Bisherige Aktivitäten

Hier möchten wir vorstellen, welche Aktivitäten das Convivium Nordhessen in den letzten Jahren organisiert hat: Als Erinnerung für die Teilnehmenden und Überblick für Interessenten.

 

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Kochen mit grünen und reifen Walnüssen

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Am 28. Juni 2018 fand auf Hof Sickenberg unsere Kochaktion rund um die Walnuss statt.

Auf Hof Sickenberg steht ein mächtiger Walnussbaum, der in diesem Jahr voraussichtlich viele Früchte trägt. Grüne Nüsse werden um Johanni geerntet. Sie sind dann schon groß, lassen sich aber noch gut klein schneiden. Wir haben grüne Walnüsse geerntet und zu „Schwarzen Nüssen“ und Walnusslikören verarbeitet. Ein ganzer Karton voll reifer Walnüsse aus dem Vorjahr wurde geknackt. Gebacken wurde Walnussbrot und ein Nusskuchen. Für das Abendessen wurde ein Walnusspesto gezaubert. Kristina Bauer von Hof Sickenberg wußte viel über die Walnuss zu erzäheln, die in den letzten Jahren auch von den Pomologen neu geschätzt wird.

Kochabend "Syrische Küche"

con_nhs_b288-20161115_syrischer_kochabend_klein_gsr3337.jpgAm 15. November fand unser letzter Kochabend 2016 im Kolpinghaus in Kassel statt für Slow-Food-Mitglieder und Kochinteressierte aus Nordhessen.

Unter Anleitung der syrischen Flüchtlinge Suzan und Feras Alhalabi kochten wir Tabouleh, Kibbeh (gefüllte Teigtaschen) mit Spinat, Käse, Hackfleisch, Fatayer (gefüllte Hackfleischbällchen mit Mandeln und Grenadine) und Atayef (gefüllte Pfannkuchen mit Nüssen und Orangenwasser) als Nachtisch.

Alle Gerichte haben uns ausgezeichnet geschmeckt und werden sicher nachgekocht werden.

Bei der Vorbesprechung im August sah es noch so aus, dass ohne die Übersetzung durch Suzan's Sohn Saeed eine Kommunikation schwierig wird. - Aber Suzan und Feras haben zwischenzeitlich so gut Deutsch gelernt, dass die Anleitung wunderbar funktionierte.

Neben den Einblicken in die orientalische Küche hat der Abend vor allem eins bewirkt: Flüchtlingspolitik ist jetzt mit Gesichtern und Schicksalen verknüpft. Das Nachzugsverbot für syrische Familien betriftt die Alhalabis ganz persönlich.

Das Convivium möchte nach der positiven Erfahrung weitere Kochabende mit Flüchtlingen organisieren.

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Menü zum Terra-Madre-Tag 2016

genussfuehrer-empfehlungen-nordhessen-100x70cm-bandiera-300x210.jpgAnlässlich des internationalen Terra-Madre-Tages von Slow Food veranstaltete das Convivium Nordhessen gemeinsam mit dem Team vom Genussführer-Restaurant Ratskeller Spangenberg am Samstag, dem 10. Dezember ein festliches Menü mit Produkten aus der Arche des Geschmackes.

Mit dem Terra-Madre-Tag macht Slow Food jedes Jahr auf seltene regionale Lebensmittel aufmerksam, insbesondere auf die Passagiere der Arche des Geschmackes. Dementsprechend kochte Thomas Raabe für uns ein mehrgängiges Menü mit den deutschen Archeprodukten Alblinse und rotes Höhenvieh. Anlässlich des Jahres der Hülsenfrüchte fand sich auch die Trasimeno-Bohne auf der Karte, für die Slow Food Italien ein Presidio eingerichtet hat.

Internet www.restaurant-ratskeller-spangenberg.de

Kochabend "Fermentieren" am 30. November 2015

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Beim letzten Kochabend im Jahr 2015 stand die milchsaure Vergärung von Gemüse im Mittelpunkt. Neben reichlich Informationen und Tipps zum Thema bekam jeder Teilnehmende ein Weckglas mit Keramikstein zum Beschweren des selbst gehobelten und gestampften Gemüses. Zur Auswahl standen Weißkohl, Rote Beete und Kürbis sowie eine Reihe von Gewürzen wie Wacholderbeeren, Kümmel, Meerettich und Ingwer, mit denen dem eingelegten Gemüse der besondere Pepp verliehen werden konnte.

Gemeinsam gekocht wurde Risotto mit milchsaurem Gemüse und Blauschimmelkäse als Vorspeise sowie mit reinem Meersalz eingepökelte Eisbeine mit Kartoffelbrei, dem sauer eingelegte grüne Bohnen untergemischt waren.

Nordhessen geschmackvoll! in Melsungen

Zum elften Mal fand am 11. Oktober 2015 Nordhessen geschmackvoll! in Melsungen statt. Das kühle, aber sonnige Wetter lockte wieder ca. 20.000 Gäste in die Melsunger Innenstadt. Der Regionalmarkt wurde von Slow Food-Mitgliedern aus der Taufe gehoben und wird bis heute von nahezu der gleichen Gruppe Ehrenamtlicher vorbereitet und durchgeführt. Dieses ehrenamtliche Engagement und Fördergelder ermöglichen es, von den Standbetreibern niedrige Standgebühren zu nehmen und Menschen unentgeltlich einen Platz zu bieten, die sich ernährungspolitisch in unserem Sinne engagieren. In diesem Jahr boten wir dem zarten Pflänzchen „Solidarische Landwirtschaft“ Gelegenheit, sich weiter in Nordhessen bekannt zu machen. Die drei anwesenden Betriebe gehen eine enge Bindung mit ihren Kunden ein: Zu Beginn der Saison wird gemeinsam vereinbart, was angebaut werden soll und welchen Preis die Bauern dafür erhalten müssen, um neben den Unkosten auch einen fairen Lohn zu erwirtschaften. Daraus errechnet sich der Beitrag, den die Mitglieder zahlen müssen für ihre Kiste mit frischen Nahrungsmitteln, die sie wöchentlich von „ihrem“ Bauern erhalten. Gemeinsame Arbeitseinsätze, Kartoffelfeuer und Erntefest gehören dazu. Enger kann die Bindung von Erzeuger zu Verbraucher kaum sein! Genau diese enge Bindung von Produzent und „Ko-Produzent“, wie wir den Esser bei Slow Food gerne nennen, finden wir sehr unterstützenswert. Und aus genau dieser Philosophie ist auch der Markt in Melsungen geboren, mit dem wir den direkten Kontakt von Lebensmittelhandwerker und genießendem Kunden fördern möchten. In einer von Godehart Hannig moderierten Gesprächsrunde hatten die drei Betriebe Gelegenheit, ihre Ideen und Erfahrungen den interessierten Zuhörern vorzustellen.

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Die aktuelle Situation der Milchbauern war ebenfalls Thema auf der Bühne von „Nordhessen geschmackvoll“ in Melsungen. Vor zahlreichen Zuhörern erläuterte Josef Jacobi, Biobauer und Aufsichtsratsvorsitzender der Upländer Bauernmolkerei, wie dramatisch die wirtschaftliche Situation für konventionelle Milchviehbetriebe derzeit ist. Viele sind in ihrer Existenz bedroht, darunter insbesondere auch Wachstumsbetriebe, die in größere Ställe investiert haben und nun einen deutlich niedrigeren Milchpreis bekommen als geplant. „Eine Erhöhung der Exporte und die Einlagerung von Butter und Milchpulver können nicht die Lösung sein, sondern vernünftige Maßnahmen zur Reduzierung der Menge“, so Josef Jacobi im Interview mit Godehart Hannig auf der Festivalbühne.

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Für Kinder gab es auch diesmal die Gelegenheit, sich als Lebensmittelproduzent auszuprobieren: Apfelsaft pressen, Brötchen backen und Frischkäse zubereiten stand auf dem Programm im Kinderzelt.

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Am zentralen Infostand konnten interessierte Obstbaumbesitzer ihre Äpfel und Birnen von der Pomologin Lissy Mihaly aus Kaufungen bestimmen lassen. Bei hier herrschte den ganzen Tag über reger Andrang.

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Ein besonderer Hingucker war der Stand von Gregor Schmitz aus Witzenhausen, der seinen Betrieb „Knoblauchkult“ erstmals in Melsungen präsentiert hat. Viele Besucher haben sich von ihm die Unterschiede zwischen seinen neun verschiedenen Knoblauchsorten erklären lassen.

Präsentation des neuen Archeproduktes „Kasseler Strünkchen“ in der Markthalle Kassel am 1. August 2015

genussfuehrer-empfehlungen-nordhessen-kasseler_struenkchen_praesentation_20150801a.jpgDas Kasseler Strünkchen wird auch als Sommerendivie oder Schlobberkohl bezeichnet. Diese nordhessische Salatsorte vereint die Eigenschaften der Romana- und der Stängelsalate. Von der jüngeren Pflanze werden die unteren Blätter gepflückt und als Salat verwertet. Die besonders dick wachsenden Stängel werden kurz vor dem Öffnen der Blüten geerntet und mit den restlichen Blättern zu Gemüse verarbeitet. Bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Salat regelmäßig in nordhessischen Hausgärten angebaut. „Schlobberkohl“ war ein beliebtes Gemüsegericht in Kassel und Umgebung. Heute haben viele Nordhessen nur noch eine vage Erinnerung an das Gericht. Als eine von mehreren Romana-Salaten ist der Samen noch bei mehreren Saatgutherstellern erhältlich. Die Bedeutung als „Zweinutzungspflanze“ (Salat – Gemüse) ist aber weitgehend verloren gegangen.
Im letzten Winter wurde das Kasseler Strünkchen nach der Ahlen Wurscht als zweites nordhessisches Lebensmittel in die Arche des Geschmackes von Slow Food aufgenommen. Ziel von Slow Food ist es, das Kasseler Strünkchen wieder stärker ins Bewusstsein der Nordhessen zu bringen und dem Strünkchen wieder einen größeren Platz in der regionalen Küche zu verschaffen. Dazu gehört auch, dass es auf den Speisekarten von Gaststätten auftaucht, die regionale Gerichte anbieten. Dementsprechend wurden auch die Betreiber der Nordhessischen Genussführerrestaurants gezielt angeprochen.
Zu Beginn der Strünkchen-Saison veranstaltete Slow Food Nordhessen in der Markthalle in Kassel am Samstag, dem 1. August 2015 von 8:00 – 12:00 Uhr eine Präsentation des einst beliebten nordhessischen Gemüses. Die Markthalle als Ort wurde ausgewählt, weil hier noch einige Gartenbaubetriebe das Kasseler Strünkchen als Jungpflanze für den Hausgarten und als Gemüsepflanze für Kasseler Haushalte anbieten.
Neben Informationen zur einst verbreiteten nordhessischen Gemüse-Spezialität an einem Stand von Slow Food gab es Kostproben vom Strüncken, die der Kasseler Kochclub zubereitet und serviert hat. Die Probierschälchen mit gekochten Strünckchen in einer Bechamelsoße wurden von vielen Marktbesuchern probiert. Bei vielen älteren Nordhessen rief das Erinnerungen an die Kindheit wach.
Ein Kamerateam des Hessischen Rundfunks war während des ganzen Vormittages anwesend, am nächsten Werktag gab es einen ausführlichen Bericht in der „Hessenschau“ von hr3. Auch die Hessisch-Niedersächsische-Allgemeine würdigte die Aktion mit einem ausführlichen Bericht im Kasseler Regionalteil.
 
Die Convivienleitung und die anwesenden Mitglieder waren sich am Ende der Aktion einig, dass dies ein gelungener Auftakt für das neue Archeprodukt war, dass aber noch viel zu tun ist, um ein funktionierendes Netzwerk für das Strünkchen von Gärtnereien, Gaststätten und an der Entwicklung einer selbstbewussten Region Nordhessen interessierten Menschen zusammen zu bringen und zu festigen. Vielleicht lässt sich auch für das Strünkchen ein Förderverein nach dem Vorbild der Ahlen Wurscht gründen.
Das Convivium Nordhessen ist weiterhin an alle Informationen zu Geschichte, Rezepten, Fotos und anderen Dokumenten zum Kasseler Strünkchen interessiert.

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Kochaktion bei der Kräuterfrau Anette Zimmermann am 16. Juni

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„Wilde und zahme Frühlings-Genüsse am offenen Feuer zubereiten"
 
 Am 16. Juni 2015 fand unsere ungewöhnliche Kochaktion im Garten von Kräuterfrau Annette Zimmermann in Grebenstein statt.
 

An zwei Lagerfeuern haben wir haben wir ein umfangreiches Menü zubereitet: in offenen Konservengläsern wurde feingehacktes Gemüse vorsichtig auf einem Stein am Rand der Feuerstelle gegart, in einem großen Bräter wurde eine mit vielen Wildkräuten gewürzte Wildschweinkeule geschmort. Als Beilage gab es Kartoffeln mit gedünsteten Kohldisteln.

Rehfleischspieße und Stockbrot wurden in der Flamme über der Glut gegrillt. Milch wurde auf dem heißen Stein am Glutrand mit Holunderblüten aufgekocht und zum lecker aromatisierten Griesbrei weiter verarbeitet. Ohne Hitzezufuhr kamen der üppige Wildkräutersalat (mit viel Brunnenkresse) und der Rosenblätter-Zucker aus.

Ein wild-romantischer Abend, bei dem auch die kühle Witterung den Spaß nicht einschränken konnte - schließlich gab es ja das wärmende Lagerfeuer.

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Neues Genussführerrestaurant: Humburg's Eck in Großenritte

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Auch wenn die nächste Auflage des Genussführer erst in 2016 erscheint: Das nordhessische Genussführerteam ist weiter unterwegs und testet Gaststätten, die regionale Gerichte aus regionalen Produkten kochen nach den Prinzipien von "gut - sauber - fair". Fündig geworden ist die Gruppe jetzt in Baunatal-Großenritte.
In der Dorfmitte von Großenritte, einem Stadtteil von Baunatal, liegt gegenüber der Kreuzkirche die Gaststätte „Humburgs Eck“. Bis Ende der 1980ziger Jahre war es eine Metzgerei mit angeschlossener Gaststätte. Nach dem frühen Tod des Inhabers wurde nur noch die Gaststätte weiter verpachtet. Im Laufe der letzten Jahre gab es immer wieder neue Pächter bis das Haus dann letztendlich leer stand. Seit 2012 sind nun Tobias Papra und Matthias Eskuche die neuen Pächter und bringen frischen Schwung in das Gasthaus.
Eine Küche mit saisonalen und regionalen Produkten wird angeboten. Wie in der Speisekarte ausgewiesen, kommen die Rohstoffe überwiegend aus der Region. So kommt das Fleisch vom Bauern, der gegenüber der Gaststätte seinen Hof hat. Das Wild erhalten die Betreiber von befreundeten Jägern aus dem Stadtteil. Das Gemüse, überwiegend Bio-Produkte, kaufen sie bei Bauern aus der Region ein. Es werden keine Geschmacksverstärker oder Zusatzstoffe verwendet. Getränke kommen von der Hütt-Brauerei  aus dem Stadtteil Rengershausen und von dem Neumarkter Lammsbräu sind Bio Biere und Bio Limonaden im Angebot. Auch ausgezeichnete Bio Weine, überwiegend aus Franken und der Pfalz, werden angeboten.
 
Neben der Standardkarte gibt es Angebote der vier Jahreszeiten sowie vegetarische und vegane Gerichte. Besonders zu empfehlen sind  aus regionaler Sicht die Kartoffelklöße halb und halb mit Ahler-Wurscht-Einlage und Duckefett-Soße. In der Saison Wild, Spargel, Pilze und Gänse.
 
Äußerst preisgünstig ist das 3 Gang Überraschungsmenü für 19,90 €. Das könnte wie folgt aussehen:
Als Amuse Bouche ein Kartoffel-Rosmarin Süppchen serviert in einer kleinen Löwenkopfterrine oder der Jahreszeit entsprechend ein nordhessischer Speckkuchen.
Danach Feldsalat, entweder mit Öl und Essig angemacht oder mit nordhessischem Schmand, dazu Scheiben vom Roastbeef. Als Hauptgericht einen Rouladenspieß mit Bohnen oder ein Wildgericht von  Fleisch aus heimischen Wäldern. Selbstgemachtes Himbeersorbet im Blätterteig bildet den Abschluss.
 
Sehr gut, dass nicht nur die Edelteile von Tieren wie Filet verarbeitet werden, sondern auch Schulter oder Keule als Schmorbraten oder Gulasch.
Hervorzuheben sind auch die hausgemachten Kuchen und Torten.
 
Da alles frisch zubereitet wird und Tobias Papra als gelernter Koch allein in der Küche steht, sollte man etwas Zeit mitbringen. Er stammt aus Thüringen, hat bei der Marine gearbeitet und ist jetzt in Nordhessen gelandet. Aus seiner Heimat hat er auch das eine oder andere Gericht auf der Speisekarte. Auch die Zeit an der Küste hat ihre Spuren in seiner Küche hinterlassen.

Kochabend „veganes Wintermenü“ in Kassel

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Am Dienstag, dem 17. Februar 2015 fand im Kolpinghaus in Kassel der erste Kochabend im Jahr 2015 statt.
Das Slow-Food-Mitglied Andrea Busch hat die Teilnehmenden an ihren langjährigen Erfahrungen mit biologischer, regionaler und veganischer Ernährung teilhaben lassen. Sie kochte mit 18 Personen ein veganes Wintermenü ohne Fleischersatzprodukte.
Am Ende wurde ein umfangreiches Menü serviert:

- Lauchcremesuppe mit pürierten Cashewkernen als Vorspeise,

- Ravioli mit Pilz-Kartoffel-Füllung,

- Mangoldgemüse mit Paprika, Kräuterseitlingen und Curry,

- Hokkaidokürbis mit Tofu-Steinpilz-Maronen-Füllung und pikanter Tomatensauce,

- Rotkohlsalat und ein Salatteller mit Süßkartoffel, Rosenkohl und Feldsalat rundeten die Hauptgerichte ab,

- zum Nachtisch gab es Orangen-Schokomousse auf Basis von Seidentofu und Schoko-Bananen-Muffins mit Walnüssen und Amaranth-Riegel, die aufgrund der Fülle dann doch von fast allen für den nächsten Tag mit nach Hause genommen wurden.

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Am Ende war sich die Kochgruppe einig: Man kann sich nicht nur vegan ernähren – man sich sogar sehr schmackhaft vegan ernähren. Eine Erkenntnis, die nicht alle so erwartet hatten.
In den Gesprächen während des Kochens und Essens konnten aber nicht alle Vorbehalte gegen die Veganer-Bewegung beiseitegelegt werden: Kann eine weltweite Umstellung auf vegane Küche den Hunger besiegen? Hier wurde dagegen gehalten, dass das Grasland dieser Erde nur auf dem Umweg über Tiermägen zur menschlichen Nahrung beitragen kann und dass es noch keine Erfahrungen dazu gibt, ob ein ertragreicher Ackerbau ohne tierische Dünger und ohne Kunstdünger im globalen Umfang funktionieren kann.
Kritisch gesehen wird von vielen Slow-Food-Mitgliedern auch, dass vor allem in der modischen veganen Küche sehr viele hochverarbeiteten „Als-Ob-Produkte“ (Fleisch- und Käseimitate) eine große Rolle spielen. Andrea Busch-Berg hat mit ihrer Speiseauswahl deutlich gemacht, dass vegane Ernährung gut ohne diese Fertig- und Halbfertigprodukte auskommt.
Hilfreich war hier auch eine Einführung in die häusliche Tofu-Produktion auf Basis von Bio-Produkten und ohne bedenkliche Zusatzstoffe. Auch vegane Ernährung steht vor der Frage: Schnell und industrialisiert oder langsam, kompetent und biologisch?
Auch wenn sich viele der Anwesenden zum radikalen Fleischverzicht nicht bekennen wollten. – Klar war doch für alle, dass wir unseren Fleischkonsum deutlich einschränken müssen und sehr genau hinschauen müssen, wo und wie unser Fleisch produziert wird.

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Menü zum Terra-Madre-Tag 2015

genussfuehrer-empfehlungen-nordhessen-100x70cm-bandiera-300x210.jpgAnlässlich des internationalen Terra-Madre-Tages von Slow Food veranstaltete das Convivium Nordhessen gemeinsam mit dem Team vom Genussführer-Restaurant Humburgs Eck am Freitag, dem 11. Dezember ein festliches Menü in Baunatal-Großenritte mit Produkten aus der Arche des Geschmackes.

Mit dem Terra-Madre-Tag macht Slow Food auf seltene regionale Lebensmittel aufmerksam, insbesondere auf die Passagiere der Arche des Geschmackes. Dementsprechend kochte Tobias Papra für uns ein mehrgängiges Menü mit den deutschen Archeprodukten Alblinse, Teltower Rübchen, schwarzblaue fränkische Kartoffel, buntes Bentheimer Schwein und rotes Höhenvieh.

Festliches Menü am Terra Madre Tag am 10. Dezember in Rengshausen

con_nhs_b288-terramadre2014.jpgSeit 2009 laden die Tafelrunden von Slow Food weltweit am Terra Madre Tag am 10. Dezember zum gemeinsamen Essen ein. Damit soll die Verbundenheit der an der Wahrung traditioneller Lebensmittel interessierter Menschen rund um den Globus zum Ausdruck gebracht werden.
Slow Food Nordhessen organisierte am10.12.2014 ein festliches Menü mit sechs Produkten aus der Arche des Geschmackes im Hotel Sonneck in Knüllwald-Rengshausen. Mit Unterstützung des Teams rund um Familie Traue hat Gastkoch Thomas Raabe ein viergängiges Menü zubereiten. Zum Einsatz kamen Filder-Spitzkraut, die Frankenwälder schwarz-blaue Kartoffel, Fleisch vom Rhönschaf, Alblinsen, nordhessische Ahle Wurscht und Wein aus der Rebsorte Tauberschwarz. Das Dessert wurde aus Äpfeln der Sorte Lippoldsberger Tiefenblüte hergestellt.
Mit dieser Veranstaltung hat sich Thomas Raabe vorerst aus Nordhessen verabschiedet, da er nach organisatorischen Änderungen in der Poststation Altes Forstamt dort seine Vorstellungen von regionaler Küche nicht mehr umsetzen konnte. Die Convivienleitung und die anwesenden Gäste bedauerten sehr, dass damit eines der Genussführer-Restaurants in Nordhessen verloren gegangen ist. Thomas Raabe wurde der große Wunsch, ihn bald an anderer Stelle in Nordhessen wieder zu treffen, mit auf den Weg gegeben.
Die Arche des Geschmackes ist ein internationales Projekt von Slow Food. Durch die Aufnahme in das symbolische Rettungsschiff sollen vom Aussterben bedrohte Nutztierrassen, Gemüse- und Obstsorten sowie traditionelle Rezepturen bewahrt werden. Slow Food ist es wichtig, neue Vermarktungsmöglichkeiten für selten gewordene Lebensmittel zu schaffen durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und das Zusammenbringen von Produzenten, Gastronomen, Händlern und Verbrauchern unter dem Motto: „Essen, was man retten will.“ Die nordhessische Ahle Wurscht war in 2004 einer der ersten Passagiere der Arche, die Aufnahme des Kasseler Strünkchens wird in wenigen Tagen erfolgen. Die Organisatoren Hanns-Ernst Kniepkamp und Gerhard Schneider-Rose bedauern, dass das Kasseler Strünkchen keine Saison mehr hat. Gerne hätten sie den neuen Passagier in das Menü einbezogen.

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Überreichung der Genussführer-Plakette im Jägerhof in Lauterbach-Maar

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Die Testessen haben schon im Frühjahr stattgefunden und die Aufnahme in den Genussführers ist rechtzeitig vor dem Redaktionsschluss für den Genussführer 2015 erfolgt. Für eine Plakettenverleihung 2014 war die Entscheidung der Genussführerkommission von Slow Food Nordhessen aber zu spät.
So konnte erst am 28. November 2014 die feierliche Übergabe von Plakette und Urkunde für den Genussführer 2015 erfolgen. Der Besitzer und Küchenchef des Jägerhofs in Lauterbach-Maar, Hans Schmidt, hatte Bürgermeister, Ortsvorsteher, Tourismusmanager, die Lokalpresse und andere Unterstützer und Netzwerkpartner aus dem Vogelsberg eingeladen und alle waren gekommen. Christian Meineke als Genussführer-Pate des Jägerhofs überreichte Urkunde und Plakette. Hans Schmidt zeigte sich gerührt und versprach, noch viele Jahre im Sinne der Qualitätskriterien von Slow Food seine Gäste zu verwöhnen. Er ließ es sich nicht nehmen, den Gästen Kostproben seiner hausgemachten Schinken- und Wurstspezialitäten zu servieren. Auch die Vogelsberger „Beutelches“ mit Hirschgulasch wurden aufgetischt. Dies führte nicht nur zu zufriedenen Gesichtern, sondern auch zu ersten Überlegungen, ob die Beutelches nicht auch einen Platz in der Arche des Geschmackes finden können. Nach der ersten Einschätzung der Anwesenden ist dieses traditionelle Vogelsberger Kartoffelgericht ein ernstzunehmender Kandidat für die Arche.

Neu im Einkaufsführer: Hofladen der Kommune Niederkaufungen

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Der Einkaufsführer von Slow Food Nordhessen wächst langsam aber sicher weiter. Neu aufgenommen im Januar 2015 wurde der Hofladen der Kommune Niederkaufungen.
Die Kommune Niederkaufungen ist eine intentionale Gemeinschaft seit 1986 mit verschiedenen Arbeitsbereichen. Zur Zeit leben und arbeiten 58 Erwachsene und 21 Kinder/Jugendliche hier. (Stand 11/2014) Der Gemüsebaubetrieb Rote Rübe als Teil der Kommune besteht seit 1987 und ist seit 1992 als Bioland-Betrieb anerkannt.Auf dem Hof Birkengrund, der zur Kommune Niederkaufungen gehört, werden 10 Kühe der alten Rasse “Schwarzbuntes Niederungsrind” gemolken. Jede Kuh, die Milch geben soll, muss jedes Jahr 1 Kalb bekommen. Da nicht alle Tiere als Milchkühe gehalten werden können, werden einige im Alter von ca. zwei Jahren geschlachtet.Zur Verwertung der Molke aus der Hofkäserei werden Schweine gehalten, ein bis zwei Sauen und deren Nachwuchs. Ein Mastschwein wird bei uns 1 Jahr alt, bis es geschlachtet wird.
Im Hofladen der Kommune Niederkaufungen kann man folgende Produkte kaufen:
 
-Gemüse und Obst aus eigenem Anbau des "Rote-Rübe" Kollektivs und vom "Wurzelwerk" (Bioland Gärtnerei der Gastwerke-Kommune in Escherode)
selbst gemachte Brotaufstriche - süße und herzhafte
selbst gepresster Apfelsaft
Käse, Joghurt, Wurst und Fleisch vom eigenen Bauernhof
Saatgut aus eigener Anzucht, robuste, einheimische Sorten
Gemüse und Obst aus dem Biogrosshandel 
ein kleines Sortiment süße Sachen
Kartoffeln vom Biolandhof Bernhard Wicke
Eier vom Biolandhof Eckart Eisenach
Brot von der Biolandbäckerei Kirpi
Bioland-Honig von Ivan Curic

Neu im Einkaufsführer: Brennerei & Sektmanufaktur Joachim Döhne aus Schauenburg

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Betrieb
Knapp 10 km westlich von Kassel liegt das Dorf Breitenbach, ein Ortsteil der Gemeinde Schauenburg. Hier hat vor 20 Jahren Joachim Döhne eine Apfelkellerei und Brennerei aufgebaut. Äpfel von hofeigenen Streuobstwiesen im nordhessischen Bergland sind seine Grundprodukte für Apfelschaumweine und Edelobstbrände.
Döhnes Apfelschaumwein ist über den Grenzen Hessens hinaus bekannt. Auch Stuart Pigott hat ihn entdeckt. Er schreibt in seinem „kleinen genialen Weinführer 2010“ u .a.: „Überraschende revolutionäre Schaumweine …die feine Apfelaromen mit erstaunlichem Körper und Schliff besitzen.“ Er vergibt 3 von 5 Pigott – Punkten.
 
Produkte
Der Apfel-Schaumwein wird im traditionellen Flaschengärverfahren (Méthode champenoise) ausgebaut, von Hand gerüttelt und degorgiert. Die zwei Varianten Brut und Trocken sind Cuvée Schaumweine. Seit 2010 hat er auch zwei sortenreine (Boskoop) Varianten, u. a. ökozertifiziert. Man hat die Wahl zwischen den Geschmacksrichtungen “trocken” (20 Gramm Restzucker pro Liter) und “brut” (10 Gramm Restzucker pro Liter).
 
Adresse
Brennerei & Sektmanufaktur
Joachim Döhne
Hauptstraße 31
34270 Schauenburg – Breitenbach
Telefon 05601 4486
www.kellerei-doehne.com
 
Öffnungszeiten
Öffnungszeiten: ab Hof nach Vereinbarung, den Schaumwein kann man auch erwerben z. B. im Kurhessen Lädchen, in der Hospitalskellerei, bei Wurstmanufaktur Rohde in Kassel oder bei der GrimmHeimat.
 
Besonderheiten
Auch die Etiketten auf der Flasche sind vom Feinsten. Entworfen hat sie Albert Schindehütte, der in Breitenbach geboren wurde und heute in Hamburg lebt. Verbunden mit seinem Heimatort ist er über die „Schauenburger Märchenwache“.
Bei Spezialitätenfestival „Nordhessen geschmackvoll!“ in Melsungen die Brennerei & Sektmanufaktur Joachim Döhne regelmäßig dabei.

Neu im Einkaufsführer: Geflügelhof Roth aus Unterrieden

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Adresse
Bioland – Frischgeflügel Roth GbR
Susanne und Markus Roth
Ludwigsteinstr. 40
37214 Witzenhausen-Unterrieden
Tel      05542 – 724415
Fax     05542 – 501995
E-mail: aW5mb0BiaW8tcm90aC5kZQ==
WEB : Bio-frischgefluegel-roth.de
 
Öffnungszeiten
Mo      15 – 18 Uhr
Fr        10 – 18 Uhr
Es ist hilfreich telefonisch oder per Fax vorzubestellen.
Geflügel wird u. a. auch angeboten bei:
Kasseler Markthalle, Wildemannsgasse 1, Do-Sa bei der Fleischerei Armbröster, Stand Nr. 15
Biomarkt Greger, Kassel, Wilhelmshöher Allee
Querbeet, Kassel-Nordhausen, Korbacherstrasse,
Schmanddippen, Kassel, Lassallestrasse.
Betrieb
1996 gründete Markus Roth den Bioland Geflügelhof Roth als Pachtbetrieb in Neu-Eichenberg/Neuenrode – anfangs mit gerade einmal 50 Hähnchen. Heute leben dort ca. 4.600 Hähnchen in vier Altersgruppen. 2003 erwarb Familie Roth eine ehemalige Fleischerei und baute diese zu einem Geflügelschlacht, –zerlege und -verarbeitungsbetrieb um. 2009 wurde die EU–Zulassung erworben. Hier wird das eigene Geflügel nach Bedarf geschlachtet, zerlegt und verpackt. Neben den eigenen Tieren werden auch Hähnchen vom Biolandbetrieb Hirschle und Puten vom Biolandbetrieb Gut Giesenhagen vermarktet. Es werden aus dem Fleisch auch Frikadellen hergestellt, die Geflügelwurst wird von der Fa. Armbröster/Greger GbR (Biolandbetrieb) in Kassel hergestellt – ebenfalls aus oben genannten Geflügelfleisch.
 
Die Hähnchen werden als Eintagsküken von der Biolandbrüterei Overmeyer (bei Osnabrück) bezogen. Die 7 Mobilställe des Betriebes sind je 30 m² groß und bieten Platz für ca. 200 Hähnchen mit viel Auslauf auf abgesteckten und mit Netzen überspannten Wiesenflächen. An kalten Wintertagen bleiben sie lieber drinnen. Diese Haltungsform erfordert zwar mehr Handarbeit, doch in kleineren Gruppen ist das Krankheitsrisiko geringer. Weiterhin stehen drei feste Altgebäude als Ställe mit Grünflächenauslauf zur Verfügung.
Seit März 2012 werden die Tiere ausschließlich mit ökologischen Futterkomponenten gefüttert: Weizen, Triticale, Erbsen, Sojakuchen, Rapskuchen, Sonnenblumenkuchen, Luzerne, Sojaöl – alles in ökologischer Qualität. Das Bioland Futtergetreide wird von den beiden Kooperationspartnern (vom Nachbarn, dem Biolandbetrieb Schulin in Neuenrode und vom Bioland Betrieb Müller-Ölbke in Etzenborn (bei Göttingen, ca. 35 km entfernt) angebaut, bei Roth frisch geschrotet und mit den Eiweißkomponenten vermischt. Zusätzlich werden ökologische Kräuter und Kanne Brottrunk (ebenfalls in Ökoqualität, dies enthält Milchsäurebakterien) beigefügt, um die Darmflora der Tiere zu stärken.
 
Die Mitgliedschaft bei Bioland ist Familie Roth sehr wichtig. Vor allem auf artgerechte Tierhaltung wird großen Wert gelegt. Sie führt immer wieder zu Veränderungen und Neuerungen im Betrieb.
Produkte
Frisch geschlachtete, auch zerlegte Hähnchen aus dem eigenen Bioland-Mastbetrieb
und vom Biolandbetrieb Hirschle aus Morschen.
Freilandputen vom Biolandhof Gut Giesenhagen (nähe Großalmerode).
Besonderheiten
Hofführungen auf Anmeldung, Termine unter „Aktuelles“ auf der Homepage.
 

Slow-Food-Einkaufsführer für Nordhessen in Arbeit

genussfuehrer-empfehlungen-nordhessen-kirchhof_290b.jpgWo kann man in Nordhessen regionale Lebensmittel einkaufen, die den Qualitätsansprüchen von Slow Food entsprechen?

Die Genussführerkommission unseres Conviviums hat begonnen, neben empfehlenswerten Restaurants auch gute, saubere & faire Einkaufsadressen in Nordhessen zusammen zu tragen. Sie werden hier viele Namen von Produzenten finden, die auch auf dem Regionalmarkt Nordhessen geschmackvoll! in Melsungen vertreten sind. Dies ist kein Wunder, liegen der Auswahl doch die gleichen Anforderungen zugrunde.

Die ersten  Betriebe sind online, weitere folgen in Kürze.

Die eingestellten Texte werden blockweise freigeschaltet für die Such- und Übersichtsfunktion. Die jeweils neuesten Einträge finden sie deshalb unter der Übersicht und noch ohne Zugang über die Such-Funktion.

Zu finden sind unsere Empfehlungen im Menü "Genussführer" im Bereich "Produzentenführer".

Nordhessen geschmackvoll 2014

con_nhs_b288-melsungen.jpgAm 12. Oktober fand zum zehnten Mal der von Slow Food Nordhessen organisierte Regionalmarkt "Nordhessen geschmackvoll" statt. Diesmal unter dem Leitmotto Gut! Sauber! Fair.

Über 50 Hersteller boten ausgewählte Produkte rund um das Thema Essen und Trinken in Nordhessen an. Dazu gab es ein Kulturprogramm, Mitmach-Aktionen für Kinder und Informationen rund um das Thema Ernährung.

Um die Qualitätskriterien von Slow Food bei jedem einzelnen Produzenten deutlich  zu machen, wurden im Vorfeld auf Basis eines Fragebogens "Qualitätserklärungen" erstellt und am Markttag an den Ständen ausgehangen. Am zentralen Slow Food Stand gab es dazu Erläuterungen und eine Infobroschüre zum Mitnehmen.

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Den ganzen Tag viel zu tun hatte die Pomologin Lissy Mihaly mit der Bestimmung der vielen mitgebrachten Äpfel.

Kochabend „Bratwürstchen selber machen“ am 28. Mai 2014

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 Bratwürstchen stehen in Deutschland ganz hoch im Kurs: es gibt im Sommer kaum ein Sport-, Vereins- oder Grillfest ohne Bratwurststand. Wir sind alle Spezialisten beim Bratwurstessen – aber selbst hergestellt hat sie kaum jemand von uns. Das überlassen wir lieber den Metzgern oder Hausmetzgern. Dabei ist die Bratwurstherstellung auch mit einfachen Haushaltsgeräten gar nicht so schwer, wenn man sich erstmal herangetraut hat.
 
Mit 19 Teilnehmenden waren die Kapazitäten der Küche im Kasseler Kolpinghaus voll ausgelastet. Unter der sachkundigen Leitung von Metzgermeister Dieter Rohde wurden eine grobe nordhessische Bratwurst und eine Rindsbratwurst hergestellt. Das Fleisch wurde mit einem haushaltsüblichen Vorsatz für die Küchemaschine gewolft – der als Alternative zur Verfügung stehende Handwolf wurde dann doch nur zum Füllen der Bratwurstdärme mit einem aufgesetzten Füllrohr genutzt.
Als Beilagen wurden ein nordhessischer Kartoffelsalat mit Schmandsoße und ein schwäbischer geschlotzter Kartoffelsalat und grüne Salate hergerichtet.
 
Am Ende des üppigen Mahles waren sich alle einig, dass es sehr interessant ist, mal selbst eine Wurst zu füllen. In die häusliche Bratwurstproduktion wollen die meisten aber dann doch nicht einsteigen, weil der Zeitaufwand für eine Kleinproduktion dann doch recht hoch ist.
 
Für einen interessanten Abschluss des Abends sorgte das neue Fördermitglied Victor Hernandez, der Kostproben des frisch geschleuderten Kasseler Stadthonigs mitgebracht hatte. Spannend, die Unterschiede der einzelnen Stadtteile in Form von Honig zu schmecken!
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Genussführerkommission arbeitet am Einkaufsführer für Nordhessen

Am Sonntag, dem 23. Februar 2014 hat sich die Genussführerkommission des Conviviums Nordhessen zur Planung der weiteren Aktivitäten und zu einem gemeinsamen Mittagessen im Landhotel Gemeindeschänke in Wanfried-Altenburschla getroffen.
 
Nachdem in den letzten beiden Jahren die Arbeit am Restaurantführer im Mittelpunkt stand und drei der vier nordhessischen Genussführer-Restaurants für 2014 bereits überprüft sind, soll in diesem Jahr die Erarbeitung eines Einkaufsführers für die Region nach Slow-Food-Kriterien im Vordergrund stehen.
 
Die auf dem Markt „Nordhessen geschmackvoll“ vertretenen Lebensmittelhandwerker und Bauern stellen nach Einschätzung der Kommissionsmitglieder eine gute Vorauswahl für den Einkaufsführer dar. Diskutiert wurde aber, ob die Kriterien – wie beim Markt – auf eine Produktauswahl des Produzenten konzentriert werden können oder ob man nicht die ganze Produktpalette in den Blick nehmen muss und dementsprechend nur die Betriebe aufgenommen werden, deren gesamte Produktpalette frei von Zusatzstoffen ist. Eine abschließende Entscheidung wurde hierzu nicht getroffen. Beginnen will die Kommission mit der Überprüfung von Produzenten, bei denen nach den Vorinformationen voraussichtlich alle produzierten Lebensmittel den Ansprüchen von „gut – sauber – fair“ entsprechen.
 
Im Anschluss an das Mittagessen wurde dem Betreiberehepaar Gehl vom Landhotel Gemeindeschänke die Genussführer-Plakette für 2014 übergeben. Claudia und Hartwig Gehl berichteten, dass durch die Aufnahme in den Genussführer spürbar neue Gäste den Weg nach Altenburschla finden und dass diese Änderung des Publikums ihnen hilft, das Angebot in Richtung einer hochwertigen regionalen Küche weiter zu entwickeln.

Menü mit Archeprodukten am 14.12.2013

con_nhs_b288-terramadretag2013begruessung.jpgIn der zweiten Dezember-Woche organisiert Slow Food jährlich weltweit den „Terra-Madre-Tag“, um ein Zeichen für Ernährungsvielfalt und weltweite Verantwortung der Produzenten und Essenden zu setzen. In 2013 standen vom Aussterben bedrohte Lebensmittel aus der „Arche des Geschmackes“ im Mittelpunkt. Die Idee dieses Projektes von Slow Food ist es, vom Aussterben bedrohten Obst- und Gemüsesorten, Tierrassen und regionalen Speisen Beachtung zu schenken und ihnen neue Vermarktungsmöglichkeiten zu eröffnen. So wie uns dies mit dem Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht gelungen ist, können auch für andere Produkte Saatzüchter, Gärtnereien, Baumschulen, Marktbetreiber, Gastronomen, Weiterverarbeiter und Konsumenten zusammen gebracht werden, um gemäß dem Arche-Slogan „Essen, was man retten will“ neue Perspektiven für fast verdrängte Lebensmittel aus Nordhessen zu schaffen.

In Nordhessen fand dazu am14. Dezember 2013 in der „Poststation Zum Alten Forstamt“ in Altmorschen ein festliches Essen statt. Thomas Raabe kochte für uns aus den Arche-Passagieren Ahle Wurscht, Bamberger Hörnle, Buntes Bentheimer Schwein, Grünkern vom Bauländer Spelz, Teltower Rübchen sowie dem möglichen neuen Passagier Tiefenblüte ein dreigängiges Menü, das begleitet wurde von Getränken aus den Archepassagieren Champagner Bratbirne und Tauberschwarz. Herr Raabe präsentierte außerdem eine Vergleichsverkostung zwischen Buntem Bentheimer Schwein und einem vergleichen Brateinstück von einem konventionellen Schwein, die eindeutig zugunsten des Arche-Produktes ausging.

Zu Beginn und zwischen den Gängen gaben Hanns Kniepkamp und Gerhard Schneider-Rose kurze Informationen zur Biodiversität, zur Arche des Geschmackes, zur Erfolgsgeschichte des Fördervereins Nordhessische Ahle Wurscht und zu den Archeprodukten, die serviert wurden.

Mit insgesamt 47 zufriedenen Gästen, die sich mehr solche Angebote wünschten, war die Veranstaltung ein voller Erfolg.

Vorstellung des neuen Convivienleiters

1957 wurde ich auf dem Kleinbauernhof meiner Großeltern in Seifertshausen im Kreis Hersfeld-Rotenburg geboren. Die Kindheit und Jugend habe ich in Rotenburg an der Fulda verbracht, studiert in Marburg. Das Berufsleben hat mich zunächst nach Schwalmstadt-Treysa geführt. Heimisch geworden bin ich dann in Bebra-Breitenbach und damit nie so richtig aus Nordhessen weg gekommen. Ich bin Diplompädagoge und habe 27 Jahre in verschiedenen Aufgabenbereichen im Jugendamt des Landkreises Hersfeld-Rotenburg gearbeitet. Zur Zeit bin ich Teilzeitlehrkraft in der Erzieherausbildung.

Mithilfe in der Landwirtschaft, der eigene Garten, Hausschlachtung und selber Kochen waren für mich immer wichtig und so bin ich 1999 Mitglied bei Slow Food geworden und seit 2004 aktiv im Convivium vor allem bei der Organisation der Kochabende und des Slow-Food-Standes bei Nordhessen geschmackvoll! sowie im Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht als beständiges Vorstandsmitglied. Mein Engagement für Slow Food teile ich mit meiner Ehefrau Lotte Rose, die auf Bundesebene in der Grundsatzkommission mitgearbeitet hat und jetzt in der Kinderkommission aktiv ist.

Ehrenamtlich bin ich auch in der Kommunalpolitik unterwegs: Ich bin Fraktionsvorsitzender der SPD-Stadtverordnetenfraktion in Bebra. Dies tue ich mit dem Anspruch, ohne Parteiendünkel und ideologische Scheuklappen Projekte und Ideen einzubringen und voranzutreiben.

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Welche Akzente möchte ich mit der Convivienleitung bei Slow Food Nordhessen setzen? Zunächst mal geht es darum, die bestehenden Aktivitäten auf dem hohen Qualitätsniveau weiter zu führen, auf die sie Hanns Kniepkamp und die anderen Aktiven gebracht haben. Die Organisation des Regionalmarktes in Melsungen ist zwar schon ein bisschen Routine geworden, bindet aber jedes Jahr wieder viel Kraft und Zeit der Organisationsgruppe. Auch der Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht hat sich etabliert, aber auch noch viele unerledigte Ziele mit Blick auf die gentechnikfreie Ernährung und artgerechte Tierhaltung.

Kochabende, Betriebsbesichtigungen und Restaurantbesuche/Stammtische sind wichtig, um die zwischenmenschlichen Beziehungen im Convivium zu pflegen. Die Genussführerkommission hat im letzten Jahr gut gearbeitet und vier würdige Kandidaten in den Genussführer gebracht. In diesem Jahr hat die Gruppe als neue Kandidaten zwei Restaurants im Nachbarconvivium Fulda getestet, damit diese beiden vielversprechenden Kandidaten noch Eingang in die erste Druckversion des Genussführers finden konnten.

Ich hoffe, dass wir für die „Arche des Geschmacks“ als Plattform vom Aussterben bedrohter Lebensmittel in Nordhessen neben der Ahlen Wurscht weitere Passagiere gewinnen können. Das Kasseler Strünkchen, die Rübenwurst aus Melsungen und Umgebung, Apfelsorten wie Roter Ausbacher, Tiefenblüte und Körler Edelapfel sind mögliche Passagiere.

Weiter in Planung ist die Erarbeitung eines Einkaufsführers für gute, faire und saubere Lebensmittel aus Nordhessen als Onlineplattform und vielleicht auch als gedruckte Broschüre.

Gut vorstellen kann ich mir auch den Aufbau einer Partnerschaft mit einem anderen Convivium im In- oder Ausland zwecks gegenseitiger Austausche in Form von Genussreisen oder Beschickung von Regionalmärkten. Möglich ist dies nur, wenn jemand Vorkontakte hat und sich im Convivium entsprechend einbringt.

Als politisch interessierter Mensch begrüße ich sehr die Entwicklung, die Slow Food in den letzten Jahren vom „Genießerverein“ zu einer Organisation gemacht hat, die sich neben dem eigenen Anspruch an gutes Essen und Trinken auch politisch einmischt in Fragen der EU-Agrarreform, des Verbraucherschutzes, des Tierschutzes und der Entwicklungspolitik. Ich hoffe, dass Slow Food in Zukunft das Interesse am Genuss und gesellschaftliche Verantwortung für eine ausreichende und gute Ernährung für alle gut miteinander vereinbaren kann.

 

Abschließend möchte ich mich bei Hanns Kniepkamp recht herzlich bedanken für sein riesiges Engagement in den letzten sieben Jahren. Er hat seinen Rückzug von der Convivienleitung lange vorher angekündigt und mit der Notwendigkeit von frischem Wind und neuen Ideen begründet, die er für erforderlich hält, um Slow Food weiter zu entwickeln. Er wirkt kein bisschen müde und wird dem Convivium als Beisitzer mit den Aufgabenschwerpunkten „Arche des Geschmacks“ und Qualitätssicherung für von Slow Food empfohlene Lebensmittel erhalten bleiben. Vielen Dank auch an Dieter Rohde, der dem Convivium weiterhin als stellvertretender Leiter erhalten bleibt.

Convivium mit neuer Leitung

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Nach der Wahl zur Leitung des Convivium Nordhessen bei der Mitgliederversammlung am 27. September 2013 in Kassel: Der neue Convivienleiter Gerhard Schneider-Rose (rechts) bedankt sich bei dem bisherigen Convivienleiter Dr. Hanns-Ernst Kniepkamp, der nach sieben Jahren nicht mehr für die Leitung des Conviviums kandidiert hatte. Dieter Rohde (links) wird erneut zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.Hanns Kniepkamp wird weiter in der Convivienleitung mitarbeiten, insbesondere bei der Qualitätssicherung für Nordhessen geschmackvoll! und den Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht.

Kochabend Hülsenfrüchte am 19.09.2013

Bis ins 19. Jahrhundert waren Hülsenfrüchte in Mitteleuropa anstelle von Fleisch die großen Eiweißlieferanten, heute gelten sie bei vielen als schwer verdauliche Arme-Leute-Kost. Selbst als Viehfutter werden sie bei uns nur noch selten angebaut – billiges Importsoja hat sie von unseren Äckern verdrängt.
 
Ein Rundgang auf dem Salone del Gusto in Turin zeigt, dass in Italien noch eine ganz andere kulinarische Beziehung zu den Regionalsorten der Hülsenfrüchte – insbesondere zu Bohnen – besteht. Auf dem Regionalmarkt „Nordhessen Geschmackvoll“ in Melsungen sollen Hülsenfrüchte zum Schwerpunktthema werden, um die Verdrängung, aber auch die großen kulinarischen, gesundheitlichen und ernährungspolitischen Potentiale von Bohne, Erbse und Co. in den Blickpunkt zu rücken.
 
Beim Kochabend im Kasseler Kolpinghaus haben wir Suppen, Gemüse, Salate, Brotaufstriche aus Erbsen, Bohnen, Kichererbsen und Linsen ausprobiert und gemeinsam überlegt, wie wir das Thema am Slow-Food-Stand in Melsungen gut darstellen können.

Gute Nordhessische Küche – hier gibt es sie!

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Gute regionale Kochkultur in Nordhessen hat es schwer. Wie findet man bei uns ein Gasthaus, in dem sie noch gepflegt wird? Wo kommen Gerichte aus frischen Zutaten im Einklang mit den Jahreszeiten auf den Tisch – ohne chemisch-industrielle „Helferchen“ wie künstliche Aromen, Geschmacksverstärker, Fertig-Mischungen und Convinience-Produkte? Wo finden sich überhaupt noch traditionelle Speisen der nordhessischen Küche auf der Karte, z.B. Weckewerk, Ahle Wurst, Grüne Soße, Storzenieren mit Hackklößchen oder Nasser Lattch? 

Die Genussführerkommission hat bis zum Druck der ersten Auflage des Genussführers im Oktober 2013 vier Gaststätten in Nordhessen und zwei in der benachbarten Rhön für würdig befunden, in den Genussführer aufgenommen zu werden.

Jetzt beschäftigt sich die Gruppe mit der jährlichen Überprüfung der Restaurants und mit der Suche nach weiteren Kandidaten. Tipps von Genießern aus der Region sind dabei willkommen!

Bündnis Agrarzukunft Hessen gegründet

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17.1.2013 -  Auf einer Pressekonferenz am Rande der Landwirtschaftlichen Woche in Baunatal wurde am 15.1. 2013 das agrarpolitische Grundsatzpapier des "Bündnisses Agrarzukunft Hessen" vorgestellt. Slow Food Nordhessen hat die Erklärung mitunterzeichnet.

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"Rote Karte für grüne Gentechnik"

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Hanns Kniepkamp hat für Slow Food Nordhessen am 8. April 2008 die Niedermöllricher Erklärung für Lebensmittel frei von grüner Gentechnik unterzeichnet. Lesen Sie die Erklärung sowie die Statements von Slow Food Nordhessen und vom Förderverein Nordhessische Ahle Wurscht.

Saure-Bohnen-Zeit bei Hanns Kniepkamp

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Verkostung "Wurst ohne Phosphat? Warmverarbeitung heißt das Geheimnis" am 7.10.2012

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Im Rahmen von Nordhessen geschmackvoll! 2012 hat der Kasseler Metzger und stellvertretende Convivienleiter Dieter Rohde eine Querverkostung von Brühwürsten mit und ohne Phosphat durchgeführt.

Phosphate, Emulgatoren, Citrate braucht man diese Zusatzstoffe wirklich? Die alte Tradition der Warmverarbeitung macht es möglich, ohne Phosphate Wurstwaren herzustellen. Dementsprechend hat Dieter Rohde von Jagdwurst, Leberkäs, Putenwiener und Kasseler Kochwürstchen jeweils zwei Herstellungsvarianten erzeugt und dem interessierten Publikum vorgestellt.

Am Ende waren sich alle Verkoster einig: Der Unterschied ist deutlich schmeckbar, Warmverarbeitung lohnt sich auch bei diesen Produkten!

Kochabend Beerenobst am 3.7. 2012

con_nhs_b288-sickenberg.jpgEs gab Zeiten, da gehörten Johannisbeer-, Stachelbeer- und Himbeersträucher in jeden Garten und der Einkochapparat und Dampfentsafter in jeden Haushalt.

Die Himbeeren gibt es heute gefrostet zu kaufen, Johannisbeersaft gibt es im Getränkemarkt und Stachelbeeren sind irgendwie aus der Mode gekommen.

Das sich aus den alten Beerenobstsorten schmackhafte Säfte, Soßen, Kuchen und deftige Hauptspeisen herstellen lassen, haben wir bei unserer Kochaktion auf Hof Sickenberg bei unserem Convivium-Mitglied Kristina Bauer erlebt. Eine Führung über den denkmalgeschützten Hof mit Bauerngarten und Ackerflächen gehörten dazu.

Kochen mit Klößen und Knödeln am 30.3.2012

con_nhs_b288-1grieskloesschen2.jpgWas haben alle Klöße und Knödel gemeinsam? Sie sind rund und haben den Ruf, hohe Ansprüche an die Köchinnen und Köche zu stellen.
Die Palette an Kloß- und Knödelrezepten ist so vielfältig, dass sich ganze Menüs von der Vorsuppe bis zum Nachtisch aus Knödeln und Klößen zusammenstellen lassen.
Knödel stellen zudem eine schmackhafte Möglichkeit zur Verwertung von altem Brot und Brötchen dar. Sie passen damit hervorragend in die Bemühungen von Slow Food um Resteverwertung.

Ende März 2012 wurden beim Nordhessischen Abend in Kassel mit viel Spaß mehrere Kloß- & Knödelgerichte gekocht - und gemeinsam gegessen.

Brotbacken im Holzbackofen auf dem Teichhof am 3.9.2011

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Die Angebotspalette an Brotsorten wird in deutschen Bäckereien (oder besser: Brotverkaufsstellen) immer größer. Gleichzeitig sind die geschmacklichen Qualitäten und die Lagerfähigkeit des Brotes verloren gegangen. Knusprig und manchmal duftend wandert es über die Ladentheke. Der Geschmack hält dann meistens nicht, was die Optik verspricht und am nächsten Tag hat die gummiartige Masse jede Attraktivität für den Genießer verloren. Die weggeworfenen Brotmengen bei Kunden und Händlern sind deshalb unvorstellbar groß. Nach den genauen Zutaten darf man die meisten Bäcker heute nicht mehr fragen: nur wenige verwenden Getreide, Wasser, Hefe oder Sauerteig, Salz und Gewürze, die meisten bringen inzwischen Backmischungen zum Einsatz, deren genaue Zusammensetzung sie nicht kennen.

Dies war Anlass für Slow Food Nordhessen, für eine Backaktion am 3. September 2011 am großen Holzbackofen auf dem Teichhof in Grandenborn. Unter der sachkundigen Anleitung von Metzgermeister Edgar Linhose, der seit einigen Jahren mit Leidenschaft das Backen von Sauerteigbrot betreibt. Die Teilnehmenden lernten nicht nur die Mühen des Teigknetens kennen. Sie erlebten auch, wie das Backen von Natursauerteigbrot den Tag strukturiert: die mehrstufige Teigführung und das Anheizen des Ofens erfordern viel Zeit. Die Wartezeiten wurden gut gefüllt mit einer Vesper mit Ahler Wurscht, einer Besichtigung der Käserei in Grandenborn und einen Gang durch die Wurschtekammer des Teichhofes.

Wanderung zu den Bisons am 18.6.2011

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Bisons in Nordhessen? Kein Scherz, das stimmt. Slow Food Förderer Horst Lugert züchtet bei Korbach Bisons. Am 18. Juni 2011 haben Mitglieder des Conviviums die Herdebesichtigt.

Kochabend Hülsenfrüchte und Blattsalate am 1.6.2011

Es ist kein Zufall, dass Hülsenfrüchte bei den Arche-Produkten von Slow Food stark vertreten sind: Einst waren sie anstelle von Fleisch die großen Eiweißlieferanten, heute gelten sie bei vielen als schwer verdauliche Arme-Leute-Kost. Suppen, Brotaufstriche und Gemüsegerichte von Linsen und Bohnen standen deshalb diesmal auf dem Kochplan unseres Kochabends im Kolpinghaus. Ergänzt wurden die Hülsenfrucht-Gerichte durch Blattsalate: In Nordhessen gibt es den „nassen Latch“ und Kopfsalat mit süßsaurer Schmandsoße und sieben Kräutern. Wie schmecken alte, vom Markt verdrängte Salatsorten? Welche Blätter aus dem Garten kann man sonst noch als Salat verarbeiten? Mit neuen Anregungen gingen die Teilnehmenden nach Hause.

Kochabend „Ein festliches Menü mit Wild" am 7.2.2011

Wild war lange das Fleisch für den Adel, es war ein Zeichen für Wohlstand und soziale Abgrenzung. Die Zubereitung dieses „edlen“ Fleisches galt als besonders schwierig und aufwendig – kaum ein Rezept, in dem auf eine mehrtägige Beize verzichtet wurde. Ein bisschen haftet dem Fleisch von Hirsch, Reh, Wildschwein, Mufflon, Hase und Gemse immer noch dieses Image an, obwohl Wildfleisch inzwischen zu erschwinglichen Preisen für jedermann zu haben ist und Jäger manchmal hängeringend nach Abnehmern für Wildschweine suchen. An diesem Abend wurde unter Anleitung von Hanns Kniepkamp Wildfleisch einmal ganz anders zubereitet: in der Salzkruste. Dazu gab es winterliche Gemüse und selbst geschabte Spätzle.

Nudeln selber machen am 27.9. 2010

con_nhs_b288-p1010757.jpgAm Montag, 27. September 2010, lud das Convivium Nordhessen zum Kochabend "Nudeln selber machen". Gerhard Schneider-Rose hatte Nudelrezepte aus aller Welt zusammengetragen, die Zutaten besorgt und so konnten an diesem Abend etliche Rezepte hergestellt und probiert werden.

Exkursion ins Eichsfeld am 20.09.2009

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Am Sonntag, dem 20. September 2009 trafen sich Mitglieder und Freunde des Conviviums Nordhessen im thüringischen Eichsfeld beim Saatgutverbund „Dreschflegel“ in Schönhagen. Die Gärtnerin Maren Uhmann erläuterte zunächst im Schaugarten die Anbautraditionen vieler Getreidesorten, Gemüse- und Salatpflanzen, von denen viele gegenwärtig nur noch ein Nischendasein fristen. Dreschflegel hat sich die Bewahrung alter Arten und von regionalen Züchtungen vieler Sorten zur Aufgabe gemacht. Im gemeinsamen Gespräch wurde festgestellt, dass sich das Netzwerk der Dreschflegel-Gärtnereien damit ganz nahe bei der Philosophie von Slow Food bewegt. Im Gewächshaus mit den vielen zur Trocknung ausgebreiteten Samenständen erläuterte Maren Uhmann die Techniken zum Ausdreschen, Auswaschen und Sortieren der verschiedenen Samen. Dabei wurde angeregt über Rechtslage bei der Nachzucht und Verbreitung von Samen und über Bestrebungen zum Patentschutz von Sorten diskutiert.
Gegen Abend ging es weiter zum nicht weit entfernten „Klausenhof“ am Fuße der Burg Hanstein in das „Eichsfelder Wurstmuseum“. Hier führten Vater und Sohn Röhrig durch Scheune, Schweinestall und Wurstküche, die neben der musealen Nutzung weiterhin für die Hausschlachtungen des Klausenhofes genutzt werden. Für die Gäste aus Nordhessen waren natürlich besonders Vergleiche zwischen der thüringischen Eichsfelder und der nordhessischen Ahlen Wurscht von Interesse, die sehr ähnliche Herstellungstraditionen haben. Die Verkostung eines lang gereiften Feldkiekers bot einen gelungenen Übergang zum anschließenden gemeinsamen Abendessen in der urigen Gaststube des Klausenhofes.

Das Urteil der Nordhessen zur Eichsfelder Wurst: Geschmacklich sehr ähnlich zur Ahlen Wurscht, aber mit deutlich weicherer Konstistenz.

Käse(n) verstehen lernen...

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In 2009 veranstalteten wir von Slow Food Nordhessen einen Käseworkshop auf dem Kirchhof in Alheim-Oberellenbach.

Kochabend "Es geht auch ohne Brühwürfel!" am 8.5.2009

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Sauce: „Ein mehr oder weniger flüssiges, heißes oder kaltes Würzmittel, das entweder eine Speise begleitet oder dazu dient, eine solche herzustellen. Die Rolle einer Sauce besteht darin, den Geschmack einer Speise so zu ergängen, dass sie zusammen ein Paar bilden.“ – so heißt es im „Großen Larousse Gastronomique“.
Saucen sind allgegenwärtig, die Herstellung von Saucen ist nicht immer einfach und kostet Zeit – da ist es kein Wunder das sie auf dem Markt der Fertigprodukte sich viel früher breit gemacht hat als andere Lebensmittelsparten. Alles ist so einfach mit den Fertigsaucen – aber Geschmacksverstärker sind immer und Sojaöl aus Gensoja sehr oft dabei.

Am Freitag, 08. Mai 2009 fand in Kassel zum zweiten Mal ein nordhessischer Kochabend statt. Die 15 TeilnehmerInnen in der Küche des Kolpingshauses waren begeistert und werden die Kochaktivitäten fortführen. Slow Food Mitglied Gerhard Schneider-Rose und Hanns Kniepkamp führten durch den Kochabend: "Es geht auch ohne Brühwürfel - Fonds selbst gemacht!"

Zubereitet wurden Grundsaucen, die den Ruf der besonderen Schwierigkeit haben: Sauce Hollandaise. Mayonnaise und Sauce Bearnaise und dazu passende Gerichte.

Kochabend "Traditionelle Nordhessische Winterküche" am 30.1.2009

Die traditionelle nordhessische Küche als "Arme-Leute-Küche" in einer zentralen Region gehört nicht zu den namhaften deutschen Regionalküchen und stand vielleicht deshalb bisher weniger im Blickpunkt der Aktivitäten unseres Conviviums. Gibt es Gerichte, die es nur in Nordhessen auf den Tisch kommen/kamen bzw. die typisch für die ganze Region sind? Wie lässt sich die Regionalküche charakterisieren? Wie sehen die feinen Unterschiede innerhalb Nordhessens aus? Gemeinsam gekocht wurden Krauthinkelchen, Storzenieren mit Gehacktesklößchen und Apfelploatz.