2. regionale Bonner Bio-Messe für Gastronomie

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Bildnachweis: ©Melanie Kirch-Mechtel


Bonn ist Biostadt
Am 25. März 2019 fand im Bonner BaseCamp zum zweiten Mal die regionale Bio-Messe für Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung statt. Sie dient der Vernetzung von Bio-Erzeugern und Gastronomie in der Region. Die 17 Aussteller präsentierten rund 60 Gästen ihre Produkte. Nordrhein-Westfalens Landwirtschaftsministerin Ursula Heinen-Esser eröffnete die Messe und Bonn erhielt die Urkunde zur offiziellen Aufnahme in das Netzwerk der Biostädte. Veranstalter war die Ernährungsratinitiative in Bonn.
In seinem Grußwort lobte Bürgermeister Limbach die Messe als Forum zum Kennenlernen und betonte: „Die regionale Wertschöpfung hat eine steigende Bedeutung für alle Beteiligten.“ Er freute sich über die ersten Schritte, die Bonn als Biostadt macht. Zum Beispiel: Verpflichtende Bio-Anteile in der Schulverpflegung und den Plan, das auch in der Seniorenverpflegung umzusetzen. Um den Beitritt Bonns zum Netzwerk der Biostädte sichtbar zu machen, überreichte dessen Sprecher, Dr. Peter Pluschke, die offizielle Urkunde und betonte: Bonn sei die „erste Eroberung in NRW“ und er hoffe, dass noch viele folgen.
In ihrer Eröffnungsrede würdigte auch Ministerin Heinen-Esser die Bedeutung des Beitritts zum Biostädte-Netzwerk als positives Zeichen. Sie hob hervor, wie gut sich regional und bio kombinieren lassen. Vor allem, wenn die Vorzeichen so seien, wie in Bonn. In der Umgebung gäbe es viele Höfe und gute Böden. Sie merkte aber auch an: „Nordrhein-Westfalen hinkt im Bioanbau hinterher.“ So liegt der Durchschnitt der Länder bei zehn Prozent Bioanbau, in NRW sind es aktuell nur sieben Prozent. Zu guter Letzt wünschte sie der Stadt Bonn „viel Glück und Erfolg im Netzwerk der Biostädte und allen Anwesenden viel Freude auf der Messe.“ Als letzte Rednerin erklärte sich Brigitta Poppe-Reiners, Bezirksbürgermeisterin und umweltpolitische Sprecherin des Stadtrates, für die baldige Zusammenarbeit mit einem Bonner Ernährungsrat bereit.
Im nun folgenden Programm berichtete Peter Heuser, Küchenleiter der Fortbildungsakademie der Landesfinanzverwaltung Nordrhein-Westfalen, dass er mittlerweile zwischen 60 und 70 Prozent aller Lebensmittel in seiner Küche in Bioqualität bezieht. Das gelingt durch Kooperationspartner wie den Bäcker Andreas Koplin, der extra für Heuser Bio-Brötchen in sein Programm aufgenommen hat. Im Anschluss kamen alle 17 Aussteller in kurzen Interviews zu Wort, um von ihren Beweggründen und Produkten zu erzählen. Darunter mehrere Erzeuger von Obst und Gemüse, Käsereien, Winzer und Kaffeeröster, aber auch ein Vollsortimenter, der schon viele Jahre Bio-Produkte nach Bonn liefert. Die Interviews führten Jenny Schroth von SlowFood Bonn, Francis Hugenroth, Nachhaltigkeitsberaterin u. a. der Stadt Bonn und Dorle Gothe, Vorstand der Regionalwert AG Rheinland. Nach dem offiziellen Teil begannen angeregte Gespräche zwischen Erzeugern und Abnehmern. Natürlich durfte auch probiert werden.
Die Organisatoren der Messe, die Mitglieder des Arbeitskreises „Bio in Bonn“ von der Ernährungsratsinitiative, freuten sich - wie schon 2018 - über eine sehr gelungene Veranstaltung. Als Unterstützer sind zu nennen: SlowFood Bonn, das weltweite Netzwerk für gute, saubere und faire Lebensmittel aus handwerklicher Produktion, und die Regionalwert AG Rheinland, die Bürgeraktiengesellschaft, die regionalen Bio-Betriebe fördert. Weitere Informationen über den Arbeitskreis und den Ernährungsrat in Gründung gibt es unter aW5mb0Blcm5hZWhydW5nc3JhdC1ib25uLmRlLg==

Julia Icking, Bonn

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