die noch grünen Kaffeebohnen in der Pfanne geröstet wurden und konnten diese auch frisch gemahlen und aufgebrüht verköstigen. Dazu gab es viele Erfahrungsberichte und Fotos, wie eine Kaffeeplantage aussieht und dort gearbeitet wird, und viel Wissen darüber, was man noch so über frischen Kaffee zu berichten hat.

Was ein tolles Jahr!