Ökologischer Weinbau: Was gibt es zu beachten?

Ein Informationsabend am 9.12. im ILÖK (Institut für Landschaftsökologie). Veranstalter war das ILWA, eine studentische Initiative für landwirtschaftlichen Wissensaustausch. Für den Wissensaustauch sorgte der Referent Paulin Köpfer. Er ist Biowinzer und aktiv bei ECOVIN, dem Bundesverband für Ökologischen Weinbau e.V.

Er betonte, dass im Ökogischen Weinbau die Qualität des Weines im Vordergrund steht, ca. 15% der gesamten Rebfläche stehen heute in Deutschland für den ökologischen Weinbau zur Verfügung.

Paulin Köpfer schilderte die Rahmenbedingungen für den ökologischen Weinanbau, angefangen vom Pflanzgut, dem Einsatz von Gründünger, organischen Düngern und mineralischen Düngern, einem guten Wassermanagement. Bis hin zu neuen Ansätzen, wie der Agroforstwirtschaft im Weinbau. Die landschaftsökologischen Aspekte standen im Vordergrund, Herr Köpfer ging in seinem Vortrag nicht in den Keller.

Die Anforderungen aus dem Klimawandel und dem Rückgang der Biodiversität seien neue deutliche Anforderungen für den Weinbau, insbesondere für den ökologischen Weinbau. Werden bislang im Wesentlichen traditionelle europäische heimische Rebsorten eingesetzt, werden diese in letzter Zeit durch Rebsorten ergänzt, die mit dem örtlichen Klima besser zu pass kommen. Nach Meinung von Herr Köpfer kann dies nur eine Zwischenphase sein. Wir werden uns mit den Piwis (pilzresistenten Rebsorten) befassen müssen. Eine Antwort auf den Klimawandel. Mittlerweile sehr trinkbare anspruchsvolle Weine, noch zu wenig bekannt, Weine der Zukunft.

Ein sehr informativer Abend. Schade, dass keine Piwis probiert werden konnten.

 

Bernd Leuters, Slow Food Münster/Münsterland

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