Chronik - 2016

Lese am 1. Oktober

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Der Wettergott hatte es sehr gut mit uns in der letzten Woche gemeint. Am Donnerstagnachmittag konnten wir bei strahlendem Sonnenschein zusammen mit Josef Engelhart eine Rebenbestimmung im Weinberg durchführen.

Dabei haben wir den Gelben Muskateller, den Tauberschwarz, den Süßrot, den Trollinger, den Weißen Lagler, den Roten Traminer, den Weißen Elbling, Riesling und den Gelben Silvaner im Weinberg kartiert und mit Schildern versehen.

Gute Entwicklung des Weinbergs attestiert

Josef Engelhart war von der Entwicklung des Weinbergs sehr angetan, vor allem unser Gelber Silvaner hat ihn sehr begeistert. Wir werden in den nächsten Wochen wetterfeste Schilder beschaffen und diese an den Stickel anbringen. Zudem werden wir die kürzeren Tage einmal nutzen, alle im Weinberg vorkommenden Rebsorten mit Bildern und einer kleinen Beschreibung zu dokumentieren. Am letzten Samstag fanden sich dann 16 Helfer im Weinberg ein, um die Arbeit des letzten Jahres zu ernten und in das Weingut von Ulrich Bürks nach Weimersheim zu bringen. War unsere Ernte im letzten Jahr doch bescheiden, können wir für dieses Jahr einen guten Ertrag vermelden.

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Die Ernte ergab rund 700 Liter Most!

Um halb Zwölf war die komplette Ernte eingefahren! Die Trauben wurden dann zum Entrappen ins Weingut gebracht. Gute zwei Behälter mit insgesamt 700 Liter Most (gut 80 ° Öchsle) standen am Ende der Arbeit für eine Nacht auf der Maische, wo sie am Sonntag schonend gepresst wurden. Der Trester ging diesmal an unser Slow Food Mitglied Gerhard Horak in Castell, der daraus einen Schnaps brennen wird. Wir dürfen auf beides, sowohl den Wein, als auch den Tresterbrand, gespannt sein.

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Weinlese macht hungrig

Dass wir auch dieses Mal wieder eine gute Brotzeit einnehmen durften, war klar – es gab zur Stärkung eine kräftige Suppe vom fränkischen Gelbvieh aus Weidehaltung und Kaffee und Kuchen von Monika und Ulrich Bürks. Ein wahrer Slow-Food-Tag!

Text: Gerd Sych, Fotos: Friedrich Barfs

Erste Probe des Jahrgangs 2015

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Wir hatten bei bestem Septemberwetter ein schönes Fest in Ickelheim – zunächst im Weinberg, wo wir bei einer kleinen Brotzeit eine Probe des 2015er Jahrgangs probieren durften! Im Gegensatz zu unserem Erstling aus dem Jahre 2014 hatten wir einen satten und kraftvollen Wein mit vielfältigen Aromen im Glas!

Wie Josef Engelhardt von der LWG einmal sagte – ein Mundvoll Wein! Wir dürfen ein bisschen stolz sein, auch wenn die Menge mit knapp dreihundert Flaschen doch gering ausgefallen ist. Begeistern kann uns allerdings der Stand der Dinge im Weinberg. An vielen Stöcken hängen üppige und vor allem gesunde Trauben, die in diesem Jahr auf eine gute Ernte hoffen lassen. Den Termin für die Lese haben wir auf Samstag, den 1. Oktober 2016, ab 8:00 Uhr festgelegt.

Nach der Besichtigung des Weinbergs ging es nach Weimersheim, wo wir von der Familie Bürks herzlichst empfangen wurden. Nach einer kleinen Fischvorspeise von der Hagenmühle gab es eine Tomatensuppe aus dem eigenen Garten, Bratwurstsülze mit Bratkartoffeln und Selbstgefrorerenes als Nachtisch! Dazu einen schönen Schoppen aus den Ickelheimer Weinbergen, Herz, was willst du mehr!

Text und Bild: Gerd Sych

Neuigkeiten aus dem Pfahlweinberg Anfang August

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Gestern, am Mittwoch, den 3. August, waren wir wieder im Weinberg und haben die letzten Laubarbeiten im unteren Teil des Weinbergs erledigt! Damit haben wir den Weinberg einmal komplett durchgeackert, die Reben mindestens einmal geschnitten und gebunden. Da wir den Weinberg in dem Jahr gut mit Kompost, Dünger und effektiven Mikroorganismen versorgt haben, scheint sich der Weinberg langsam, aber sicher zu erholen.

Dachten wir auch am Anfang, dass die Reben keine allzu üppigen Traubenansätze vorweisen, so können wir jetzt doch Positives vermelden, wie die beiden beigefügten Bilder beweisen.

Wir haben auch noch einmal den kompletten Weinberg durchgespritzt, um ihn vor falschen und echtem Mehltau zu schützen und ihm ein Pflanzenstärkungsmittel zu verabreichen! Wir hoffen, dass ihm diese weitere Stärkung gut bekommt und wir Anfang Oktober eine gute Ernte einfahren dürfen, wenn das Wetter weiter gut mitspielt. Freuen wir uns also auf unser zweites Patenschaftsfest am 10. September 2016 um 16:00 Uhr im Weinberg mit anschließendem Essen im Weingut von Monika und Ulrich Bürks.

Text und Bild: Gerd Sych

Kampf gegen wuchernde Reben und blutsaugende Bremsen

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Am Samstag, den 25. Juni, mussten wir wegen des plötzlich einsetzenden Regens unsere Arbeit im Weinberg unterbrechen. Das war etwas problematisch, weil der Pilzbefall im Weinberg doch sehr offensichtlich war. Nun, dieses Problem haben wir durch einen Kurzeinsatz am Montagnachmittag beheben können, in dem wir den Weinberg komplett mit Schutz- und Stärkungsmitteln behandelt haben.

Am letzten Samstag, den 9. Juli, waren wir dann frohgemut mit guter Mannstärke im Weinberg und haben Laubarbeiten erledigt. Das Wetter hat sehr gut mitgespielt, allerdings haben uns die Bremsen einen Strich durch die Rechnung gemacht: An diesem Tag waren die Biester nicht nur zahlreich, sondern auch penetrant und unempfindlich gegen sämtliche Insektensprays! Zu meinem eigenen Bedauern habe ich nach gut drei Stunden und gefühlten hundert Stichen/Bissen in meinen Rücken kapitulieren müssen!

Auch wenn wir eigentlich keine Namen nennen wollten, aber besonderes Lob hat sich an diesem Tag Hartwig Nagler verdient, er hat einfach mit stoischer Ruhe den Kampf gegen die wuchernden Reben weitergeführt!

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Stärkung unter dem Nussbaum

Nun, wie eine der Paten feststellte, als wir erschöpft unter dem Nussbaum saßen: „Es ist halt ein Hobby, und was man nicht schafft, geht halt auch nicht“.

Aber es tröstet doch, dass ein Großteil des Weinbergs wieder ganz gut da steht, gute Traubenansätze zeigt und sich die Reben mit ihren Beikräuter (Disteln, Rosen und sonstige) anscheinend doch sichtlich wohl fühlen.

Text und Bild: Gerd Sych

Abfüllen und Düngen

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Am letzten Samstag waren wir wieder mit zwei Gruppen im Weinberg bzw. im Weingut. Während die eine Gruppe beim Abfüllen mit der Technik zu kämpfen hatte, um unseren 2015er in die Flaschen zu füllen und zu etikettieren, kämpfte die andere Gruppe mit Schaufel und Eimer im Weinberg, um biologischen Dünger (200 kg Maltaflor) und Kompost (gefühlt ziemlich viel) in den Weinberg zu bringen!

Was ist schlimmer – kalte Füße im Keller beim Abfüllen oder drei Tage Muskelkater in den Oberschenkeln vom ständigen Rauf- und Herunterlaufen? Wir werden vielleicht beim nächsten Mal tauschen, dann wissen wir mehr! Dennoch – beide Arbeiten wurden zur Zufriedenheit vollbracht, so dass wir uns gegen 13:30 Uhr im Weingut zur Brotzeit mit Leberkäs‘ vom Metzger Brand, selbstgemachten Salaten von Ulrich Bürks und Kaffee und Kuchen zusammen setzen konnten. Dass der Weinberg inzwischen ein bisschen Fahrt aufgenommen hat, beweist das angefügte Foto – zartes Grün um die Reben, der Boden hat anscheinend den Dünger dankbar aufgenommen. Hoffen wir also, dass die Mühen nicht umsonst sind und wir mit gesunden Reben belohnt werden.

Fast hätte ich es ganz vergessen – der 2015er hat im Gegensatz zu unserem Erstling erheblich mehr Substanz und das bei 0,1 G Restzucker und gut 5 % Säure! Wir sind doch ein bisschen stolz!

Text und Bild: Gerd Sych

Kompost ausbringen und erste Fassprobe

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Es gibt ja Arbeiten im Weinberg, für die man ja nicht gerade vor Begeisterung sprüht, vor allem wenn man mit einem bangen Blick auf das Wetter schaut – durchgängiger Regen am Freitag, was einen matschigen Untergrund verspricht, Wintereinbruch am Samstag!

Dennoch haben sich acht Unentwegte zusammen mit Ulrich Bürks am Samstag im Ickelheimer Schlossberg eingefunden, um einige Kubikmeter Kompost im Weinberg auszubringen! Denn - so die Drohung von Josef Engelhart, Weinbauberater der Landesanstalt für Wein- und Gartenbau in Veitshöchheim, wenn wir den Weinberg nicht endlich mit biologischem Dünger versorgen, können wir im nächsten Jahr einpacken!

Also haben wir uns aufgemacht, den von Ulrich Bürks besorgten Kompost mit Schubkarren, Eimern, Schaufeln und Schäufelchen im Weinberg zu verteilen! Und das Wetter hatte ein Einsehen – klarer Blick in die Windsheimer Bucht, Sonnenschein und nur leicht bewölkt, kühl, aber nicht kalt, und vor allem – kein Regen. So ging die Arbeit mit vereinten Kräften gut voran, der schmierige Untergrund führte nur zu kleinen Rutschpartien, aber zu keinen Ausrutschern. Gestärkt durch eine kleine Kaffeepause hatten wir unser Werk zum späten Mittag beendet.

Nach der Arbeit im Weinberg konnten wir uns bei Familie Bürks im Weingut mit Kartoffelsuppe und Würstchen stärken und vor allem unseren 2015er Wein direkt aus dem Fass probieren. Zwar noch trüb, aber mit deutlich mehr Aromen als unser Erstlingswerk. Wir dürfen also gespannt sein, auch wenn die Menge aufgrund der Trockenheit sehr gering ist.

Text und Bild: Gerd Sych

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