Slow Food Bielefeld / OWL

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Conviviumleiter: Fritz Feger

Stellvertr. Conviviumleiterin: Birgit Hohls
Orga-Team: Gisela Behrendt-Menzel, Jutta Deitermann, Dagmar Heckmann, Asgard Knehans-Gläser,  Andrea Kombrink, Ulrich Lohmann

Essen, was man retten will

Terra Madre Tag: Zurück zu den Wurzeln - Vielfalt alter Gemüsesorten
10.12.2013

Weltweit wurde am 10.12.203 der Terra Madre Tag gefeiert. „Essen, was man retten will.“ Unter diesem Motto hatte Slow Food zum Erhalt bedrohter Lebensmittel aufgerufen. Weltweit gab es zahlreiche Veranstaltungen rund um das Thema „Biodiversität“.

20 Teilnehmer lernten in Bielefeld die Vielfalt alter Gemüsesorten im Museumshof in Senne kennen. Ernst Heiner Hüser und sein Team hatten für die Slow Foodies ein 3-gängiges vegetarisches Menü vorbereitet. Im Fokus stand die Natürlichkeit der Produkte. Gestartet wurde mit einer Topinambursuppe und einer Kürbissuppe, rustikal im Glas auf einem Holzbrettchen serviert.


Der Hauptgang kam ursprünglich auf Glasplatten daher:

von der Moormöhre, über Ochsenherz- und weiße Möhre lagen rote und weiße Bete neben Knollenziest, Topinambur, Pastinaken und Kartoffeln. Teller statt Tonne: abgerundet wurde die Gemüseauswahl mit Spinat von Rote Beteblättern. Dazu passte Spinat vom Mangold. Knusprig kamen Topinambur- und Möhrenchips daher.

Wer wollte, konnte den Gemüsegang mit Fleisch, Fisch oder Geflügel ergänzen. Die beiden Soßen brachten weitere Geschmackskomponenten von Champagner über Tomate ins Spiel.

Das Dessert war mit Berberitzenmus, karamellisierten Mispeln und einem Gratin von der roten Sternrenette erfrischend und süß zugleich und setze ein farbliches Highlight.

Bei Herrn Hüser gibt es keine Geheimnisse: das Gemüse kommt aus dem eigenen Garten und wird selbst gezogen. Die Erde stellt er selbst her. Die Zubereitung erfolgt schonend im Vakuumbeutel mit etwas Salzwasser und Olivenöl. Die Mispeln wachsen direkt vor der Tür. Die Freude am Experimentieren und Erhalten alter Sorten ist dem Gastronomen anzumerken.

Uns hat er begeistert und hat unser Interesse an alten Sorten geweckt. Herzlichen Dank dafür!

Möchten auch Sie wissen, was Knollenziest ist und wie Ochsenherzmöhren aussehen und schmecken? Dann besuchen Sie Ernst Heiner Hüser und sein Team oder nehmen Sie Kontakt zu uns auf. Wir freuen uns auf Neugierige!

Kontakt: owl@slowfood.de


Text/Foto: Anna Falkenhain


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