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Startseite > Slow Food vor Ort > Bielefeld / OWL > Unsere Erlebnisse > Besuch beim Messerschmied Hans Jürgen Kugland - 30.05.2015

Messerschmied Hans Jürgen Kugland

„Ein Messer fürs Leben“ 

Handgefertigte Messer aus Damaszenerstahl (Damast) für Outdoor, Jagd, Küche & den Sammler fertigt Hans Jürgen Kugland in seiner fast 100 Jahre alten Schmiede im schönen Warburg. Am 30.05.15 gab er einer Gruppe von 15 interessierten Slow Food Mitgliedern aus Bielefeld und OWL einen Einblick in seine faszinierende Arbeit.


Die Bezeichnung „Damast“ für Verbundschweißstahl leitet sich von der uralten Waffenschmiede- und Handelsmetropole Damaskus in Syrien ab. Klingenfunde belegen, dass die Verbundschweißstahl-Technik, deren Produkte sich durch extrem hohe Zähigkeit und Festigkeit auszeichnen, schon 500 Jahre v. Chr. bekannt war.

Klingen aus Feuer und Stahl haben Hans Jürgen Kugland schon immer interessiert.
Von seinem Vater erlernte er das Schmiedehandwerk, seit 1991 erstellt er Damastkunstwerke für Jäger, Köche und Sammler in aller Welt.


Bei unserem Einblick können wir erahnen, wie viel Zeit und Herzblut bei der Herstellung eines Hajuku Messers einfließen. Ca. 100 Stunden für ein Jagdmesser, ca. 50 Stunden für ein Kochmesser werden bis zur Fertigstellung von Herrn Kugland angesetzt. Seine hohen Qualitätskriterien werden dabei immer wieder von ihm gegengeprüft.


Wer als Alternative zur industriell gefertigten Massenware das besondere Messer für sich selbst oder als Geschenk sucht, sollte unbedingt Kontakt zu Hans Jürgen Kugland aufnehmen. Er hält eine Auswahl verschiedener Hölzer für die handschmeichelnden Messergriffe bereit. Auch diese werden von ihm in kleinschrittiger Handarbeit selbst geschliffen und poliert. 


Für die kunstvollen Damastklingen können ebenfalls eigene individuelle Wünsche einfließen. Kugland findet die passende Umsetzung. Zudem bekommt der Besucher einen Einblick in eine Arbeit, die mit einem umfassenden Fachwissen, mit traditionellen Werkzeugen und Maschinen umgesetzt wird.

Hans Jürgen Kuglands Leidenschaft spiegelt sich in den Jagd- und Kochmessern wieder. Ein Qualitätszertifikat und eine Pflegeanleitung werden selbstverständlich beim Erwerb der Unikate mitgeliefert. Das Messer fürs Leben eben.


Bei Kaffee und Waffeln im Gasthof „Zur Alm“ konnten wir unsere Eindrücke sammeln und gemeinsam austauschen. Die Freude über das von uns mitgebrachte von Herrn Kugland professionell geschärfte Messer dauert an. Als Tipp: keinen Wetzstahl verwenden. Die Temperaturen beim „Reißen“ über den Stahl sind zu hoch und „zerfetzen“ unter Umständen den Stahl. Keramikstäbe oder japanische Abziehstäbe sind sinnvolle Alternativen.


Wir bedanken uns herzlich bei Hans Jürgen Kugland für den Ausflug in die Welt der Hajuku Damastmesser.

Wann tauchen Sie ab in die uralte Damast Schmiedeskunst? Vielleicht suchen Sie ein außergewöhnliches Geschenk, z.B. zur Hochzeit? Herr Kugland freut sich über Ihren Besuch.

Webseite hajuku

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Fotos und Text: Anna Falkenhain

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